Fischer, Johann Ernst - Halle/Saale
Sänger (Saenger), Johann David - Halle/Saale
Fischer, Ernst (Halle/Saale
Fischer, Eduard - Halle/Saale
Wiener, Carl - Halle/Saale
   
  Wenn nicht anders angegeben, sind die Inserate aus dem Hallischen patriotischen Wochenblatt bzw. Hallischen Tageblatt (Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt online)!
   
1759 Johann Ernst Fischer wird am 21. April 1759 in Coburg geboren.
   
1786 Er erhält am 26. Mai 1786 das Bürgerrecht in Halle.
   
1792 In den Wöchentlichen Hallischen Anzeigen Nr. 11 vom 6. Februar 1792 werden u. a. angeboten:
"Bey Dreyßig in Halle ist zu haben: 1) allerley Figuren von Zinn als Gärtnereyen, Schäfereyen, Jagden, Husaren, vierfüßigen Thieren, die Schachtel zu 5 und 9 gr., ..."
   
  Der Kunsthändler Friedrich Christoph Dreyßig bringt das Büchlein "Abbildungen merkwürdiger Thiere, nebst einer Beschreibung ihrer Lebensart - Erstes Geschenk für fleißige und folgsame Kinder" mit 29 Zinnfiguren, die Johann Ernst Fischer gefertigt hat, heraus.
   
    
Abbildungen merkwürdiger Thiere, nebst einer Beschreibung ihrer Lebensart - Erstes Geschenk für fleißige und folgsame Kinder
   
1793 Friedrich Christoph Dreyßig führt in seiner "Anzeige der Bücher, Kupferstiche, und Kunstsachen, so Friedr. Christ. Dreyßig, Kunsthändler zu Halle, Leipzig und Lauchstädt, verlegt und verkauft" von 1793 u. a. auf:
"A. B. C. Naturhistorisches, in 29 zinnernen Abgüssen von merkwürdigen Thieren, nebst einer Beschreibung ihrer Lebensart, von Herrn Professor Klügel zu Halle. 1 Rthl. 12 Gr. (und ist das beste Geschenk, was man Kindern nur geben kann.)"
   
  Dreyßig bringt das Büchlein "Abbildungen merkwürdiger Völker und Thiere, nebst einer Beschreibung ihrer Lebensart - Zweytes Geschenk für Kinder" mit 29 Zinnfiguren, für die Johann Ernst Fischer die Formen graviert hat, heraus.
   
    
Abbildungen merkwürdiger Völker und Thiere, nebst einer Beschreibung ihrer Lebensart - Zweytes Geschenk für Kinder
   
  Das Büchlein "Beschreibungen zu den Abbildungen merkwürdiger Völker und Thiere des Erdbodens, Drittes Geschenk für Kinder", wiederum mit Zinnfiguren von Johann Ernst Fischer kommt in Halle beim Kunsthändler Dreyßig im Dezember 1793 heraus.
   
     
Beschreibungen zu den Abbildungen merkwürdiger Völker und Thiere des Erdbodens - Drittes Geschenk für Kinder
 
   
  Die Allgemeine Literatur-Zeitung bewertet in der Nummer 353 vom 27. Dezember 1793 die "NATURGESCHICHTE. Halle, b. Dreyssig u. Berlin, b. Schropp: Abbildungen merkwürdiger Thiere in neun und zwanzig zinnernen Abgüssen, nebst einer Beschreibung ihrer Lebensart. Ein Geschenk für Kinder. 72 S. 8. (ohne Jahrzahl.) IIr. Dreyssig sagt in der an die "Spiel- und lehrlustige Jugend" gerichteten Vorrede seinen "jungen Hn. und Damen" daß das Spiel mit seinen gegossenen Thierfiguren weit unterhaltender und lehrreicher sey, als das mit Soldaten, Jagden, Heerden; ferner daß der Papa seine schönen Kupferstiche den Kindern just auch nicht in die Hände geben wolle, und daß sich Hn. Dr. Zinnfiguren noch weit besser zum Verderben, Zerbrechen - und Wiederkaufen - qualificirten: daß sich mancherley Spiele mit den Figuren anstellen Ließen, man mit Soldaten und Hunden Löwenjagden anstellen, die wilden Thiere zwischen Bäumen herumschwärmen, und ein - armes Reh - von den Löwen - im Sprunge ergreifen lassen könne, ja Hr. Dr. geht in seiner Begeisterung so weit, daß er sagt "wer weiß, ob ich nicht einen oder andern jungen Linnaeus erwecke?" Nachdem er seinen "jungen Herrschaften" gemeldet, wie viel sie die Hn. Forster, der die Kupfer zum Abzeichnen herlieh, und Hn. Klügel, der die Beschreibung aufsetzte, verbunden seyn, fügt er noch die erfreuliche Anmerkung hinzu: "In der Folge werde ich auch noch eine Sammlung von merkwürdigen Bäumen jedes Weltstrichs geben, Palmen, Pifangs [Banane], Eichen, Tannen u. s. w. Dann können sie jedes Thier in den Wäldern seines Vaterlandes weiden lassen. An Vögeln soll es auch nicht fehlen. Fische sollen sie gleichfalls haben, schöne und häßliche. Es stehen ihnen von jedem einzelnen Thiere so viele Stück zu Dienste, als sie wollen. Ich kann sie an Kemeelen oder Rennthieren reicher machen, als der reichste Lappländer, oder Araber ist. Belieben sie's mich nur wissen zu lassen -, wie viele Pfunde es seyn sollen". Von dieser spaßhaften Vorrede sticht nun der von Hn. Prof. Klügel ausgearbeitete Text sehr ab, welcher das für Kinder interessante der Geschichte ernsthaft und faßlich darstellt, ohne zu Gunsten und Behagen der lieben Jugend unnütze Schwänke zu machen, wie sie vordem in Menge auf getischt wurden. Wenn die Kinder nur des Spaßes wegen sich mit der Natur beschäftigen sollen: so ist es weit besser, es unterbleibt, die Soldaten thun denn, wenn es zumahl auf die Pfunde Zinn abgesehen wäre, diese Dienste eben so gut. Doch so schlimm mag es nicht immer gemeynt seyn. Die Figuren selbst sind nach den äußern Umrissen fast durchaus richtig, aber weniger kann Rec. mit der Ausführung auf der Fläche, und mit der Ausmahlung zufrieden seyn; beydes könnte feiner, und die Wahl der Farben gefälliger seyn. Eine sorgfältigere Illumination könnte vielleicht den Preis etwas erhöhen; aber eine genaue, scharfe, und geschmackvolle Sculptur könnte die einzelnen Abgüsse kaum merklich verteuern. Und durch sie würde doch der schönste Zweck einer solchen Unternehmung: Bildung des Gefühls für Wahrheit und Schönheit, sehr wesentlich befördern."
   
1794 Es wird im Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung Num. 24 vom 12. März 1794 angepriesen:
"Nachricht an Eltern, Lehrer und Kinderfreunde.
Wenn man etwas gutes gestiftet, und Kindern eine unschuldige Freude gemacht, so darf man wohl mit allen Rechte mit sich selbst deshalb zufrieden seyn, und auf die Ausfälle des Brodneidischen ferner nicht achten; alles dieses ist der Fall bey meinen naturhistorischen Zinnfiguren, von welchem das Publikum nun schon zwey Lieferungen erhielt. Mehrere gelehrte Zeitungen haben es laut genug gesagt, daß Eltern und Lehrer nicht leicht ein angenehmeres, dauerhaftes und zugleich nützlicheres Spiel zumal als just diese Zinnfiguren sind, und ihren Kindern in die Hände geben können, dies und der allgemeine Beyfall welchen diese Zinnfiguren in Deutschland und des Krieges ohngeachtet auch in Frankreich erhielten, hat mich fest bestimmt die dritte Lieferung zu veranstalten. Hr. Professor Forster hat die Güte für mich, und arbeitet schon wieder an der Beschreibung der Völker und Hr. Prof. Klügel wird die Beschreibung der Thiere ausarbeiten. Bis zur Michael-Messe 1794 wird die dritte Lieferung fertig seyn. Wer vorauszahlt erhält, wenn er 10 Rthlr. zahlt 11 Exemplare. Von der ersten Lieferung, welche, die Abbildung des Urang-Utang, Indio, Gibbon, Bär, Chameleon, Dachs, Damhirsch, Elephant, Faulthier, Giraffe, Budel, türkischer Hund, Hyäne, Kameel, Leopard, Löwe, Muflon, Nilpferd, Ochse, Panther, Rennthier, Rhinoceros, Schupp, Tapier, Tiger, Unze, Vielfraß, Walfisch, Zobel, enthält; sowohl als auch von der zweyten Lieferung welche die Neuseeländer, Mexicaner, Grönländer, Mongolen, Kariben, Neger - in Abbildung liefert, und in welcher man auch die Abgüsse von den Wolf, Klippenspringer, Goldwolf, Ameisenfresser, Hermelin, Schuppethier, Biber, Steinbock, Gemse, Zibeththier, Zebra, Hirschgazelle, Stachelschwein, Frett, Pinche, Veh, und des Hirschebers findet, von beyden Lieferungen kann man zu jeder Zeit Exemplar haben.
1) In Berlin bey Hn. Buchhändler Voß, wie auch bey Hn. Schropp und Compagnie.
2) In Breslau bey Hn. Korn den ältern.
3) In Frankfurt am Mayn bey Hn. Buchhändler Herrmann.
4) In Hamburg bey Hn. Bohn, und bey Hn. Bachmann und Gundermann.
5) In Hannover bey die Buchhändler Gebrüders Helwing und Hn. Hahn.
6) In Königsberg beym Buchhändler Hn. Nicolovius.
7) In Leipzig in allen Buchhandlungen, ganz sicher beym Buchhändler Hn. Köhler.
8) Bey mir.
Halle, den 10 Febr. 1794
Kunsthändler Dereyßig in Halle."
   
  In der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 293 vom 6. September 1794 steht unter "Kleine Schriften":
"Naturgeschichte. Halle, b. Dreyßig: Naturhistorisches ABC Buch, oder Abbildungen von neun und zwanzig merkwürdigen Thieren auf sechs Kupfertafeln, nebst einer Beschreibung ihrer Lebensart. Ein Weihnachtsgeschenk. 72 S. 8. - Ist bloß eine Auswahl von Thierbeschreibungen die zu denen von Hn. D. gefertigten Zinnfiguren gehören, in eine alphabetische Ordnung gestellt, wobey einige Buchstaben mit mehreren Namen versehen wurden. Die Güte jener von Hn. Professor Klügel ausgearbeiteten Beschreibungen ist bereits anerkannt."
   
  Im Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 106 vom 20. September 1794 wird geworben:
"Daß meine Naturhistorischen Zinnfiguren eins der allerherzlichsten und angenehmsten Weihnachts Geschenken für Kinder sind, haben alle gelehrte Zeitungen längst laut genug anerkannt, dieses sowohl wie auch hauptsächlich der Beyfall, mit welchen viele große Herrschaften dieses Project beehrt haben, hat mich aufgemuntert die dritte Lieferung davon als ein Weihnachts Geschenke für Kinder zu veranstalten. Diese 3te Lieferung ist bereits fertig, der Text dazu ist wieder von denen Herren Professor Forster und Klügel in Halle. Der Preis ist 1 Rthlr. 12 gr. Ohne bar eingesendete Gelder bin ich es nicht im Stande etwas davon zu versenden. Halle den 11. Sept. 1794.
Kunsthändler Dreyßig zu Halle im Saalkreise."
   
  Das Inteligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung No. 125 vom 12. November 1794 gibt bekannt, dass beim Kunsthändler Dreyßig in Halle u. a. "Naturhistorische Zinnfiguren, mit Beschreibung von Prof. Forster und Klügel 3te Lief. 1 Rthlr. 12 gr." zu haben sind.
   
1795 Die Allgemeine Literatur-Zeitung veröffentlicht in der Num. 59 vom 27. Februar 1795 unter "Naturgeschichte":
"Halle, b. Dreyssig: Abbildungen merkwürdiger Völker und Thiere in neun und zwanzig zinnernen Abgüssen, nebst einer Beschreibung ihrer Lebensart von D. Johann Reinhold Forster und Georg Simon Klügel, Professor der Naturlehre und Mathematik zu Halle. Zweytes Geschenk für Kinder. 104 S.
Beschreibungen zu den Abbildungen merkwürdiger Völker und Thiere des Erdbodens. Zur Beförderung der Kenntnisse, zur Bildung des Herzens und Vervollkommnung überhaupt für die Jugend entworfen von Forster und Klügel. Drittes Geschenk für Kinder. 152 S. 8. (3 Rthlr.)
Die beiden genannten würdigen Herausgeber fahren hier fort, nützliche Wahrheiten ausgesucht und faßlich vorzutragen; Hr. Prof. Forster äußert sich in den Vorreden zu beiden Bändchen auf eine sehr erwünschte Art, und in den Beschreibungen der Völkerschaften hat er seine große, bestimmte Kenntniß sehr wohl mit Leichtigkeit der Erzählung, und selbst mit für Kinder schicklichen Reflexionen zu verbinden gewußt. Die Beschreibung der Thiere, vom Hn. Prof Klügel, haben ihren anerkannten Werth; die Zinnfiguren selbst aber kann Rec. so wenig, als beym ersten Versuche, vollkommen billigen. Die Umrisse sollten bestimmter, schärfer, die Farben aber angenehmer und reiner seyn. Diese allerdings erreichbare und wohl zu fordernde Vollkommenheit weggerechnet, sind sie fast durchaus im Ganzen sehr treu und kenntlich. Außer der allgemeinen Naturgeschichte des Menschen werden an Völkerschaften beschrieben: Mongolen, Grönländer, Neu-Seeländer, Neger, Mexikaner, Karaiben, Zigeuner, Otaheiter, Patagoner, Tschuktschen, von Thieren aber zusammen auf 38 Arten."
   
  Die Bayreuther Zeitung Nr. 33 vom 17. März 1795 vermeldet in ihrer Beilage u. a. dass in allen Buchhandlungen zu haben sind die "Abbildungen merkwürdiger Völker und Thiere in Zinn, nebst Beschreibung ihrer Lebensart von Herrn Forster und Klügel in Halle. Drey Lieferungen 4 Rthlr. 12 gr. oder 8 fl. 15 kr."
   
  Der Redakteur der Allgemeinen Literatur-Zeitung schreibt in der Nr. 195 vom 18. Juli 1795 u. a.:
"Basedows Idee, allerley instructive Spielsachen für Kinder, als Figuren der Thiere und anderer sinnlicher Natur- und Kunstproducte getreu nachzubilden, und solche auf Jahrmärkten und Messen durch Herumträger um einen recht wohlfeilen Preis an die Kinder des Volks verkaufen zu lassen, ist durch die, unter Direction des Hn. Prof. Klügel in Halle verfertigten Zinnfiguren gewissermaßen realisirt; nur daß kein noch recht wohlfeiler Preis sie den Kindern des Volks kaufbar macht."
   
  Eine Rezension in dieser Ausgabe bemerkt:
"Halle, b. Dreyßig: Abbildungen merkwürdiger Völker und Thiere, nebst einer Beschreibung ihrer Lebensart, von D. Joh. Reinhold Forster und Georg Samuel Klügel, Prof. d. Naturl. und Math. zu Halle. Zweytes Geschenk für Kinder ... ist bloß schätzbar wegen des Textes, der schon bey den dazu gehörigen Zinnfiguren angezeigt worden ist. Die Kupfer sind zum Theil kenntlich, durchaus aber grob, und überdem schlecht bemalt."
   
  In der Beilage zu Nr. 150 der Bayreuther Zeitung vom 15. Dezember 1795 steht noch einmal, jetzt als "Weihnachtsbücher" u. a.: "Abbildungen merkwürdiger Thiere, in zinnernen Abgüssen. Nebst einer Beschreibung ihrer Lebensart von D. Johann Reinhold Forster und Herrn Prof. Johann Simon Klügel. Drey Lieferungen 4 Thlr. 12 gr. oder 7 fl. 54 kr." 
   
  Das vierte Geschenk für Kinder - Abbildungen von Menschen und Thieren, Fischen, Vögeln und Amphibien, nebst Beschreibung ihrer Lebensart wird von Dreyßig herausgegeben.
   
    
Abbildungen von Menschen und Thieren, Fischen, Vögeln und Amphibien, nebst Beschreibung ihrer Lebensart - Viertes Geschenk für Kinder
   
1796 Bei Dreyßig erscheint das Bändchen "Fünftes Geschenk für Kinder" - "Abbildungen einiger Nationen, als: der Deutschen, Russen, Portugiesen, Honduras, Chinesen, Peruaner, und einiger merkwürdiger Thiere, nebst Beschreibung ihrer Lebensart, von D. Johann Reinhold Forster und Georg Simon Klügel".
   
    
Abbildungen einiger Nationen ... und einiger merkwürdiger Thiere - Fünftes Geschenk für Kinder
   
  Im Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 164 vom 7. Dezember 1796 wird u. a. geworben:
"Zinnfiguren von Menschen und Thieren, nebst Beschreibung ihrer Lebensart von Herrn D. J. B. Forster und Herrn Professor Klügel. Fünfte Lieferung. Wenn Prinzenerzieher diese Zinnfiguren selbst ihren Eleven zum Weynachts-Geschenk machen, wenn die gelehrtesten Männer von der Nützlichkeit dieses Projekts laut Zeugniß abgelegt, wie beides der Fall ist, was braucht man mehr als die Erscheinung dieser neuen Lieferung anzukündigen? Sie kostet 1 rthlr. 12 gr.
Man kann diese ... in allen denen Buchhandlungen haben, welche hinter den Titeln der Dreyßigschen Verlagsbücher angemerkt stehen."
   
  Dreyßíg wirbt im Reichs-Anzeiger Nr. 293 vom 17. Dezember 1796:
"Von den naturhistorischen Zinnfiguren liegen bey mir immerfort Exemplare vorräthig, allein selbst an die besten Handlungen kann ich selbige nur gegen baar Geld, so postfrey eingesand werden muß, geben. Man erhält 1/3 Rabbat, das ist alles, was ich nur thun kann, und ich erkläre alle die für Lügner, welche den Liebhabern, so diese so sehr beliebten Zinnfiguren haben wollen, eines andern belehren. Dreyßig, Kunsthändler in Halle."
   
  Im Reichs-Anzeiger Nr. 294 vom 19. Dezember 1796 bietet er u. a. an:
"Abbildungen von fremden Völkern und Thieren in zinnernen Abgüssen. Nebst Beschreibung ihrer Lebensart, vom Herrn Professor Forster und Klügel in Halle, vier Lieferungen. 6 Rthlr."
"Abbildungen naturhistor. Gegenstände, in Zinnabgüssen, fünfte Samm. nebst Beschreibungen von D. J. R. Forster und Herrn Prof. Klügel. 1 Rthlr. 12 gr."
   
1797 In der Allgemeinen Literatur-Zeitung No. 250 vom 8. August 1797 ist folgende Kritik veröffentlicht:
"Halle, b. Dreyßig: Abbildungen von Menschen, Thieren, Fischen, Vögeln und Amphibien, nebst Beschreibung ihrer Lebensart. Viertes Geschenk für Kinder. 166 S. 8.
Ueber die etlichen in das Buch geklebten Papierstreifen, die mit allerley meist sehr groben und unkenntlichen, oder verdorbnen Figuren besetzt sind, wäre eben so wenig etwas zu sagen, als über die Richtigkeit des Ausdrucks auf und hinter dem Titel. Die Beschreibungen der Völkerschaften und der Thiere, so wenig auch der Vortrag für Kinder passend ist, oder völlig musterhaft genennt werden kann, werden hingegen eine unterhaltende und zum Theil nützliche Leserey abgeben."
   
  Nach dem Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 122 vom 30. September 1797 ist die 6. Lieferung der naturhistorischen Zinnfiguren nebst Beschreibung dazu von Forster und Klügel erhältlich. Alle 6 Lieferungen kosten 9 rthl.
   
    
Beschreibung von Menschen, Thieren und Vögeln, nebst deren Abbildungen - Sechstes Geschenk
   
  Kunsthändler Dreyßig in Halle inseriert im Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 110 vom 9. September 1797:
"Ich sehe mich abermahlen, durch neidische und lügenhafte Menschen, gezwungen, laut zu erklären, daß die allgemein beliebten Naturhistorischen Zinnfiguren 4 Lieferungen bey mir immer vorräthig sind, aber nur gegen bare 7 rthl. 12 gr. ord. Zahlung. - Auf Rechnung sind keine vorhanden. Ich bin zu arm um die starken Auslagen zu machen, und zu stolz um nach meinem eigenen Geld zu bitten, zu klug als daß ich mich fernerhin von schlechten Menschen betrügen lassen sollte. An Buchhändler gebe ich 1/3 Rabatt."
   
1798 Lt. dem Intelligenzblatt der Allgmeinen Literatur-Zeitung Nr. 130 vom 8. September 1798 ist die siebente Lieferung der naturhistorischen Zinnfiguren für 1 Rthlr. 12 gr. lieferbar.
   
    
Abbildungen einiger schönen Vögel nebst Beschreibung ihrer Lebensart - Siebendes Geschenk für die Jugend
   
1799 Johann Ernst Fischer heiratet in Halle am 28. April 1799 in zweiter Ehe die Johanne Maria Baersch (* 1772; † 16. November 1811 an Auszehrung *) ), Tochter des verstorbenen Friseurs Johann Christoph Baersch.
Das Ehepaar hat mindestens fünf Kinder: Caroline Friederike Augustine Fischer (* 7. Mai 1799) **), Emilie Louise Wilhelmine Fischer (* 24. März 1801),  Adolph Ernst Eduard Fischer (* 20. April 1804), Ernestine Caroline Amalie Fischer (* 4. Juli 1808; † 7. April 1871 Herzschlag) und August Ernst Adolph Fischer (* 10. Februar 1811).
*) Zeuge bei der Beerdigung u. a. Christian Adolph Buhle
**) Pate bei der Taufe u. a. Christian Adolph Buhle
   
  In der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 178 vom 5. Juni 1799 erscheint die Rezension:
"Halle, b. Dreyßig: Abbildungen einiger schönen Vögel nebst Beschreibung ihrer Lebensart. Siebentes Geschenk für die Jugend. Ohne Jahreszahl. 71 S. Text, 11 Blätter mit illuminirten Holzschnitten und 1 illuminirten Kupfer in Octav. (12 gr.)
Die von dem Verleger gelieferten Zinnfiguren, zu deren siebenten Lieferung wahrscheinlich dieser Text gehört, waren, wenigstens was die ersten Lieferungen betrifft, die Rec. gesehn hat, bey weitem besser, als die hier mitgetheilten elenden Abbildungen, und das wird auch wohl mit der siebenten Lieferung der Zinnfiguren der Fall seyn. Der Text, bey welchem, wie es auch die Vorrede angiebt, vorzüglich Göze und Bechstein benutzt sind, wird den Kindern, für welche er bestimmt ist, eine natürliche und angenehme Unterhaltung gewähren. Er beschäftigt sich nicht nur bald kürzer, bald ausführlicher mit den hier abgebildeten Vögeln, sondern liefert auch einige allgemeine Betrachtungen über die ganze Classe derselben. Statt des Condors ist die Abbildung des Hafengeyers geliefert, welches doch nicht gut ist, da es die Kinder zu unrichtigen Begriffen veranlasst."
   
  Nach dem Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 138 vom 26. Oktober 1799 ist die 8. Lieferung der naturhistorischen Zinnfiguren nebst Beschreibung von D. Forster und Klügel erhältlich. Alle 8 Lieferung kosten 11 Rthlr.
   
    
Abbildungen schöner Bäume und Thiere nebst deren Naturgeschichte - Achtes Geschenk für die Jugend
   
1800 Johann Ernst Fischer betätigt sich vom Jahre 1800 ab bis 1819 neben seiner Graveurtätigkeit mit einem "Commissions-Comptoir" als Vermittler für Immobilien, Hypothekendarlehen etc.
   
     
Inserate des Commissions-Comptoirs im Hallischen patriotischen Wochenblatt
   
  17. Stück vom 25. Januar 1800 und 18. Stück vom 1. Februar 1800:
"In dem Fischerischen Hause sub No. 20 in der großen Ulrichsstraße sind 2 Etagen zu vermiethen, wovon die eine gleich bezogen werden kann."
   
    
Abbildungen schöner Fische nebst Beschreibung ihrer Lebensart - Neuntes Geschenk
   
  Im Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 142 vom 6. September 1800 wird geworben:
"Die 9te Lieferung der naturhistorischen Zinnfiguren wird auf der bevorstehenden Leipziger Messe im kleinen Fürsten-Collegium zu haben seyn. Sie enthält diesmal Gegenstände, die in der Art nie dargestellt worden sind. Kosten wie jede der vorigen 8 Lieferungen 1 Rthlr. 12 gr. Kunsthändler Dreyßig."
   
  In der Num. 207 des Kaiserlich privilegirten Reichs-Anzeiger vom 8. September 1800 wird angekündigt:
"Naturhistorische Zinnfiguren. Die 9te Lieferung der naturhistorischen Zinnfiguren wird zur bevorstehenden Michaelis-Messe bey mir sowohl in Halle auf der Steinstraße in meinem daselbst neu erbauten Hause, als auch zu Leipzig im kleinen Fürsten-Collegium zu haben seyn. Etwas zur Empfehlung dieses für Kinder so nützlichen Spielwerks zu melden, wird dieses mahl noch unnöthiger seyn, da es Gegenstände liefert, die noch niemals in der Art bearbeitet worden sind. Außer dieser Lieferung sind auch die 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. und 8te Lieferungen jede à 1 Rthl. 12 gr. zu haben.
Kunsthändler Dreyßig."
   
1801 28. Stück vom 11. April 1801:
"Von einem vergnügten Kindtaufen [der Tochter Emilie Louise Wilhelmine Fischer] beym Petschaftstecher Fischer sind für die Armen gesammlet und durch die Frau Seidlingen überbracht 1 Rthlr. 10 Gr."
   
  Das zehnte Geschenk für Kinder mit Zinnfiguren von Johann Ernst Fischer ist bei Dreyßig erschienen.
   
    
Abbildungen von schönen Pferden und Ferdervieh nebst Beschreibung ihrer Lebensart - Zehntes Geschenk für Kinder
   
  Im Reichs-Anzeiger Nr. 260 vom 6. Oktober 1801 und Nr. 301 vom 16. November 1801 wird inseriert:
"Die Naturhistorischen Zinnfiguren sind von allen Erziehern als das nützlichste und angenehmste Geschenk für Kinder anerkannt, sie bestehn aus zweihundert und neunzig in Zinn gegossenen und nach der Natur ausgemahlten Figuren, als: Menschen, Thiere, Vögel, Fische, Bäume. Diese Figuren liegen in zehn gleichgeformten Kästchen, zu jedem Kästchen wird eine Beschreibung der darin liegenden Figuren gegeben. Diese Zinnfiguren sind unter der Aufsicht der Herren Professoren Forster und Klügel angefertigt worden. Jeden Kästchen mit Beschreibung kann man apart à 1 Rthl. 12 gr. , alle zehn Lieferungen also für 15 Rthlr. haben. Friedrich Christoph Dreyßig, Buch- und Kunsthändler in Halle; und Meßzeiten in Leipzig auf der Ritterstraße im kleinen Fürsten-Collegium zu finden."
   
  Im 128. Stück des Jahrbuches der neuesten Literatur vom 25. November 1801 steht:
"Halle, b. Dreyßig: Naturhistorisches ABC Buch oder Abbildungen von merkwürdigen Thieren etx., von G. J. Klügel und J. R. Forster. Erstes bis Zehntes Bändchen (kostet mit den dazu gehörigen zehn Lieferungen von Zinnfiguren 15 Thlr.) 8. 1801.
Die zehn Bändchen dieser Naturgeschichte werden unter verschiedenen Titeln, welche den besondern Inhalt eines jeden Stücks anzeigen, auch ins besondere ausgegeben und verkauft, und machen folglich kein System, aber doch ein recht artiges Ganzes aus, wodurch den Kindern wohlhabender Eltern eine recht nützliche Unterhaltung verschafft werden kann. Nur das erste, zweyte, dritte und fünfte Bändchen sind von den oben genannten berühmten Gelehrten verfaßt, die übrigen liefern die Beschreibungen aus bewährten Naturgeschichtsbüchern und Reisebeschreibungen, welche in die Hände der Kinder nicht kommen. Im Ganzen findet man die Beschreibungen zweckmäßig und die Kupfer zwar nicht schön, aber doch nach guten Abbildungen gestochen. Man findet darin die Menschen und Völker, die vierfüßigen Thiere, Fische, Vögel und Amphibien, so wie auch einige Bäume und Pflanzen beschrieben. Das Angenehmste für die Kinder werden aber unstreitig die Zinnfiguren seyn, die so sauber und fein gestochen sind, daß sie selbst erwachsenen Leuten zur Unterhaltung nützen könnten, und einen sehr großen Vorzug vor den gewöhnichen kleinen Sachen haben, die ohne Plan und Zweck blos auf unnützen Zeitvertreib berechnet sind. In den zehn Kästchen, welche jetzt verkauft werden, sind die Thiere, Bäume etc. so vertheilt, daß sie zu den einzelnen Beschreibungen passen, und jedes Kästchen wird auch einzeln mit der Beschreibung zu 1 Thlr. 12 gr. verkauft."
  11. Stück vom 12. Dezember 1801 und 12. Stück vom 19. Dezember 1801:
"Einem geehrten in- und auswärtigen Publikum macht Unterschriebener als ein Weihnachtsgeschenk für Kinder ergebenst bekannt, daß bey ihm Zinnfiguren in Schachteln, die Schachtel zu 4 und 8 Groschen, verfertigt und verkauft werden. Den damit handelnden Publikum, als Kunsthändlern, Klempnern und Nadlern, wird ein ansehnlicher Rabatt gegeben. Fischer, Petschaftstecher in Halle."
   
1801/1802 Friedrich Christoph Dreyßig führt in seinem "Dreyzehnten Verzeichniß der Bücher, Kunstsachen, Weihnachts-, Neujahrs-, Geburts- und Meß-Geschenke" für das Jahr 1801 bis 1802, das im Hallischen patriotischen Wochenblatt, 10. Stück vom 5. Dezember 1801 abgedruckt ist, unter der Pos. 208 u. a. auf:
"Zinnfiguren. Schäfereyen, 10 Gr.  Jägereyen, 10 Gr.  Hühnermädchen, 10 Gr.  Viehweide, 10 Gr.  Husaren, 10 Gr.  Dragoner, 10 Gr.  Kürasier, 10 Gr.  Kosacken, 10 Gr.  Kroaten, 10 Gr.  Amazonen, 10 Gr.  Engländer, 10 Gr., desgleichen auch die Schachteln zu 5 Gr.  Allerley einzelne Figuren, Menschen, Thiere, Vögel, Fische, Bäume, das Stück zu 1, 2 und 3 Gr."
Unter der Pos. 333: Die natur-historischen Zinnfiguren sind von Herrn Pro. Jacob, Niemeyer, Sprengel, Rüdiger und sonst auf allen Akademien als das nützlichste und angenehmste Geschenk für Kinder anerkannt. Sie bestehen aus 290 von Zinn gegossenen und nach der Natur angemahlten Figuren: Menschen, Thiere, Vögel, Fische, Bäume, nebst der Beschreibung von Hrn. Prof. J. R. Forster, und Hrn. Prof. Klügel in Halle. Der Preis für jede einzelne Lieferung, nebst Beschreibung ist 1 Rthlr. 12 Gr.   Alle zehn Lieferungen kosten 15 Rthlr." 
   
1802 In der "Bibliothek der Pädagogischen Literatur ..." vom September 1802 steht:
"Neues Jagdspiel zum Nutzen und Vergnügen für die Jugend; nebst einer kurzen Beschreibung des Holzes, der Jagd, jagdbaren Thiere, einem Jagdliedchen, von C. A. B. Auch einem Kästchen mit 38 Zinnfiguren gefertigt (verfertigt) vom (von dem) Graveur Fischer. Halle, J. G. Ruff. 1802. (1 Rthl. 9 Gr.)

Im "Anzeiger der Pädagogischen Bibliothek zu des dritten Bandes drittem Stücke" wird dies ergänzt:
"Auf 32 S. Text findet man hier die allgemeinern, auch jedem angenehmen und nützlichen, Begriffe von der Jagd und dem Forstwesen; eine Beschreibung der Jagdbaren Thiere, und ein Spiel für die Kleinen. Der Verf. hat gute Quellen, namentlich Bechstein, auf eine seinem Zwecke angemessene Art benutzt. Sein Vortrag ist einfach, durchweg verständlich und lehrreich, und da er überdem einen von Jugendschriftstellern noch wenig, oder vielleicht noch gar nicht benutzten Gegenstand für die Jugend bearbeitet hat, so kann es der kleinen Schrift wohl nicht an Beyfall fehlen. Auch das Jagdspiel, das mit Würfeln um die Zinnfiguren geschieht, ist nicht unrecht, und auf Wiederholung der durch die Lektüre erlangten Jagdkenntnisse angelegt. Die Zinnfiguren sind freylich nur sehr mittelmäßig, allein bey dem Preise läßt sich billig auch wohl nicht mehr fordern.   t t."
   
  Im Allgemeinen Verzeichniß der Bücher, welche in der Frankfurter und Leipziger Ostermesse des 1802 Jahres entweder ganz neu gedruckt, oder sonst verbessert wieder aufgelegt worden sind, auch inskünftige noch herauskommen sollen ist u. a. aufgeführt:
"Jagdspiel, neues, zum Nutzen und Vergnügen f. d. Jugend; nebst einer Beschreib. des Holzes, der Jagd u. jagdbarer Thiere; auch einem Kästchen mit 38 Zinnfiguren, gefertiget v. Graveur Fischer. 8. (Halle, Ruff in Comm.)"
   
    
"Neues Jagdspiel zum Nutzen und Vergnügen für die Jugend; nebst einer kurzen Beschreibung des Holzes, der Jagd, jagdbaren Thiere, und einem Jagdliedchen" von C. A. Buhle, Halle, gedruckt bei Johann Gottfried Ruff, 1802
   
  Das Münchner Tagblatt vermeldet:
"Deutsche Industrie. Ist es nur Berchtesgadner- und andere Spielwaare, Puppen und Zappelmännchen, die man den Kindern zum Spielen geben kann ? - oder könnte man ihnen nicht auch ein vernünftiges, nützlichen, und sie selbst im Spielen unterrichtendes Spielzeug kaufen ? - Diese Frage ist durch die - - naturhistorischen Zinnfiguren gelöset, welche bey Dreyßig in Halle zu haben sind.
Alle Erzieher haben sie bereits als das nützlichste und angenehmste Geschenk für Kinder anerkannt. Sie bestehend aus 290 in Zinn gegossenen und nach der Natur ausgemahlten Figuren, als: Menschen, Thieren, Vögeln, Fischen, Bäumen. Diese Figuren liegen in 10 gleichgeformten Kästchen; zu jedem Kästchen wird eine Beschreibung der darinn liegenden Figuren gegeben. Diese Zinnfiguren sind unter der Aufsicht der Hrn. Professoren Forster und Klügel gefertigt worden. Jedes Kästchen mit Beschreibung kann man a part à 1 Rthlr. 11 Gr., alle 10 Lieferungen also für 15 Rthl. haben.
Sollte sich in Baiern kein Künstler finden, der Lust hätte, diese Idee nachzuahmen, um seiner vaterländischen Jugend diese Figuren wohlfeiler in die Hände zu spielen, und so sich und dem Lande Geld zu gewinnen ? - - "
   
  11. Stück vom 11. Dezember 1802 und 12. Stück vom 18. Dezember 1802:
"Folgende Weihnachtsgeschenke für Kinder werden bey Unterschriebenem verfertigt und verkauft:
1) neues Jagdspiel mit 38 Zinnfiguren und natur-historischer Beschreibung nebst Anweisung zum Jagdspielen und einem Jagdliedchen 1 Thlr. 9 Gr. Für die Buchhandlungen hat Herr Ruff Versendungen dieses Jagdspiels übernommen;
2) allerley Gegenstände in Schachteln zu 4 und 8 Gr., als: allerley Militair, sowol Cavallerie als Infanterie und Artillerie;
3) Schäfereyen, Hühnermägden, Gänseheerden, Bärentanz, Pferde-, Küh- und Ziegenweiden und andere Sachen mehr.
Den damit Handelnden wird ein ansehnlicher Rabatt gegeben. Briefe müssen postfrey eingesendet werden, und bittet um geneigten Zuspruch der Petschaftstecher Fischer in Halle."
   
  Das elfte Geschenk für Kinder mit Zinnfiguren von Johann Ernst Fischer ist bei Dreyßig erschienen.
   
    
Beschreibung merkwürdiger Bäume, Thiere, Vögel und Menschen - Elftes Geschenk für Kinder
   
In der "Beylage zu No. 204 vom 22. Dezember 1802 und No. 206 vom 25. Dezember 1802 des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten" steht:
"Die Naturhistorischen Zinnfiguren sind von allen Erziehern als das nützliche und angenehmste Geschenk für Kinder anerkannt; sie bestehen aus 320 in Zinn gegossenen und nach der Natur ausgemahlten Figuren, als: "Menschen, Thiere, Vögel, Fische, Bäume." Diese Figuren liegen in eilf [sic!] gleichgeformten Kästchen, zu jedem Kästchen wird eine Beschreibung der darin liegenden Figuren gegeben. Die Zinnfiguren sind unter der Aufsicht der Herren Professoren Forster und Klügel angefertigt worden. Jedes Kästchen mit Beschreibung kann man apart à 1 Rthlr. 12 Gr., alle eilf [sic!] Lieferungen also für 16 Rthlr. 12 Gr. bekommen: 1) bey dem Buchhändler Herrn Kratzsch in Hamburg, 2) bey Hrn. Schroop und Comp. in Berlin, 3) bey Herrn Hartmann und 4) in Halle bey dem Verleger
Friedrich Christoph Dreyßig, Kunst- und Buchhändler."
   
1803 Im Allgemeinen Verzeichniß der Bücher, welche in der Frankfurter und Leipziger Ostermesse des 1803 Jahres entweder ganz neu gedruckt, oder sonst verbessert wieder aufgelegt worden sind, auch inskünftige noch herauskommen sollen wird u. a. darauf hingewiesen:
"Etwas aus der Mythologie für die wißbegierige Jugend v. C. A. B****. Nebst e. Kästchen m. 12 Zinnfig. welche die merkwürdigsten Götter u. Göttinnen vorstellen, v. Graveur Fischer. 8. (Halle, Ruff in Comm.)"
   
     Etwas aus der Mythologie für die wißbegierige Jugend - Erste Lieferung
   
  14. Stück vom 1. Januar 1803:
"Verschiedene Kinderspiele mit Zinnfiguren, als: Neujahrs- und Geburtstags-Geschenke, sind bey Unterschriebenem zu haben, besonders empfiehlt man ein neues Jagdspiel, mit Anleitung es zu spielen, nebst einem Plan, wie die Figuren geordnet werden müssen. Der Preis ist 10 Gr.
Fischer, Petschaftstecher, wohnhaft in seinem Hause auf der großen Ulrichsstraße sub No. 20."
   
  Das Intelligenzblatt der Zeitung für die elegante Welt Nr. 16 vom 19. April 1803 und im Litterarischen und artistischen Anzeiger (Beilage  zum Freimüthigen) Nr. 68 vom 29. April 1803 wird u. a. mitgeteilt:
"Im J. G. Ruffschen Verlage in Weimar und Halle erscheinen zur diesjähr. Leipz. Jubilatemesse folgende neue Bücher:
Etwas aus der Mythologie für die wißbegierige Jugend, nebst einem Kästchen mit 12 Zinnfiguren, welche die merkwürdigsten Götter und Göttinnen vorstellen; gefertigt vom Graveur J. G. [sic!] Fischer in Halle.

Jagdspielchen, unterhaltendes, für freundschaftliche Zirkel, mit 17 Zinnfiguren; nebst Plan, worauf die Figuren gestellt werden, Erklärung und dazu gehörige Tabelle.
   
  44. Stück vom 30. Juli 1803, 45. Stück vom 6. August 1803, 50. Stück vom 10. September 1803 und 52. Stück vom 24. September 1803:
"In des Petschaftstechers Fischer Hause auf der großen  Ulrichsstraße sind 2 Etagen mit oder ohne Meubles zu vermiethen."
   
  Folgende Leserbriefe sind in "Der Reichs-Anzeiger, Jahrgang 1803, Erster Band" abgedruckt:
In No. 10 vom 13. Januar 1803:
"Anfrage. Es besitzt jemand drey Thierfiguren von Zinn, die sehr sauber mit Oelfarben nach der Natur colorirt sind, und auf dem Fußgestellt folgende Inschrift haben:
Cervus Tarandus Sibirious, Cervus Tarandus Mas, Cervus Terandus foemina
Sie sind sowohl in der Zeichnung als im Colorit weit vorzüglicher, als diejenigen, welche Dreyßig in Halle verkauft. Wo sind solche zu haben?
Diese Anfrage wünscht man im R. A. beantwortet zu lesen."

In No. 52 vom 24. Februar 1803:
"Beantwortung der Anfrage nach Zinnfiguren.
Auf die Anfrage im 10 St. des R. A. d. J. wo die sauber nach der Natur mit Oelfarbe colorirten Zinnfiguren, nämlich:
Cervus Tarandus Sibirious, Cervus Tarandus Mas, Cervus Terandus Femina
zu haben sind, dienet hiermit zur Antwort, daß solche nebst noch mehr andren dergleichen zur Natur-Geschichte gehörigen Figuren, bey Unterzeichnetem zu finden sind.
Ein gedrucktes Verzeichniß hierüber mit einer genauen Beschreibung unsers sämmtlichen Verlags nebst beygesetzten Preisen ist bey uns ebenfalls für 6 Kr. rheinl. zu bekommen. Briefe und Gelder aber erbitten wir uns frey.
Joh. Gottfried Hilpert, seel. Erbe und Johann Ludw, Stahl - Graveur und Kunsthändler in Nürnberg, Sect. L, Nro. 72."

In No. 122 vom 10. Mai 1803:
"Auf die Anfrage im R. A. Nr. 10 *) gibt Unterschriebener folgende Nachricht: der Verfertiger der Thierfiguren ist mir zwar nicht bekannt; indessen kenne ich einen Künstler, der dem Anfrager, wie ich in dieser Arbeit von seinen Künstler-Talenten hoffe, hinlänglich ein Genüge leisten wird, sobald man ihm nur gute Zeichnung und richtige Colorite liefern würde.
Es käme demnach auf einen Versuch an, wozu ich einen Privatbriefwechsel dem Anfrager hierdurch, wenn ihm daran gelegen seyn sollte, ergebenst vorschlage; Briefe werden portorey erbethen. Halle an der Saale, den 20. Jan. 1803.
C. A. Buhle, Subrector am Königl. Reform. Gymnas.
*) Vergl. die Antw. in Nr. 52 S. 704, der Redact."
   
  Beim Kunsthändler Dreyßig in Halle ist das zwölfte Geschenk für Kinder mit Zinnfiguren von Johann Ernst Fischer erschienen.
   
    
Abbildungen von Menschen, Thieren und Vögeln nebst Beschreibung ihrer Lebensart - Zwölftes Geschenk für Kinder
   
  Die Staats- und gelehrte Zeitung des Hamburgischen Correspondenten No. 179 vom 9. November 1803 druckt folgendes Inserat ab:
"Die naturhistorischen Zinnfiguren sind von Herrn Professor Jakob, Niemeyer, Sprengel, Rüdiger und sonst auf allen Akademien als das nützlichste und angenehmste Geschenk für Kinder anerkannt. Sie bestehen aus 319 von Zinn gegossenen und nach der Natur angemalten Figuren, als: Menschen, Thiere, Vögel, Fische, Bäume, nebst der Beschreibung von Herrn Prof. Forster und Herrn Prof. Klügel in Halle. Der Preis für jede einzelne Lieferung nebst Beschreibung ist 1 Rthlr. 12 Gr.
Alle 12 Lieferungen kosten 18 Rthlr. bey dem Buchhändler Herrn Hoffmann in Hamburg. Außerdem sind zu haben: 1. Die Jagd. 2. Die Schäferey. 3. Der Taubenschlag. 4. Der Hirt mit seinem Vieh. 5. Musketier. 6. Grenadier. 7. Husaren. 8. Dragoner. 9. Cosacken. 10. Cüraßier. 11. Croaten. 12. Der Fischteich. Jede Schachtel kostet 10 Gr. Wer damit handelt, erhält Rabatt. Ich bitte, die Bestellungen bald zu machen. Dreyßig, Kunsthändler in Halle."
   
  In der Nr. 179 vom 9. November 1803, Nr. 183 vom 16. November 1803, Nr. 187 vom 23. November 1803 und Nr. 207 vom 28. Dezember 1803 des Hamburgischen Correspondenten ist auch diese Anzeige veröffentlicht:
"Die naturhistorischen Zinnfiguren sind von Herrn Professor Jakob, Niemeyer, Sprengel, Rüdiger und sonst auf allen Akademien als das nützlichste und angenehmste Geschenk für Kinder anerkannt. Sie bestehen aus 319 von Zinn gegossenen und nach der Natur angemalten Figuren, als: Menschen, Thiere, Vögel, Fische, Bäume, nebst der Beschreibung von Herrn Prof. Forster und Herrn Prof. Klügel in Halle. Der Preis für jede einzelne Lieferung nebst Beschreibung ist 1 Rthlr. 12 Gr.
Alle 12 Lieferungen kosten 18 Rthlr. bey den Buchhändlern, Herren Kratzsch und Wettach, kleine Johannisstraße No. 9 in Hamburg, in Berlin bey Herren Schropp und Comp., in Riga bey Herrn Hartmann und bey Friedrich Christoph Dreyßig, Kunst- und Buchhändler in Halle."
Die zwölf Lieferungen Zinnfiguren sind auch in der Hoffmannschen Buchhandlung in Hamburg zu haben.
   
  In der Beilage des Hamburgischen Correspondenten Nr. 195 vom 7. Dezember 1803 ist u. a. abgedruckt:
"Als sehr angenehme, nützliche und lehrreiche Weihnachtsgeschenke für die Jugend empfehlen wir folgende Schriften und Spiele:
1) Neues Jagspiel zum Nutzen und Vergnügen für die Jugend, nebst einer kurzen Beschreibung des Holzes, der Jagd und jagdbaren Thiere; von C. A. Buhle, Lehrer der Naturgeschichte auf der Friedrichs-Universität in Halle. Nebst einem Kästchen mit 38 Zinnfiguren, gefertigt vom Graveur Fischer. 1 Rthlr. 9 Gr.
2) ...
3) Unterhaltungen aus der Mythologie, für die wißbegierige Jugend, von C. A. Buhle. Nebst einem Kästchen mit 12 Zinnfiguren, welche die merkwürdigsten Götter und Göttinnen vorstellen. 1 Rthlr. 9 Gr.
Sie sind sämmtlich durch jede Buchhandlung von uns zu erhalten.
Halle, im November 1803. Rengersche Buchhandlung."
   
1803/1804 65. Stück vom 24. Dezember 1803 und 2. Stück vom 7. Januar 1804:
"Es sind 2 Etagen mit oder ohne Meubels zu vermiethen, und im erforderlichen Fall sogleich zu beziehen in dem Hause des Petschaftstechers Fischer auf der großen Ulrichsstraße . Halle, am 19ten Dec. 1803."
   
1804 In den "Annalen der Physik", Jahrgang 1804, ist bei "Neue Verlagsbücher der Rengerschen Buchhandlung in Halle zur Michaelismesse 1804" u. a. verzeichnet:
"Buhle, A. C., Unterhaltungen aus den 4 ersten Klassen des Thierreichs, für die wißbegierige Jugend. Nebst einem Kästchen mit 32 dazu gehörigen, nach guten Originalzeichnungen angefertigten Zinnfiguren vom Graveur Fischer in Halle. Erste Lieferung. 1 thl. 12 gr."
   
     Etwas aus der Mythologie für die wißbegierige Jugend - Zweite Lieferung  
   
  In der "Bibliothek der Pädagogischen Literatur, September und October 1804" wird unter "erschienenen pädagog. Schriften" u. a. aufgeführt:
"Abbildungen von Menschen und Thieren, 13te Lieferung, Halle, Dreyßig.
Dieselben in Zinnfiguren, 13te Lieferung. Ebend." 
   
  Das dreizehnte Geschenk für Kinder ist von Dreyßig herausgegeben worden.
Ein Exemplar ist in keiner Bibliothek zu finden!
   
  10. Stück vom 3. März 1804 und 11. Stück vom 10. März 1804:
"Es sind im Hause des Petschaftstechers Fischer auf der großen Ulrichsstraße 2 Etagen mit oder ohne Meubles, einzeln oder zusammen, auf künftige Ostern zu vermiethen."
   
  11. Stück vom 10. März 1804:
"Es ist ein krystallenes Petschaft mit einem Gräflichen Wappen gravirt, abhanden gekommen, worauf sich 3 Kronen, und die Figuren, ein Löwe, ein Einhorn und ein Adler befinden. Die Einfassung ist von Gold, wovon oben der Henkel abgebrochen und ganz fehlt. Sollte Jemand dieses Petschaft zu Gesicht bekommen, so kann er solches an den Petschaftstecher Fischer abliefern, und hat ein angemessenes Douceur zu erwarten; vorzüglich werden aber die Herrn Juweliers und die Wohllöbliche Judenschaft ersucht, darauf aufmerksam zu seyn."
   
  Eine Buchbesprechung über das 1802 erschienene Neue Jagdspiel findet sich in Nr. 250 vom 31. August 1804 der Allgemeinen Literatur-Zeitung unter Kleine Schriften:
"JUGENDSCHRIFTEN. Halle, b. Ruff: Neues Jagdspiel zum Nutzen und Vergnügen für die Jugend; nebst einer kurzen Beschreibung des Holzes, der Jagd, jagdbaren Thiere, einem Jagdliedchen, von C. A. B..., auch einem Kästchen mit 38 auserlesenen Zinnfiguren, gefertigt vom Graveur Fischer. 1802. 82 S. 8. (1 Rthl. 9 gr.) - Die in dem Büchelchen angegebenen Spiele mit den Zinnfiguren werden den Kindern ohne Zweifel Vergnügen machen; aber an der Beschreibung des Holzes u. s. w. möchten wohl Kinder in dem Alter schwerlich Gefallen finden. Die Beschreibung selbst ist gut und richtig, nur für Kinder zu trocken und ernsthaft, und ihrer Fassungskraft nicht angemessen. Einige Anekdoten von jedem vorgestellten Thiere scheinen dem Rec. zweckmäßiger zu seyn, als ausführliche und schulgerechte Beschreibungen, wofür spielende Kinder noch keinen Sinn haben. - Warum mag doch der Vf. die Kinder immer mit Sie anreden? S. 9.: "Doch werden Ihnen, wenn Sie sie darum bitten, Ihre lieben Lehrer oder Vorgesetzten von der Benutzung der einzelnen Producte mehr noch zu sagen." Dieß zugleich als eine kleine Probe des Stils. Unbekümmert wird nicht mit dem Genitiv zusammengesetzt, wie S. 12. geschehen ist."
   
  Der "Kaiserlich privilegirte Reichs-Anzeiger Num. 323" vom 28. November 1804 veröffentlicht:
"1) Neues Jagdspiel zum Nutzen und Vergnügen für die Jugend; nebst einer kurzen Beschreibung des Holzes, der Jagd und jagdbaren Thiere und einem Jagdliedchen von C. A, Buhle. Auch einem Kästchen mit 38 Zinnfiguren, verfertigt vom Graveur Fischer in Halle.
2) Unterhaltungen aus der Mythologie für die wißbegierige Jugend von C. A. Buhle. Nebst einem Kästchen mit 12 Zinnfiguren, welche die merkwürdigsten Götter und Göttinnen vorstellen verfertigt vom Graveur J. F. [sic!] Fischer. 1 thlr. 12 gr.
Beyde Schriften haben, wie der Inhalt zeigt einem erfahrnen Padagogen und einem geübten Künstler ihr Daseyn zu verdanken. Beyde sind bis jetzt die einzigen in ihrer Art und verdienen schon in dieser Hinsicht als etwas besonderes empfohlen zu werden. Nr. 1 findet man in Gutsmuths Bibliothek der pädagogischen Literatur 3r Bd .4s St. Jahrgang 1802 sehr vortheilhaft beurtheilt. Nr. 2 verdient eben diese Empfehlung und jeder, der es für seine Kinder und Zöglinge kauft, wird es nicht ohne Nutzen und Vergnügen gethan haben. Vorzüglich eignen sie sich zu angenehmen Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken."
   
  Dieser Text findet sich auch im Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung Num. 200 vom 15. Dezember 1804 mit dem Zusatz "... Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken, und sind durch alle Buchhandlungen von uns zu erhalten: Rengersche Buchhandlung."
   
  51. Stück vom 15. Dezember 1804:
"Als Weihnachtsgeschenke für schon erwachsene Kinder sind bey Endesunterzeichneten, Zwey und dreyßig nach den ausgemahlten Zinnfiguren zu Buhlens Unterhaltungen aus den 4 ersten Classen des Thierreichs in einem Kästchen; desgleichen die Mythologie; das große und kleine Jagdspiel mit Text auch von Buhle und noch mehrere andere für kleinere Kinder zweckmäßige Spielsachen, als Taubenflug, Fischerey, Gänse, Kuhweide, Cavallerie und Infanterie etc. in billigen Preisen zu haben.
Johann Ernst Fischer, große Ulrichsstraße Nr. 20"
   
  Im Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung Num. 206 vom 26. Dezember 1804 steht:
"Kunstsachen. Die natur-historischen Zinnfiguren sind von allen Erziehern als das nützlichste und angenehmste Geschenk für Kinder anerkannt, sie bestehn aus 377 in Zinn gegossenen und nach der Natur ausgemalten Figuren, als: Menschen, Thiere, Vögel, Fische, Bäume. Zu jedem Kästchen wird eine Beschreibung der darin liegenden Figuren gegeben. Diese Zinnfiguren sind unter der Aufsicht der Herren Professoren Forster und Klügel angefertigt worden. Jedes Kästchen mit Beschreibung kann man apart à 1 Thlr. 12 gr. , alle dreyzehn Lieferungen also für 19 Thlr. 12 gr. durch jede gute Buchhandlung haben. In Halle wendet man sich deßhalb an die neue Societäts-Kunst- und Buchhandlung, wie auch an den Kunsthändler Dreyßig."
   
  Von Christian Adam Adolph Buhles Erzählungen aus der Mythologie, für die Jugend, ist die dritte Lieferung mit einem Kistchen Zinnfiguren bei Renger in Halle erschienen.
   
     Figuren-Beispiele aus der dritten Lieferung der Erzählungen aus der Mythologie für die wißbegierige Jugend
   
  Christian Adam Adolph Buhle gibt das Büchlein "Neues Fischspiel zum Nutzen und Vergnügen für die Jugend nebst einer kurzen Beschreibung des Wassers, der Fischjagd, Fische und Muscheln" mit Zinnfiguren von Johann Ernst Fischer in Halle heraus.
   
    
Neues Fischspiel zum Nutzen und Vergnügen für die Jugend nebst einer kurzen Beschreibung des Wassers, der Fischjagd, Fische und Muscheln
  
   
1805 Die Allgemeine Literaturzeitung  berichtet in der Num. 4 vom 4. Januar 1805 unter "Jugendschriften":
"Halle, b. Renger: Unterhaltungen aus der Mythologie für die wißbegierige Jugend, von C. A. Buhle, Lehrer der Naturgesch. auf der k. Friedr. Univers. zu Halle; nebst einem Kästchen mit 12 Zinnfiguren, welche die merkwürdigsten Götter und Göttinnen vorstellen, verfertigt vom Graveur Fischer. 1804. VI u. 78 S. 8. (1 Rthlr. 12 gr.)
Die Zinnfiguren ... sind eine Nachahmung der beliebten naturhistorischen Figuren, wovon mehrere Jahrgänge in Halle erschienen sind. Da aber Mythologie sich doch nicht eigentlich zu einem Spielzeuge für Kinder, die solche Figuren handhaben mögen, eignet: so ist die Wahl der Gegenstände vielleicht nicht die glücklichste. Indeß glauben wir gern, daß diese artigen und geschmackvollen Figuren der Götter und Göttinnen (nur Venus ist nicht reizend und schön, und Ceres hat nicht das Ansehen einer Matrone) Kinder vergnügen und ihnen im Spiele einige vorläufige Bekanntschaft mit der Mythologie beybringen werden, zum Nachzeichnen reizen können. Der Commentator hätte sich jedoch kürzer fassen, nicht so viel über Mythologie räsonnieren und deuteln, seine frommen Betrachtungen (wie S. 59), auch seinen Anhang über allegorische Personen, wo unter andern (S. 14) die Vorstellung vom Tode eben nicht im Geist der Antike geschrieben ist, zurückhalten, und sich bloß auf eine kurze Erläuterung der 12 Zinnfiguren (die man bunt, weiß und nach Art der Antike gemalt haben kann) beschränken sollen."
   
  Im Reichs-Anzeiger Nr. 14 vom 16. Januar 1805 werden neue Verlagsbücher der Rengerschen Buchhandlung in Halle vom Jahre 1804 vorgestellt, u. a.:
"Buhle, C. A., Unterhaltungen aus der Mythologie für die Jugend. Nebst einem Kästchen mit 12 Zinnfiguren, welche die merkwürdigsten Gottheiten vorstellen. 1 thlr. 9 gl.
Unterhaltungen aus der Naturgeschichte, nach Anleitung meines Handbuchs. Nebst einem Kästchen dazu gehöriger Zinnfiguren, vom Graveur Fischer. Erste Lieferung. 1 thlr. 12 gl."
   
  5. Stück vom 2. Februar 1805:
"Es ist von Ostern an, ein sehr geräumiger großer Laden, nebst daran stoßender Stube und Kammer, Küche, und eine an diese stoßendes Stübchen, auch Keller und Bodenraum; außer diesem Logis aber noch eine Stube und Kammer mit und ohne Meubles 3 Treppen hoch, in meinem in der großen Ulrichsstraße belegenen Hause zu vermiethen. Johann Ernst Fischer, Petschaftstecher."
   
  Die Allgemeine Literatur-Zeitung schreibt in der Num. 270 vom Oktober 1805:
"Halle, b. Fischer u. in Comm. d. Renger Buchh.: Belehrende und nützliche Unterhaltungen aus den vier ersten Klassen des Thierreichs für die wißbegierige Jugend. Von C. A. Buhle, Lehrer der Naturgechichte auf der Königl. Friedrichs-Universität in Halle u. s. w. Nebst einem Kästchen mit 32 dazu gehörigen nach guten Original-Zeichnungen angefertigten Zinnfiguren, vom Graveur Fischer. Erste Lieferung 1805. 126 S. 8. (1 Rthlr. 12 gr.)
Nach der Absicht des Vfs. soll dieß Werk der Commentar zu dessen Handbuche der Naturgeschichte des Thierreichs für die obern Classen u. s. w. seyn. Dazu mag es allerdings mit Nutzen gebraucht werden können, ob es gleich dem Rec. keine besondern Vorzüge zu haben scheint. Zuweilen hat sich der Vf. die Arbeit ziemlich leicht gemacht und die benutzten Hülfsmittel fast ganz wörtlich abgeschrieben. Man vergleiche z. B. die Beschreibung des gemeinen Straußes mit der in Funk's Naturgeschichte. - Die dazu gehörigen Zinnfiguren sind gut; nur in Ansehung des Colorits stehn sie schönen Kupfern nach."
   
  In der Beilage zu den Frankfurter Frag- und Anzeige-Nachrichten No. 104 vom 13. Dezember 1805 ist im "Verzeichniß einiger Bücher und Kunstwerke, welche sich zu Weihnachts- und Neujahrs-Geschenken eignen und nebst mehreren andern zu haben sind in der Brönnerischen Buchhandlung in Frankfurt am Mayn 1805" u. a. enthalten:
"Buhle (C. A.) belehrende und nützliche Unterhaltungen aus den vier ersten Klassen des Thierreichs für die Jugend, 1te und 2te Lieferung, nebst 64 Zinnfiguren vom Graveur Fischer, in 2 Kästchen, 8. Halle, fl. 7. 12 kr."
   
  Die J. C. B. Mohr's Buchhandlung wirbt in der "Erste Fortsetzung des Verzeichnisses von Büchern und Kunstsachen zur Belehrung und Unterhaltung für die Jugend" in der Beilage zu den Frankfurter Frag- und Anzeige-Nachrichten No. 105 vom 17. Dezember 1805 u. a.:
"Buhle belehrende und nützliche Unterhaltungen, aus den vier ersten Classen des Thierreichs in 2. Kstchn. mit 64 dazu gehörigen nach guten Original-Zeichnungen angefertigten Zinnfiguren, vom Graveur Fischer, 1te 2te Liefr. 8.  7 fl. 15 kr."
"Buhle neues Jagdspiel zum Nutzen und Vergnügen für die Jugend, nebst einer kurzen Beschr. des Holzes, der Jagd, jagdbarenThiere etc. mit 38. auserlesenen Zinnfiguren, angefertigt vom Graveur Fischer 8.  3 fl. 15 kr."
"Buhle unterhaltendes Jagdspielchen für freundschaftliche Zirkel mit 17 Zinnfiguren, in 1 Kächstch. [sic!] nebst Erklär. vom Graveur Fischer 8. das.  1 fl. 15 kr."
   
  51. Stück vom 21. Dezember 1805:
"Zinnfiguren. Einem geehrten Publiko empfiehlt sich mit nützlichen und belehrenden Zinnfiguren mit und ohne Beschreibung Endesgenannter als Selbstverfertiger der Zinnfiguren, als:
1) Zwey Lieferungen Naturgeschichte aus den vier ersten Klassen des Thierreiches, mit 63 Zinnfiguren, nebst Beschreibung vom Herrn Inspector Buhle, jede Lieferung 1 Thlr. 12 Gr. - 2) Großes Jagdspiel mit 38 Zinnfiguren, nebst Beschreibung von demselben Verfasser, 1 Thlr. 9 Gr. - 3) Kleines Jagdspiel mit 17 Zinnfiguren, nebst Plan und gedruckter Anweisung von demselben Verf. 12 Gr. - 4) 24 mythologische Zinnfiguren, in zwey Lieferungen, nebst Beschreibung von demselben Verf. Jede Lieferung 1 Thlr. 9 Gr.
Ferner ohne Beschreibung.
5) Verschiedenes Militair zu Fuß, die Schachtel 4, 8 und 9 Gr. - 6) Leichte und schwere Kavallerie, die Schachtel 4 und 8 Gr. - 7) Allerley Gegenstände, die Schachtel 4 und 8 Gr. - 8) Verschiedene Gegenstände, größere Figuren, die Schachtel 9 Gr. - 9) Kürassiere in Kästchen mit Trompeten, Pauken und Standarten, das Kästchen 18 Gr. - 10) Dergleichen Dragoner, das Kästchen 18 Gr. - 11) Passagiere zum Post- und Reisespiel, das Dutzend 5 Gr. - 12) Schüsselchen, Tellerchen, kleine Messer und Gabeln, Löffelchen u. s. w.
Ein genaues Verzeichniß von allen diesen wird unentgeldlich bey Unterschriebenen ausgegeben, der übrigens die Versicherung hinzufügt, daß man nirgends für weniger Geld mehrere und bessere Zinnfiguren erhalten wird als bey
J. E. Fischer, Petschaftstecher zu Halle, wohnhaft auf der großen Ulrichsstraße, Nr. 20."
   
    
Erste Lieferung "Belehrende und nützliche Unterhaltungen aus den vier ersten Klassen des Thierreichs für die wißbegierige Jugend" von C. A. Buhle, Halle 1805, bei J. E. Fischer und in Commission der Rengerschen Buchhandlung
   
1806 In der Juni-Ausgabe der Jenaischen Allgemeinen Lieteratur-Zeitung erscheint die Kritik:
"Jugendschriften. Halle, b. Renger: Unterhaltungen aus der Mythologie für die wißbegierige Jugend, von C. A. Buhle, Lehrer der Naturgeschichte zu Halle. 1. Lieferung 1804. VIII u. 78 S. 2. Lieferung. 1805. 113 S. 8. Jede Lieferung mit einem Kästchen von 12 die merkwürdigsten Gottheiten vorstellenden Zinnfiguren begleitet. (2 Rthlr. 21 gr.) Diese Unterhaltungen sind eine Fortsetzung des vom Publicum gut aufgenommenen Jagdspiels. Der Text ist aus bekannten größeren Werken über die Mythologie zusammengetragen, recht gut und für Kinder faßlich und unterhaltend geschrieben. Viele falsche Vorstellungen wird man dem Büchelchen zu Gute halten, so lange man sie in den wichtigeren Mythologieen duldet. Die 24 Götterfiguren sind charakterlos, und auch größtentheils unförmlich; sie mögen allenfalls im zweyten, dritten Grade von Antiken abstammen. Sie scheinen nach Kupferstichen verfertigt, die vielleicht wieder von anderen, antike Monumente darstellenden Kupferstichen kopirt waren; aber die Ideen der alten Kunst haben, bis sie sich endlich in diese Zinnfiguren fügten, solche Verunstaltungen erlitten, daß man dieselben oft kaum wieder erkennen kann. - Wir können daher den Vorschlag des Vfs., diese Figuren den Kindern als Muster zum Abzeichnen zu geben, durchaus nicht billigen, sondern beschränken uns, sie ihnen als ein artiges Spielwerk zu empfehlen."
   
  Das vierzehnte Geschenk für Kinder ist von Dreyßig herausgegeben worden.
Ein Exemplar ist in keiner Bibliothek zu finden!
   
  Die "Ergänzungsblätter zur Allgem. Literatur-Zeitung" schreiben in Num. 90 vom Juli 1806:
"Halle, b. dem Graveur Fischer: Unterhaltungen aus der Mythologie für die wißbegierige Jugend von C. A. Buhle. Nebst einem Kästchen mit 12 Zinnfiguren, welche die merkwürdigsten Götter und Göttinnen vorstellen, verfertigt vom Graveur Fischer. Zweyte Lieferung. IV u. 113 S. 8. (1 Rthlr. 9 gr.)
Begönne itzt erst diese Mythologie in Zinnfiguren, deren erste Lieferung A. L. Z. 1805. Num. 4. angezeigt worden: so würden wir rathen, die Musterbilder aus Hirt's mythologischem Bilderbuch auszuwählen, welches lauter Vorstellungen von Antiken gibt, dergleichen nicht allen vorliegenden Zinnfiguren zum Grunde liegen möchten. Vorgestellt sind dießmal: Pluto, Prosperina, Charon, Merkur, Vesta, Janus, Aurora, Aeolus, Latona mit ihren beiden Kindern, Aesculap mit dem Telesphorus, (der eine seiner Söhne hieß Podalirios, nicht Pandalirios, wie S. 55 steht) Satyrn, Bacchus, Hercules. Die Titelvignette stellt Grazien (statt Charatinnen S. 96 lies Charitinnen) bekleidet vor. In den Unterhaltungen über die Figuren, die noch immer einen zu gelehrten Zuschnitt und manche Auswüchse haben, werden auch, wie im ersten Bändchen, eine Anzahl allegorischer Personen aufgeführt."
   
  In der Jenaischen Allgemeinen Literatur-Zeitung Num. 172 vom 22. Juli 1806 wird eine Kritik veröffentlicht:
"NATURGESCHICHTE.
Halle, b. Fischer u. in Comm. der Rengerschen Buchh.: Belehrende und nützliche Unterhaltungen aus den vier ersten Klassen des Thierreichs für die wißbegierige Jugend, von C. A. Buhle, Lehrer der Naturgeschichte auf der königl. Friedrichs-Universität zu Halle u. s. w. - Nebst einem Kästchen mit 32 dazu gehörigen, nach guten Original-Zeichnungen angefertigten Zinnfiguren, vom Graveur Fischer. Erste Lieferung. 1805. VIII u. 126 S. 8. (1 Rthlr. 12 gr.)
Der Vf. dieser Schrift beschränkt sich bloß auf die vier ersten Klassen des Thierreichs, und liefert, um seinen Zweck zu erreichen, aus jeder Ordnung dieser Klassen die Figur eines Thieres nebst der Beschreibung und Naturgeschichte desselben. In der Einleitung, welche die Definitionen der Wörter Natur, Welt, Naturkunde, Naturgeschichte, allgemeine Begriffe der Weltkörper u. s. w. enthält, ist dem Geologen zu viel aufgebürdet, wenn der Vf. Sagt, daß sie sich auch mit der Untersuchung beschäftigen, wie die verschiedenen Thiere und Pflanzen entstanden sind. Die Geologie giebt nur Resultate über die Bildung der jetzigen Gestalt der Erde, über die Veränderungen, die sie erlitten hat, über die Erdrevolutionen, und, in Rücksicht der organischen Natur, über die Folge, in welcher die organischen Körper entstanden oder geschaffen zu seyn scheinen. - Aus den Beschreibungen der Thiere selbst, die in diesem Bändchen abgehandelt werden, sieht man,daß der Vf. aus guten Quellen geschöpft hat, von denen er auch einige in der Vorrede anführt. Allein wo er im Allgemeinen von den Menschen handelt, ist er für seinen Zweck zu weitläuftig in der Beschreibung des äußeren und inneren Baues, der festen und flüssigen Theile desselben, wovon er noch dazu die Fortsetzung im nächsten Bändchen verspricht. Besonders redet er dann noch von den Negern, bey welcher Gelegenheitdenn auch der Brodtfruchtbaum, sein Nutzen und seine Fortpflanzung beschrieben wird. Der hier vorgestellte Orang-Utang ist der größere ostindische sogenannte Waldmensch (Simia-Satyrus), der aber nicht auch in Afrika, sondern nur in Ostindien einheimisch ist, und mit dem kleineren afrikanischen Waldmenschen (S. Troglodytes) nicht verwechselt werden darf. - Der Vfr. sagt "die Igel werden auch von einer Art gelber Flöhe geplagt." Bechstein sagt statt dessen "von gelben Erdmilben." In Europa ist auch bis jetzt nur eine Art von Flöhen bekannt. - Der hier gelieferte Vampyr ist der wahre Vampyr, nach der Berichtigung, welche Blumenbach darüber im 4 . Hefte seiner Abbildungen gegeben hat, woher auch die Abbildung genommen wurde, die nach einem im Göttingischen Museum befindlichen Exemplare gestochen ist. Nur hätte Hr. B. dabey auch des sogenannten fliegenden Hundes (Vespertilio caninus) erwähnen sollen, welcher bisher häufig damit verwechselt wurde, und auch von Linné Vespertilio Vampyrus genannt worden ist. - Bey dem Elephanten hätte der Vf. auch kurz angeben können, daß der afrikanische und asiatische zwey verschiedene Arten sind. Jener wird besonders wegen seiner Zähne, die weit ansehnlicher als bey diesem sind, gejagt und erlegt; dieser aber, mit weit kleineren Zähnen, mehr gefangen, und, nachdem er gezähmt ist, als Lastthier benutzt. - Die Biber verfahren bey ihrem Baue allerdings sehr künstlich, jedoch, nach neueren Beobachtungen, selbst in Nordamerika nicht mit so erstaunlicher Kunst, wie es meistentheils, und auch von Hn. B. erzählt wird. - Das von den Robben im Allgemeinen Gesagte in Bezug auf ihre Stimme, Behaarung u. s. w. kommt oft nur Einer oder eingen Arten zu. - Von den Säugethieren geht der Vf. S. 73, zu den Vögeln über. Der Beinbrecher soll einen gelben Schnabel haben, und ist mit solchem auch in der beygefügten Figur versehen. Aber in der That hat er nur eine gelbe Wachshaut, und der eigentliche Schnabel ist hornblau. Dieser Adler soll bey Halle nicht allzugemein seyn (?) - Der große Buntspecht soll, nach den Beobachtungen eines naturhistorischen Freundes des Vf., besonders wurmstichige Nüsse aufsuchen, um sich der darin befindlichen Larve des Nußkäfers (Curculio Nucum) zu bemächtigen. So stark, wie eine kleine Trommel, klingt aber doch das Hacken desselben an den Bäumen nicht. - Statt der großen wilden Taube (Columba Palumbus) hätte der Vf. die wilde gemeine Taube (Columba domestica) wählen sollen, von welcher unsere Haustauben abstammen. - Dass der Strauß Steine verschluckt, ist nicht sowohl Folge seiner Freßbegierde, als des Instincts, der sich bey allen Körnerfressenden Vögeln findet: durch Verschlucken des Sandes und kleiner Steine wird die Verdauung mechanisch befördert. - Die Amphibien (S. 99) nennt der Vf. auch Knorpelthiere, weil sie meist nur Knorpel statt der Knochen hätten. Dieß kann jedoch nicht so allgemein behauptet werden, daß daher jene Benennung gerechtfertiget würde. Die ehemaligen schwimmenden Amphibien (Amphibia nautes Lin.), welche jetzt, und auch von Hn. B. mit Recht zu den Fischen gezählt werden, sind die sogenannten Knorpelfische, weil ihr Skelett mehr knorplich als knöchern ist. Diese Thiere mögen wohl Anlaß gegeben haben, dass der Vf. noch im Allgemeinen die Amphibien auch Knorpelthiere nennt. - Die Beschreibung und Naturgeschichte des Crocodils ist noch die gewöhnliche. Allein durch die Expedition der Franzosen nach Ägypten ist vieles berichtigt worden; und man weiß nunmehr, daß das Crocodil gar nicht ein so ungeheueres und gefährliches Thier ist, als gewöhnlich angegeben wird. Auch die alte Angabe, daß dieses Thier nur den Ober- nicht den Unterkiefer bewege, eine Angabe, die in neueren Zeiten gar nicht mehr geglaubt wurde, ist jetzt wenigstens so weit bestätigt worden, daß dem Oberkiefer allerdings die Hauptbewegung zukomme, der Unterkiefer hingegen sich nur schwach bewege. Bey den Thieren, die den Eyern des Crocodils sehr nachgehen, hätte der Vf. auch den berüchtigten Ichneumon (Viverra Ichneumon) erwähnen können, um dadurch Gelegenheit zur Berichtigung der Fabel zu geben, als ob dieses Thier dem schlafenden Cocodil in den Leib krieche, und ihn von innen tödte. -  Über die sogenannte Zauberkraftder Klapperschlange, die der Vf. ganz wie ein Mährchen zu betrachten scheint, ist man doch noch nicht völlig ins Reine gekommen. - Es wäre, der Vollständigkeit wegen, gut gewesen, wenn der Vf. auch von irgend einer Art aus der Familie der Frösche eine Abbildung und Beschreibung gegeben hätte. - Nebst fünf anderen Fischen, deren Beschreibung S. 113 beginnt, ist auch die Muräne (Muraena Helena) geliefert. Vielleicht wäre zweckmäßiger, statt ihrer, aus dieser Gattung der Aal (Muraena Anguilla) gewählt worden, wo zugleich auch des Lebendiggebärens desselben, als einer Seltenheit in dieser Thierklasse hätte gedacht werden können.
Dieß ist das Wenige, was Rec. bey dem Buche zu erinnern hatte, welches übrigens in eimen leichten, angenehmen Stile geschrieben, und da der Vf. aus guten Quellen geschöpft hat, für den ersten naturhistorischen Unterricht aus den vier ersten Klassen des Thierreichs zu empfehlen ist.
Die Zinnfiguren (32 an der Zahl), die in einem Kästchen zu dem Buche geliefert werden, sind nach sehr guten, von Blumenbach, Schreber, Bloch, Bechstein u. s. w. gelieferten Abbildungen geformt; aber die Feinheit und Genauigkeit in den kleineren Theilen, welche im Systeme oft die hauptsachlichsten Gattungs- und Art-Merkmale enthalten, sowie die Schönheit in den Farben, gewähren sie auf keine Weise in eben dem Grade, wie gute Gemählde und Kupferstiche, und können sie auch nicht gewähren. Bey ihrer flachen Form können sie auch die Ründung des Thieres nur unvollkommen versinnlichen, welches bey Kupferstichen, durch gehörige Schattirung, weit vollkommener erreicht werden kann. Sie haben freylich das Gute, daß sie den Gegenstand zugleich von zwey Seiten darstellen. Weil aber der Künstler die zweyte Seite nicht nach der Abbildung, die er vor sich hatte, zeichnen und graviren konnte: so mußte er sich dabey nach Beschreibungen oder nach dem Verhältniß und der Farbe der Seite, die ihm die Abbildung darbot, richten, welches ihm nicht immer der Natur getreu gelungen ist. So ist z. B. hier der Vampyr auf der unteren Seite grau, auf der oberen ockergelb, ohne alle Nuançen dargestellt; der Kopf ist, aus Nachlässigkeit des Anstreichers, auf der einen Seite grau, auf der anderen ockergelb gefärbt; da doch, wie die von Schreber gelieferte Abbildung zeigt, das Thier ganz grau und nur an dem oberen Theile der Flatterhaut, die sich über den Armen befindet, mit etwas Ockergelb vermischt ist. - Die Ansicht des Eichhörnchens hat sich ebenfalls durch die flache Figur nicht deutlich darstellen lassen: daher erscheint der Schwanz, den man gerade von hinten sehen soll, in einer unnatürlichen Lage. - Der Kopf des Löwen ist von der Kehrseite ganz verfehlt; am linken Hinterbeine sind zwey Zehen nach Außen und drey nach Innen, am rechten aber, gerade umgekehrt, drey nach Außen und zwey nach Innen zu sehen. - Das Zebra ist viel zu schlank gerathen. - Der Pfefferfresser hat am linken Beine fünf Zehen. - Beym Strauß sind beide Zehen gleich groß, und wie es scheint, jede mit einem Nagel versehen, da doch die innere viel größer, und nur sie allein mit einem Nagel bewaffnet seyn sollte. - Die Beine des Crocodils sind auf der Kehrseite höchst unnatürlich gestellt u. s. w. - Ob nun diese Figuren, bey den gerügten Mängeln zweckmäßig zum Nachzeichnen benutzt werden können, wie der Vf. in der Vorrede sagt, beantwortet sich von selbst. Auch ihre Anwendung beym Unterrichte möchte nicht von langer Dauer seyn, zumal wenn sie durch viele Hände gehen müssen. Das weiche Metall verbiegt sich bey jedem etwas starken Drucke, besonders die schwachen Beine; man muß es wieder zurecht biegen; die Theile verlieren dadurch nach und nach ihre Gestalt; die Farbe, welche ohnehin auf dem Metalle nicht gar zu fest sitzt, springt ab, und endlich muß die Figur, bey einer etwas zu starken Beugung zerbrechen. - Für die erwachsenere Jugend, die schon etwas mehr als Spielerey verlangt, ist die Arbeit überhaupt nicht.     M. F."
   
  49. Stück vom 13. Dezember 1806:
"Alle Arten Zinnfiguren mit und ohne Beschreibung, als: Naturgeschichte, I. II. und III. Lieferung; Mythologie, I. und II. Lieferung; kleines und großes Jagdspiel, mit Beschreibung von C. A. Buhle, Subrector am königl. Gymnasium etc.; Militär zu Fuße und zu Pferde, Franzosen, Preußen, Sachsen, Russen, Oesterreicher, Türken u. s. w., nebst dazu gehörigen Kanonen, Pulverwagen u. dergl. mehr. Auch andere für Kinder angenehme Spielsachen, als: Schäferey, Jagd, Kuh- und Pferdeweiden, Fischerey etc. Ein genaues Verzeichniß nebst Preißen steht jedem gratis zu Dienste, der sich deßhalb in postfreyen Briefen wendet an den Graveur Fischer in Halle an der Saale.
N. B. Dem damit handelnden Publikum wird ein billiger Rabatt zugesichert."
   
 
Zweite Lieferung "Belehrende und nützliche Unterhaltungen aus den vier ersten Klassen des Thierreichs für die wißbegierige Jugend" von C. A. Buhle, Halle 1806, bei J. E. Fischer und in Commission der Rengerschen Buchhandlung
   
1807 9. Stück vom 28. Februar 1807:
"Ein geräumiger Laden, nebst guter Wohnung, ist zu vermiethen, bey dem Petschaftstecher Fischer in der großen Ulrichsstraße Nr. 20."
 
Dritte Lieferung "Belehrende und nützliche Unterhaltungen aus den vier ersten Klassen des Thierreichs für die wißbegierige Jugend" von C. A. Buhle, Halle 1807, bei J. E. Fischer und in Commission der Rengerschen Buchhandlung
   
1808 50. Stück vom 10. Dezember 1808 und 51. Stück vom 17. Dezember 1808:
"Die vierte nun erschienene Lieferung der naturhistorischen Zinnfiguren vom Herrn Graveur Fischer, die beliebtesten Taschenbücher und Kinderschriften zur Unterhaltung und Belehrung, so wie auch viele Bücher, die zu Weihnachtsgeschenken für Erwachsene passend sind, kann man, größtentheils sauber gebunden oder broschirt, erhalten in der Rengerschen Buchhandlung."
   
  Das fünfzehnte und damit letzte Geschenk für Kinder ist von Dreyßig herausgegeben worden.
Ein Exemplar ist in keiner Bibliothek zu finden!
   
  Das Intelligenzblatt der Zeitung für die Jugend Nr. 47 vom 13. Dezember 1808 und die Allgmeine Literatur-Zeitung Nr. 368 vom 15. Dezember 1808 wirbt:
"Nützliches Weihnachtsgeschenk. In Kommission der Rengerschen Buchhandlung in Halle ist nun erschienen und durch alle gute Buchhandlungen zu erhalten:
Die vierte Lieferung der beliebten naturhistorischen Zinnfiguren, vom Herrn Graveur Fischer, mit erläuterndem Text vom Herrn Insp. Buhle."
   
  Von der vierten Lieferung "Belehrende und nützliche Unterhaltungen aus den vier ersten Klassen des Thierreichs für die wißbegierige Jugend" von C. A. Buhle, Halle 1808, bei J. E. Fischer und in Commission der Rengerschen Buchhandlung ist in keiner Bibliothek ein Exemplar zu finden!
   
1809 In der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 275 vom 7. Oktober 1809 erscheint die Anzeige:
"Weyhnachts-Geschenke für die Jugend anzufertigen, war seit 20 Jahren her mein Lieblings-Geschäft. Dahin gehören die naturhistorischen Zinnfiguren, fünfzehn Lieferungen, nebst Text vom Professor Forster und Klügel; jede Lieferung zu 1 Rthlr. 12 gr., und die Beschreibung aller Länder und Völker der Erde, vom Hn. Pastor Löhr, 4 Halbfranzbände, 6 Rthlr.
Nur gegen baare Zahlung, mit dem gewöhnlichen Rabatt, werden die Bestellungen besorgt; Aufträge ohne Geld werden bey Seite gelegt. Ich bin zu arm, um zu creditiren, und möchte auch gern als ehrlicher Mann sterben.
Kunsthändler Dreyßig in Halle."
   
  50. Stück vom 16. Dezember 1809:
"Alle Sorten Zinnfiguren, als: naturhistorische und mythologische, Jagd und Jagdspiele mit belehrenden Beschreibungen für die Jugend, als auch alles Militär, zu Fuße und zu Pferde, nebst den dazu gehörigen Kanonen, Pulverwagen u. dgl., zu Kriegsspielen gut zu gebrauchen, sind als zweckmäßige Weihnachts- und Geburtstags-Geschenke um billige Preise zu haben bey dem Petschaftstecher Fischer zu Halle an der Saale, große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1810 In "Grundsätze der Erziehung und des Unterrichts für Eltern Hausleher und Schulmänner" wird bemerkt:
"Zu der von Forster und Klügel herausgegebenen Beschreibung merkwürdiger Thiere, gehören recht gute zinnerne Abgüsse; bis jetzt 11 Lieferungen, Halle (5 Rthlr. 12 Gr.). Für kleine Kinder ist das Spielwerk zu theuer; es gehört in den Naturalienschrank."
   
  11. Stück vom 17. März 1810:
"Weiß metallne Knöpfe von der besten Güte, neuesten Façon und Mode, werden gefertigt und um billigen Preis verkauft bey dem Petschaftstecher Fischer in Halle, große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  31. Stück vom 4. August 1810 (Angekommene Badegäste):
"Herr Haushofmeister Walther aus Sondershausen, log .[logiert] bey Hrn. Graveur Fischer." 
   
  Unter Kunstsachen wird in der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 266 vom 28. September 1810 geworben:
"Weihnachts-Geschenke für Kinder.
Forster's und Klügel's naturhistorische Zinnfiguren, wovon 15 Lieferungen bis jetzt erschienen, sind von allen Pädagogen als zweckmäßig und angenehm belehrend anerkannt. Niemand auf dem ganzen Erdboden hat für Kinder ein solch vollständiges Spielwerk gewagt, als ich - das kann ich frey und mit Wahrheit sagen. Es erforderte viel Kosten, und Niemand wird es mir verdenken, wenn ich nur gegen baare Zahlung von 15 Rthlr. complett Netto, oder 22 Rthlr. ord. mit 2/3 Rabatt selbige ablasse.
Halle, den 21. Sept. 1810. Kunsthändler Dreyßig."
   
1811 29. Stück vom 20. Juli 1811:
"Ein Laden nebst bequemer Wohnung ist zu vermiethen und auf bevorstehende Michaelis zu bezihen, in meinem Hause auf der großen Ulrichsstraße Nr. 20. Fischer, Petschaftstecher."
   
  42. Stück vom 19. Oktober 1811:
"Anzeige für die Herren Tabaksfabrikanten. Unterschriebener zeigt hiermit an, daß allerley Tabaks.Vignetten in Formen, wie auch in Kupfer gestochen bey ihm zu haben sind, im Preise zu 4, 6, 8, 12 und 16 Gr. Graveur Fischer, große Ulrichsstraße Nr. 20 in Halle."
   
  51. Stück vom 21. Dezember 1811:
"Zinnfiguren. Mit naturhistorischen, mythologischen und anderen Zinnfiguren, als: alles europäische Militär zu Pferd und zu Fuß, nach dem neuesten Kostüm, wie auch Jagden, Schäfereyen, Hühner und Viehhof u. dgl. m., empfiehlt sich diesen Christmarkt der Petschaftstecher Fischer, große Ulrichsstraße Nr. 20 in Halle."
   
1812 41. Stück vom 10. Oktober 1812:
"Daß ich mein bisheriges Logis in der kleinen Ulrichsstraße verändert und jetzt im Hause des Herrn Petschaftstechers Fischer in der großen Ulrichsstraße wohne, zeige ich meinen geehrten Kunden und Freunden hierdurch ergebenst an, und bitte, mir auch ferner Ihr gütiges Zutrauen zu schenken. Halle, den 8 October 1812. Linke, Tischlermeister."
   
  Im "Allgemeinen Verzeichniß der Bücher, welche in der Frankfurter und Leipziger Ostermesse des 1812 Jahres entweder ganz neu gedruckt, oder sonst verbessert wieder aufgelegt worden sind, auch inskünftige hoch herauskommen sollen" steht u. a.:
"Schachspiel, das, historisch erläutert, mit einer kurzen Anleit. versehen, Freunden u. Anfängern dieses Spieles geweihet, von C. A. B****, nebst Kästchen mit geschmackvollen Schachfiguren von Zinn, nach der Natur gezeichnet u. gut illuminirt, auch einem Bogen, worauf sie gestellt werden, vom Graveur Fischer. (Halle, Rengersche Buchhandlung in Commission)."
   
1813 Johann Ernst Fischer wird am 29. Juli 1813 inhaftiert und in das Kastell nach Kassel, dem Staatsgefängnis des Königreichs Westphalen, gebracht.
Sein Vergehen ist die Anfertigung und Verbreitung eines sogenannten Taschen-Denkmals (monument de poche), einer zweideutigen und subversiven Medaille über die Schlacht bei Lützen (bzw. Großgörschen am 2. Mai 1813).
Auf der einen Seite dieser Medaille befindet sich als Spottbild der preußische und der französische Adler, die sich ansehen, und darüber schaut der russische Doppeladler auf beide hinunter. Auf der anderen Seite steht "Denkmal der Schlacht bei Lützen".
   
  35. Stück vom 28. August 1813:
"Der Verkauf der Zinnfiguren des Petschaftstechers Fischer wird während dessen Abwesenheit dennoch ununterbrochen in seinem Hause Nr. 20 auf der großen Ulrichsstraße fortgesetzt; und es werden sich jetzt die Abnehmer um die Unterstützung der hülfsbedürftigen Kinder ein besonderes Verdienst erwerben.
Halle, den 24. August 1813. Namens der Fischerschen Kinder."
   
  Johann Ernst Fischer wird nach Auflösung des Vasallenstaates Königreich Westphalen (1. bzw. 26. Oktober 1813) aus der Haft entlassen.
   
1814 Er ist Anfang des Jahres wieder in Halle bei seiner Familie.
   
  28. Stück vom 16. Juli 1814 ("Fortgesetztes Verzeichniß der milden Beyträge für verwundete Krieger und hülfsbedürftige Mitbürger"):
"Vom Hrn. Graveur Fischer drey Lieferungen Zinnfiguren, die Gottheiten der Griechen und Römer vorstellend, nebst den mythologischen Unterhaltungen des Herrn Dr. Buhle".
   
  32. Stück vom 13. August 1814:
"Es sind mir im vorigen Jahre mehrere Formen, worin Zinnfiguren gegossen werden, und in Schieferstein gestochen sind, abhanden gekommen, wer mir solche nachweisen kann, und mir zur Wiedererhaltung behülflich ist, hat ein der Sache angemessenes honettes Douceur zu erwarten, von dem Petschaftstecher Fischer große Ulrichsstraße Nr. 20. wohnhaft."
   
1815 21. Stück vom 27. Mai 1815 und 22. Stück vom 3. Juni 1815:
"Für die Herren Kaufleute und Tabaks-Fabrikanten werden von mir allerley Tabaks-Vignetten in Druckformen gefertigt, und um einen äußerst billigen Preis verkauft bey dem Petschaftstecher Fischer, in der großen Ulrichsstraße Nr. 20 in Halle wohnhaft."
   
1816 3. Stück vom 20. Januar 1816:
"Ein Schaustück von Zinn, aufs Friedensfest den 18. Januar 1816 gefertiget, ist bey dem Petschaftstecher Fischer, große Ulrichsstraße Nr. 20, um einen äußerst billigen Preis zu haben. Fischer."
   
  In dritter Ehe verheiratet sich Johann Ernst Fischer am 10. März 1816 mit Louise Charlotte Henriette Fischer (* 1791), Tochter des Coburger Bürger und Graveurs Johann Leonhardt Fischer (* 24. Mai 1763) und dessen Ehefrau Johanna Catharina Fischer, geb. Zapf (†).
Das Ehepaar hat zumindest den Sohn Eduard Wilhelm Ferdinand Fischer (* 20. August 1817) und die Tochter Lisette Fischer († 24. August 1852 im Alter von 32 Jahren an Wassersucht).
   
1817 In der Beilage zu No. 194 der Leipziger Zeitung vom 4. Oktober 1817 wird geworben:
"Wohlfeile Denkmünzen auf Luther und das Reformations-Jubiläum sind so eben 3 Sorten fertig geworden und sowohl hier als in meiner Handlung in Merseburg angekommen, und daselbst (auch bey dem Verfertiger Hrn. Graveur Fischer in Halle) das Stück zu 2 gr., in Dutzenden zu 18 gr. zu haben.
Ernst Kleins Kunst- und Commissions-Comptoir, nahe am Grimmaischen Thore No. 676."
   
  In der Beilage zu No. 199 der Leipziger Zeitung vom 11. Oktober 1817 steht u. a.:
"Wohlfeile Medaillen auf D. M. Luther und die Reformation, sind wieder in 2 Sorten fertig geworden, und alle 5 Sorten sind zu haben in Dutzenden zu 18 gr., einzeln 2 gr, bey deb Graveur Fischer in Halle und in Ernst Kleins Kunst- und Commissionscomptoir, sowohl in Merseburg als in Leipzig nahe am Grimmaischen Thore No. 676."
   
  Die Dietleinsche Kunsthandlung bietet in der Beilage zu Nr. 233 der Leipziger Zeitung vom 29. November 1817 u. a. an:
"Abbildungen von Menschen, Thieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Bäumen nebst Beschreibung  und ihrer Lebensart. Von den Hrn. Professoren Johann Reinhold Forster und Georg Simon Klügel. Herabgesetzter Ladenpr. 6 gr."
"Vierzehn Lieferungen Zinnfiguren, mit Beschreibung; jede Lieferung 1 thlr. 12 gr."
   
1819 36. Stück vom 4. September 1819:
"Buchstabir-Maschine, bestehend aus einem großen und einem kleinen ABC von Zinn, nebst dazu gehörigen Doppelbuchstaben, Nummern u. dgl. m. dazu, womit ein Kind spielend buchstabiren und lesen durch Zusammenstellung der Buchstaben lernen kann. Es ist als ein zweckmäßiges Spielwerk von mehreren Erziehern anerkannt. Der Preis ist 16 Gr., und zu haben bey dem Petschaftstecher Fischer, große Ulrichsstraße Nr. 20 in Halle."
   
1820 Im 17. Band "Das gelehrte Teutschland oder Lexikon der jetzt lebenden Teutschen Schriftsteller" von 1820 ist u. a. aufgeführt:
"BUHLE (Christian Adan Adolph) M. der Phil. Inspektor des zoologischen Kabinets der Universität Halle, Vorsteher einer Lehr- und Erziehungsanstalt und Lehrer an der Hallischen Hauptschule: geb. zu Halle am 12ten Julius 1773:
Neues Jagdspiel, zum Nutzen für die Jugend, nebst einer kurzen Beschreibung des Holzes, der Jagd, jagdbaren Thieren u. s. w. nebst einem Kästchen mit 38 auserlesenen Zinnfiguren ... 1802
Erzählungen aus der Mythologie für die wißbegierige Jugend; nebst einem Kästchen mit 12 Zinnfiguren, welche die merkwürdigsten Götter un Göttinnen vorstellen. 1ste Lieferung ... 1805
Belehrende und nützliche Unterhaltungen aus der Naturgeschichte aus den vier ersten Klassen des Thierreichs. Nebst einem Kästchen mit 32 Zinnfiguren. 1ste bis 4te Lieferung. Halle 1804 - 1808. 8.
Das Schachspiel, historisch erläutert, mit einer kurzen Anleitung versehen; nebst einem Kästchen, mit geschmackvoll gemahlten Schachfiguren; nebst einem dazu besonders gedruckten Bogen, worauf sie gestellt werden ... 1813"
   
1821 25. Stück vom 23. Juni 1821:
"Der Laden nebst Wohnung, welche bis jetzt der Kuchenbäcker Herr Schütz bewohnt, ist zu vermiethen und zu Michaelis zu beziehen bey dem Petschaftstecher Fischer, große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  39. Stück vom 29. September 1821:
"Einem hochgeehrten in- und auswärtigen Publikum empfehle ich mich bey meinem Etablissement mit allen Arten von Graveur-Arbeiten, als: Petschaftstechen, Stempelschneiden, Kupferstechen etc., auch liefere ich moderne Arten Buchbinder-Stempel und Fileten und alle in dieses Fach einschlagende Artikel. Uebrigens verspreche ich reelle Bedienung, billige und gute Arbeit. Carl Fischer, nahe am Ulrichsthor Nr. 35."
   
  40. Stück vom 6. Oktober 1821:
"Anzeige. Da mich bisher, von meiner Kindheit an, jedermann unter dem Namen Fischer kennt, so zeigte ich mich auch im vorigen Stück des patriotischen Wochenblatts mit diesem Namen an, um meinen geehrten Gönnern und Kunden zu zeigen, daß ich derselbe bin, damit keine Irrung entstehen möge; dem zur Folge dient zur Nachricht, daß ich von jetzt an nicht Fischer, sondern Wiener heiße. In Hinsicht der Arbeit liefere ich: Petschaftstechen in Gold, Silber, Stahl und Messing, Stempelschneiden, Kupferstechen, Tabaks- und Bilderformen, auch fertige ich auf Verlangen Alphabete in Stahl und Messing, Petschafte von verschiedenen Desseins sind jederzeit zu haben. Auch bearbeite ich Stangen in Stahl, zum Gebrauch der Gürtler, Stempel und Fileten, Zinnfiguren von verschiedener Art; auch verkaufe ich auf Bestellung alle Arten Gießformen zum Gießen der Figuren ganz billig, und gebe zugleich Anleitung dazu. Auch wenn jemand Lust hat, selbst dergleichen Formen zu machen, werde ich gern und billig darin Unterricht ertheilen; ich bearbeite alles, was nur einigermaßen in mein Fach schläft, und werde es wie bisher bestimmt zur Zufriedenheit in jeder Hinsicht ausführen.
Carl Wiener, Graveur; am Ulrichsthor Nr. 35."
   
  40. Stück vom 6. Oktober 1821:
"Im 39sten Stück des patriotischen Wochenblatts vom 29. Sept. 1821 ist der Name in der Ankündigung eines Graveurs statt Fischer, Wiener zu lesen; es giebt nur einen Graveur Fischer in Halle, und das bin ich, große Ulrichsstraße Nr. 20 wohnhaft. Fischer."
   
  41. Stück vom 13. Oktober 1821:
"Einem geehrten Publikum zeige ich hierdurch ergebenst an, daß ich meine Modewaaren-Handlung aus dem ehemaligen Weiseschen Hause in das Haus des Graveurs Herrn Fischer in der großen Ulrichsstaße verlegt habe. Da ich mein Lager in allen Artikeln wohl assortirt habe, besonders in feinen Spitzen, seidenen Bändern und dergleichen, so bitte ich um fernern gütigen Zuspruch, indem ich eine gewiß solide Bedienung verspreche.
Halle, den 8. October 1821. Christ. Berger."
   
  Johann Ernst Fischer stirbt am 26. November 1821 am Nervenschlag.
Johann David Sänger, Petschaftsstecher aus Mirrbach in Bayern [der Ort ist nicht festzustellen], 23 Jahre alt, lutherisch, wird Vater des später angenommenen unehelichen Sohnes Theodor Hermann Sänger († 6. August 1840 an Brustkrankheit, 18 Jahre und 8 Monate alt).
   
  48. Stück vom 1. Dezember 1821:
"Todesanzeige. Nach langen Brustleiden endete ein plötzlicher Schlagfluß das Leben meines geliebten Mannes und unseres theuersten Vaters, des Graveurs Fischer, in einem Alter von 62 Jahren, 7 Monaten und 5 Tagen, den 26sten November früh um 9 Uhr.
An seinem Sarge weine ich hülflos und verlassen mit sechs noch unmündigen Kindern. Nur der Gedanke eines frohen Wiedersehens kann unsern tiefen Schmerz mildern. Sanft ruhe seine Asche!
Indem wir diesen Unglücksfall unsern verehrungswürdigen Gönnern und Freunden mittheilen, beehren wir uns zugleich anzuzeigen, daß die Geschäfte des Seligen wie bisher von uns fortgesetzt werden. Wir bitten deshalb zur Unterstützung der Unglücklichen und so tief Gebeugten, uns recht bald und oft mit Bestellung zu beehren, wobey wir die prompteste und reelste Bedienung zu leisten versprechen.
Henriette Charlotte Fischer geb. Fischer, im Namen der sechs Unmündigen."
   
  50. Stück vom 15. Dezember 1821:
"Zu bevorstehendem Weihnachtsmarkt empfiehlt sich mit allen Arten Zinnfiguren mit und ohne Beschreibung Unterschriebene. Wegen Mangel an Raum werden hier nur einige namhaft gemacht, als:
Belehrende und nützliche Unterhaltung aus den 4 ersten Klassen des Thierreichs nebst einem Kästchen mit 32 dazu gehörigen Zinnfiguren. Hiervon sind bereits 4 Lieferungen erschienen.
Unterhaltungen aus der Mythologie nebst dazu gehörigen Figuren, 3 Lieferungen.
Großes Jagdspiel mit 38 Figuren.
Schachspiel mit Beschreibung.
Außerdem sind noch alle Arten von den neuesten Militair zu Pferde und zu Fuße, groß und klein in Schachteln, Kanonen und andere zum Militair gehörige Sachen einzeln und in Parthien zu bekommen. Auch andere Gegenstände, als: Pferderagen, Hunderagen, Schäferey, Kuhweide u. dgl. m.; ferner Spiegel, Messer, Gabel, Löffel, Ohrringe u. s. w.
Dem damit handelnden Publikum wird eine billiger Rabat zugesichert.
In Commission steht noch zur Ansicht als Abendunterhaltung für Kinder ein Theater mit mehreren Veränderungen und vielen Figuren zum Verkauf.
Die Wittwe des Petschaftstechers Fischer. Große Ulrichsstraße Nr. 20.

Auch beehre ich mich, den Gönnern des verstorbenen Graveurs Fischer allhier ergebenst anzuzeigen, daß das Geschäft desselben, bestehend in Messing, Stahl, Gold, Silber und Kupferarbeiten, als auch im Steinschneiden, fortgesetzt wird, und versprechen wir bey guter Arbeit und prompter Bedienung die billigsten Preise.
Louis Dahlheim, im Namen der Wittwe Fischer."
   
1822 2. Stück vom 12. Januar 1822:
"Eine Wohnung von 2 Stuben, einer Kammer, Küche und Bodenraum, ist an eine stille Familie oder an einen einzelnen Herrn auf Ostern zu vermiethen. Das Nähere ist zu erfragen bey der Wittwe Fischer in der großen Ulrichsstraße Nr. 20."
   
 

Im Allgemeinen Anzeiger der Deutschen Num. 248 vom 12. September 1822 ist zu lesen:

"32 Zinnfiguren zu C. A. Buhlens Unterhaltungen aus den vier ersten Classen des Thierreichs für die wißbegierige Jugend.

Erste Lieferung. Nach guten Originalzeichnungen, verfertigt vom Graveur Fischer. Preis 1 Rthlr. 16 gl.

Neues Jagdspiel zum Nutzen und Vergnügen der Jugend; nebst einer kurzen Beschreibung des Holzes, der Jagd und der jagdbaren Thiere von C. A. Buhle, nebst einem Kästchen mit 38 auserlesenen Zinnfiguren vom Graveur Fischer.

Preis 1 Rthlr. 8 gl.

Hindernisse, durch den Tod des Verfertigers veranlaßt, waren Ursache, daß diese Zinnfiguren lange Zeit nicht geliefert werden konnten. Jetzt sind diese beseitigt, und die erste Lieferung der Naturgeschichte, so wie des großen Jagdspiels in einer neuen, bedeutend verschönerten Ausgabe zu haben. Es sind diese geschmackvollen, instructiven Zinnfiguren nach Originalen auf das sorgfältigste, der Natur getreu gefertigt, und ganz geeignet, den Kindern, gleichsam spielend, die richtigsten Vorstellungen von den dargestellten Thieren beizubringen, so daß sie sich den Beifall aller Kenner erworben haben. In einiger Zeit wird die neue Bearbeitung der 2. bis 4. Lfrg. des Thierreichs, so wie die 1. bis 3. Lfrg. der Mythologie nachfolgen.

Durch alle Buchhandlungen Deutschlands sind diese Zinnfiguren zu haben.

Eduard Anton in Halle."

   
  42. Stück vom 19. Oktober 1822:
"Da ich fast mit allen, was in Zinnfiguren vorgestellt werden kann, dienen kann, so mache ich ergebenst bekannt, daß ich von jetzt an alles billiger als sonst verkaufe. Dabey verspreche ich schöne Mahlerey und prompte Bedienung und bitte um geneigten Zuspruch. Auch das schon bekannte Alphabet in Zinnfiguren, welches der kleineren Jugend zum Lernen und Vergnügen dient, mache ich ergebenst bekannt.
Petschaftstecher-Wittwe Fischer. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  50. Stück vom 14. Dezember 1822:
"Zum bevorstehenden Weihnachtsmarkt empfiehlt sich Unterzeichnete mit allen Arten von Zinnfiguren, mit und ohne Beschreibung, als:
Naturgeschichte 1ste, 2te, 3te, 4te Lieferung; Mythologie 1ste, 2te, 3te Lieferung; großes Jagdspiel; alle diese mit Beschreibung.
Außer diesen sind noch alle Arten von den neuesten Militair, groß und klein, zu Fuß und zu Pferde in Schachteln, Kanonen und andere zum Militair gehörigen Sachen zu haben. Auch andere Gegenstände, als: Menagerien, alle Arten zahme Thiere, Hühnerhof, Jagden, Kuh- und Pferdeweide, Schäfereyen, Gänseweide, und noch andere Sachen sind einzeln und in Schachteln zu haben. Dabey verspreche ich billige Preise, gute Mahlerey und prompte Bedienung, und bitte um gütigen und geneigten Zuspruch.
Die Petschaftstecherwittwe Fischer. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1823 15. Stück vom 12. April 1823:
"Einem hochgeehrten in- und auswärtigen Publikum zeige ich ergebenst an, daß ich jetzt bey Madame Fischer in der großen Ulrichsstraße Nr. 20 wohne. Tänzer, Riemer- und Sattlermeister."
   
  49. Stück vom 6. Dezember 1823:
"Zu dem bevorstehenden Weihnachtsmarkte empfiehlt Unterzeichnete schöne und nützliche Geschenke in Zinnfiguren für die wißbegierige und kleine Jugend, als: vier Lieferungen Naturgeschichte, drey Lieferungen Mythologie und ein Jagdspiel, die alle mit Beschreibung vom Herrn Dr. C. A. Buhle und nach der Natur coloriert sind. Desgleichen Kuh- und Pferde-Weide, Schäferey, große und kleine Jagden, Gärtnerey, Gänse und Hühnermädchen, alle Arten Militaires zu Fuß und zu Pferde, Kanonen und Pulverwagen und noch viele andere Sachen. Dabey verspreche ich die allerbeste Waare zu den möglichst herabgesetzten Preisen. Meine Bude ist nahe an der Hauptwache. Auch beehre ich mich ergebenst anzuzeigen, daß ich das Geschäft meines verstorbenen Mannes, in Siegel- und Stempelschneiden; desgleichen Petschaftstechen in Gold, Silber, Stahl, Messing, so wie in Kupferstechen und Kupferdrucken noch immer fortführe, und verspreche jedem der mich mit seinen gütigen Aufträgen beehren wird, gute Arbeit, prompte Bedienung und die billigsten Preise.
Wittwe Fischer, Petschaftstecher. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1824 10. Stück vom 6. März 1824:
"Da vielleicht Wenige wissen, daß auch hier in Carniolsteine, welche sich in Uhrpetschaften und Siegelringen befinden, Namenszüge, Familienwappen oder sonstige Antiken geschnitten werden können, so mache ich in Auftrag ergebenst bekannt, daß ich ohne das Petschaftstechen in Gold, Silber, Messing und Stahl, auch in Carniolsteine zu ganz billigen Preisen oben angeführtes schneide. Da ich schon Mehreren zur größten Zufriedenheit gedient habe, so schmeichle ich mir, daß wer mich ferner mit seinen gütigen Aufträgen beehren wird, gewiß in Hinsicht des Preises und der Arbeit mit mir zufrieden seyn wird.
Sänger, als Geschäftsführer für die Wittwe Fischer, große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  19. Stück vom 8. Mai 1824 und 21. Stück vom 22. Mai 1824:
"Einem gehrten Publikum zeige ich hiermit ganz ergebenst an, daß ich mich als Horndrechsler etablirt habe und mit allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln versehen bin, als: Tabakspfeifenröhre von Elfenbein, Ebenholz, Buxbaum, Rosenholz, Pflaumholz, Birnbaum, und alle Sorten kurze und lange von gebeiztem Holz, Cigarropfeifen von Elfenbein und Ebenholz, ächte Wiener und türkische Weichsel Gehe- und Rauchstöcke, Billardbälle, Eyerbecher, Punschkellen von Kokos, Zuckerhammer, Meerschaum-Pfeifenköpfe, ächte Berliner und Meißner Pfeifenköpfe und Stiefel, und alle Sorten lackirte Stiefel, Pfeifenquasten, Bernsteinspitzen, ächte Berliner und Braunschweiger Schwungspitzen u. dgl. m.
Mit dieser gehorsamsten Anzeige verbinde ich die Bitte um geneigten Zuspruch und verspreche zugleich reelle und billige Preise. Mein Laden ist bey der Wittwe Fischer in der großen Ulrichstraße Nr. 20.
Halle, den 4. May 1824 bzw. den 18. May 1824. E. Schulze."
   
  35. Stück vom 28. August 1824:
"Um mehreren Wünschen und Nachfragen zu begegnen, habe ich das deutsche Bilder-A-B-C in Zinnfiguren neu angefertigt. Das Ganze besteht aus bekannten Haus- und wilden, zu dem Anfangsbuchstaben, welcher jederzeit dabey steht, passenden Thieren, ist sehr schön colorirt, und wird gewiß den Kindern, die erst die Buchstaben kennen lernen wollen, zum größten Nutzen und Vergnügen seyn. Außer diesen sind noch viele schöne und nützliche Spielsachen in Zinnfiguren frisch angefertigt zu den billigsten Preisen zu haben bey der Petschaftstecherwittwe Fischer, große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  Die Witwe Louise Charlotte Henriette Fischer wird am 21. Oktober 1824 Mutter der unehelichen Tochter Sidonie Amalie Antoinette Fischer (später Sänger), Vater ist der 26 Jahre alte Johann David Sänger.
   
  50. Stück vom 11. Dezember 1824 und 51. Stück vom 18. Dezember 1824:
"Zum bevorstehenden Weihnachtsmarkte empfehlen sich Unterzeichnete einem hochgeehrten Publikum mit ihren schon längst bekannten Spielsachen in Zinnfiguren. Ein genaues Preisverzeichniß, welches auf Verlangen gratis ausgegeben wird, besagt sämmtliche Gegenstände, von denen wir nur einige als sehr nützlich und empfehlenswerth ausgesetzt haben. Mit Beschreibungen von Hrn. Dr. Buhle folgende: 1) 4 Lieferungen Naturgeschichte aus den 4 ersten Klassen des Thierreichs mit 128 Figuren; 2) drey Lieferungen aus der Mythologie mit 36 Figuren; 3) großes und kleines Jagdspiel, erstes mit Beschreibung der Jagd, jagdbaren Thieren und einem Spiel; 4) ein ganz neues Bilder-A-B-C; 5) alle Arten Militair zu Pferde und zu Fuße;
Kuh-, Pferde- und Ziegenweiden, kleine Jagden, Schäfereyen, Gänse- und Hühnerhöfe, Gärten, Kanonen, Pulver- und Rüstwagen, Schlitten u. s. w. Unsere Bude ist mit unserer Firma bezeichnet; wir bitten um geneigten Zuspruch und versprechen ganz billige Preise. Des Petschaftstechers Fischer Erben. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1825 Johann David Sänger heiratet am 14. August 1825 die Witwe Louise Charlotte Henriette Fischer.
Das Ehepaar bekommt zu den bereits vorhandenen Kindern aus der ersten und zweiten Ehe des Johann Ernst Fischer und den beiden unehelichen noch Maximilian Ferdinand Otto Sänger (* 31. Juli 1827), Christiane Sophie Caroline Charlotte Sänger (* 12. August 1830 *); † 3. Februar 1832 an Gehirnwassersucht), Christiane Sophie Charlotte Sänger (* 29. September 1832), Caroline Louise Wilhelmine Sänger (* 4. Dezember 1837; † 10. Februar 1839 an Gehirnentzündung)
*) Patin bei der Taufe u. a. Caroline Buhle
   
  48. Stück vom 3. Dezember 1825 und 49. Stück vom 10. Dezember 1825:
"Zu dem herannahenden Weihnachtsfeste mache ich Eltern und Erzieher, welche ihren Kindern ein angenehmes Geschenk machen wollen, auf meine Fabrikate in Zinnfiguren aufmerksam, und bemerke, daß ich für jedes Alter beyderley Geschlechts passende und nützliche Spielsachen habe, welche wegen der schönen, lebhaften und unschädlichen Farben sehr zu empfehlen sind. Nächst diesen empfehle ich mich mit Petschaftstechen, Stein- und Stempelschneiden, und verspreche in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten die prompteste und billigste Bedienung. Ich bitte um geneigen Zuspruch.
Der Petschaftsstecher Sänger (sonst Fischer). Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  50. Stück vom 17. Dezember 1825:
"Zu dem jetzigen Weihnachtsmarkte empfiehlt Unterzeichneter seine Spielsachen in Zinnfiguren, als: 4 Lieferungen Naturgeschichte, 3 Liefer. Mythologie, ein großes und ein kleines Jagdspiel, diese mit Beschreibung vom Hrn. Dr. Buhle; 14 Liefer. Naturgeschichte mit Beschreibung vom Hrn. Professor Cöster und Klügel. Ein Bilder-A-B-C, alle Arten Militair, zu Fuß und zu Pferde, große und kleine Jagden, Kuh-, Pferd-, Ziegen- und Schaafweiden, allerley Thiere, Hühnerhöfe, Hühner- und Gänsemädchen, große und kleine Gärten, Kanonen, Pulver- und Rüstwagen, Schlitten und Cabrioletswagen, kleine Kanonen und Pulverwagen zu kleinen Festungen, nebst kleinen sehr billigen ungemalten Soldaten und noch vielen andern Sachen. Vorstehende Sachen verkaufe ich sowohl im Hause als auf dem Markte, und werde, da ich alles selbst verfertige, die möglichst billigsten Preise zu stellen suchen. Ich bitte um geneigten Zuspruch.
Der Petschaftstecher Sänger (sonst Fischer). Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  Johann David Sänger wird am 30. Dezember 1825 Bürger in Halle.
Zeugen sind der Gürtler Zander und der Glaser Mayer. Er bezahlt die üblichen Gebühren.
   
1826

 Im Allgemeinen Anzeiger der Deutschen vom Freitag, dem 3. November 1826 ist folgende Anzeige veröffentlicht:

"Spielsachen in Zinnfiguren, mit sehr schöner Malerey als Naturgeschichten, Mythologie, Jagd- und Schachspiele, diese mit Beschreibung, ferner alle Arten Militär zu Pferde und zu Fuß, Jagden, Menagerien, Viehhöfe, Schaafe und Ziegenweide, Hühner und Gänse etc., alle Arten Wagen, Kanonen und Schlitten, und noch viele andere Sachen empfiehlt Unterzeichneter, zu sehr billigen Preisen zu Weihnachtsgeschenken.

Für Buchhandlungen sind die mit Beschreibung, bey dem Buchhändler Herrn Anton in Halle in Commission. Kunsthändler wollen sich in portofreyen Briefen wenden an J. D. Sänger, Graveur und Zinnfiguren-Fabrikant in Halle, Nr. 20."

   
  49. Stück vom 9. Dezember 1826:
"Zu dem herannahenden Weihnachtsfeste empfiehlt Unterzeichneter seine schon längst bekannten Spielsachen in Zinnfiguren, und bemerkt, daß alles, was nur in diesen vorgestellt werden kann, bey ihm zu haben ist. Ein Waaren-Verzeichniß wird auf Verlangen gratis ausgegeben. Durch reelle Bedienung und billige Preise wird sich zu empfehlen suchen
der Petschaftstecher Sänger (sonst Fischer). Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1827 26. Stück vom 30. Juni 1827:
"In Nr. 20 in der großen Ulrichsstraße ist ein Laden nebst Wohnstube, Kammer, Küche, Keller und Holzremise, beym Graveur Sänger, eine Treppe hoch, zu vermiethen."
   
  50. Stück vom 15. Dezember 1827:
"Zum jetzigen Christmarkte empfehle ich meine selbst verfertigten Spielsachen in Zinnfiguren und bemerke, daß die Auswahl der Sachen in der Zahl und Nützlichkeit gewiß jeden Kenner und Nichtkenner befriedigen wird. Durch billige Preise und schöne Waare werde ich mich zu empfehlen suchen. Preisverzeichnisse werden auf Verlangen gratis ausgegeben.
Sänger, Graveur und Steinschneider (sonst Fischer), Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  51. Stück vom 22. Dezember 1827:
"Zu dem jetzigen Christmarkte empfehle ich nachstehende Spielsachen in Zinnfiguren, als: Naturgeschichte, Mythologie und Jagdspiele mit Beschreibungen, große und kleine Jagden, Menagerieen, Viehhöfe, Hühnerhöfe, Schäfereyen, Kuh-, Pferde-, Ziegen- und Schafweiden, Hühner, Gänse und Gärten, Militair zu Pferde und zu Fuß, als: Preußen, Engländer, Russen, Griechen, Türken, Tyroler, Oesterreicher, Schweden, Dänen, Franzosen, Baiern, Sachsen, Braunschweiger, Würtemberger etc., Kanonen, Pulver- und Trainwagen, figurirte Alphabete für Kinder, die anfangen die Buchstaben zu lernen, kleines Militair zu Festungen, zu Fuß und zu Pferde, und noch viele andere Sachen zu sehr billigen Preisen. Meine Bude ist auf dem Christmarkte in der zweyten Reihe von der Schmeerstraße nach der Hauptwache zu.
Sänger sonst Fischer, Graveur und Steinschneider. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1828

Im Allgemeinen Anzeiger der Deutschen vom Sonnabend, dem 19. Juli 1828 wird inseriert:

"Formen zu einer Zinnfigurenfabrik. Ich bin Willens, meine sämmtlichen Formen zu meiner Zinnfigurenfabrik zu verkaufen. Sie sind in Schiefersteine sehr gut gestochen, und enthalten außer allerley Soldaten und Thieren, Naturgeschichten, Jagdspiele und Mythologie, fast alles was als Figur darin vorgestellt werden kann. Das Fabricat kann sehr leicht hergestellt werden, und wirft in den niedrigsten Preisen 50 Procent ab.

Man wende sich portofrey an den Zinnfigurenfabrikanten und Graveur Sänger (sonst Fischer) in Halle a. d. S. Nr. 20."

   
  36. Stück vom 6. September 1828:
"Ein Laden nebst Wohnung ist zu vermiethen und kann zu Michaelis a. c. noch bezogen werden. Das Nähere in der großen Ulrichsstraße Nr. 20 eine Treppe hoch. Sänger, Graveur."
   
  41. Stück vom 11. Oktober 1828:
"Auf mehrere Veranlassungen wiederhole ich ergebenst die Anzeige, daß ich außer graviren in Metalle auch in Stein schneide, und Wappen, Namenszüge und andere Desseins so billig liefere, wie sie in Warmbrunn oder anderswo geliefert werden können. Ich lege jedem mich Beehrenden Proben meiner Arbeit vor, und bürge dafür, daß jeder Auftrag zu deren Zufriedenheit ausgeführt wird. Uebrigens wird mein Bestreben dahin gerichtet seyn, als Graveur und Steinschneider jedem Kenner dieser Kunst zu befriedigen, ich bitte daher um recht viele Aufträge.
J. D. Sänger, Graveur und Steinschneider. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  46. Stück vom 15. November 1828:
"Der Laden nebst Wohnung in meinem Hause, große Ulrichsstraße Nr. 20, welchen seit Ostern der Frauenschneider Mazunat bewohnt, ist auf Ostern künftiges Jahr wieder zu vermiethen, und kann einem Jeden auf Verlangen, und bey pünktlicher Bezahlung der Miethe, auf mehrere Jahre verpachtet werden. Sänger, Graveur."
   
 

Johann David Sänger betätigt sich als Vermittler und inseriert am 13. Dezember 1828 im Hallischen patriotischen Wochenblatt:

"Ein Wattenfabrikant, der bisher Watten aller Art verfertigte, sucht, um das Geschäft zu erweitern, entweder einen rechtlichen Mann mit einem Betriebskapital dazu, oder ist auch erbötig, gegen Entschädigung das ganze Verfahren mitzutheilen. Darauf Reflectirende werden nähere Nachweisungen auf frankirte Briefe oder mündlich erhalten bey dem Petschaftstecher Hrn. Sänger, große Ulrichsstraße Nr. 20."

   
 

51. Stück vom 20. Dezember 1828:

"Zum jetzigen Christmarkt empfehle ich meine selbst verfertigten Spielsachen in Zinnfiguren und bemerke, daß die Auswahl der Sachen in der Zahl und Nützlichkeit gewiß jeden Kenner und Nichtkenner befriedigen wird; durch billige Preise und schöne Waare werde ich mich zu empfehlen suchen.

Preisverzeichnisse werden auf Verlangen gratis ausgegeben. Sänger, Graveur u. Steinschneider (sonst Fischer), Große Ulrichsstraße Nr. 20."

   
  Johann David Sänger stellt seine "Spielsachen in Zinnfiguren" in der Stube seines Hauses aus und verkauft in einer Markt-Bude auf dem Weihnachtsmarkt.
   
1829 Friedrich Rothe gibt im Hallischen patriotischen Wochenblatt, 22. Stück vom 30. Mai 1829 bekannt: "Daß ich mich als Schenkwirth etablirt habe und in dem Hause des Herrn Sänger sonst Fischer, große Ulrichsstraße Nr. 20 wohne, mache ich meinen Freunden und Bekannten ganz ergebenst bekannt, und bitte um geneigten Zuspruch."
   
 

45. Stück vom 7. November 1829:

"Denkmünzen zu Frankens Denkmal sind zu haben bey dem Graveur Sänger, große Ulrichsstraße Nr. 20."

   
  48. Stück vom 28. November 1829:
"Frankens Denkmal in Zinn, 8 Zoll hoch, natürlich gemahlt, habe ich, um mehrerer Nachfragen zu begegnen, angefertigt, und ist bey mir zu haben. Sänger, Graveur. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  50. Stück vom 12. Dezember 1829 und 51. Stück vom 19. Dezember 1829:
"Zu dem jetzigen Christmarkte empfehle ich meine selbst gefertigten Spielsachen in Zinnfiguren; die Anzahl der Sachen ist so bedeutend, nützlich und schön, daß jeder meiner geehrten Abnehmer bestimmt zur Zufriedenheit bedient werden kann. Ich habe dies Jahr sehr viel neue Sachen angefertigt, welche sich wegen ihrer Schönheit auszeichnen, und bitte um recht viele Abnehmer.
Sänger, Graveur (ehemals Fischer). Große Ulrichsstraße Nr. 20."   
   
1830 Johann Friedrich Fiebiger wirbt im Hallischen patriotischen Wochenblatt, 23. Stück vom 5. Junius 1830:
"Bey meinem Etablissement als Hutmacher verfehle ich nicht, mich dem geehrten Publikum bestens zu empfehlen.
Halle, den 1. Junius 1830. J. F. Fiebiger. Große Ulrichsstraße Nr. 20 beym Graveur Sänger."
   
  25. Stück vom 19. Juni 1830 und 26. Stück vom 26. Juni 1830:
"Denkmünzen zur bevorstehenden Jubelfeyer, passend als Geschenk für die Schuljugend zur Erinnerung an dieses Fest, sind zu haben bey dem Graveur Sänger in der großen Ulrichsstraße und bey Herrn Nortzel in der Schmeerstraße."
   
  25. Stück vom 19. Juni 1830 und 26. Stück vom 26. Juni 1830:
"Besondere Denkmünzen für die Bergleute zum Andenken des Aufzugs bey der Feyer des jetzt kommenden Jubiläums sind fertig und zu haben bey dem Graveur Sänger."
   
  50. Stück vom 11. Dezember 1830 und 51. Stück vom 18. Dezember 1830:
"Zu dem jetzt nahenden Weihnachtsfeste verfehle ich nicht meine werthen Abnehmer auf meine Fabrikate von Zinnspielzeug aufmerksam zu machen, und bemerke zugleich, daß ich die von mir so vielmal verlangte Geburt Jesu, enthaltend 22 Figuren, so wie viele andre Sachen, bestimmt empfehlungswerth angefertigt habe. Außer diesen sind meine Spielsachen so vielfach nützlich und bekannt, daß ich zu diesem Feste, so wie andere Jahre, recht zahlreichen Abnehmern entgegen sehe.
J. D. Sänger, Graveur, Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  51. Stück vom 18. Dezember 1830:
"Zum bevorstehenden Weihnachtsfeste empfiehlt seine Spielsachen von Zinn, wobey die Geburt Christi ganz neu angefertigt ist, bestens der Petschaftstecher Sänger, große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1831 Johann David Sänger betätigt sich wieder einmal als Vermittler und inseriert im Hallischen patriotischen Wochenblatt, 25. Stück vom 18. Junius 1831:
"Ein junger Mensch von guter Erziehung, welcher im Schreiben und Rechnen nicht unerfahren, wünscht bey einer Herrschaft in der Stadt oder auf dem Lande als Bediente ein baldiges Unterkommen. Darauf Reflectirende werden gebeten, sich gütigst an Hrn. Petschaftstecher Sänger, große Ulrichsstraße Nr. 20, zu wenden."
   
 

Im "Oeffentlichen Anzeiger zum Amtsblatt der Königlichen Regierung" vom 19. Oktober 1831 wird inseriert:

"Empfehlung. Bei der jetzt bevorstehenden Einführung der neuen Städte-Ordnung empfiehlt sich bestens, zur Anfertigung der nöthigen Siegel und Stempel, der Steinschneider, Siegel- und Stempel-Graveur Sänger in Halle.

   
  44. Stück vom 29. Oktober 1831:
"Logisveränderung. Meinen hochzuverehrenden Abnehmern mache ich hierdurch ergebenst bekannt, daß ich jetzt im Hause des Herrn Petschaftstecher Sänger, große Ulrichstraße neben Herrn Kaufmann Freudel, wohne, und daß nach wie vor stets die beliebten Gerbstädter Zwiebäcke zu haben sind bey Frau Wagner, 3 Treppen hoch."
   
  51. Stück vom 17. Dezember 1831 und 52. Stück vom 24. Dezember 1831:
"Zu dem jetzigen Weihnachtsmarkte empfehle ich mein Kinderspielzeug in Zinnfiguren bestens und bemerke, daß bey der Mannichfaltigkeit derselben für jedes Kindesalter gesorgt ist, um für dasselbe etwas nützlich unterhaltendes zu finden. Der Verkauf findet auf dem Christmarkt in meiner bekannten Bude und in meinem Hause, große Ulrichsstraße Nr. 20, statt.
Sänger, Graveur."
   
1832 7. Stück vom 18. Februar 1832:
"Ich Unterzeichneter habe zum Andenken der jetzigen Prüfungszeit eine Denkmünze angefertigt, von welchen das Stück 1 Sgr. 3 Pf. kostet. Die Hälfte des Erlöses habe ich für den Wohllöblichen Hülfsverein zum Vertheilen an nothleidende Arme bestimmt, von der anderen Hälfte aber sollen die Kosten zu den nöthigen Materialien bestritten werden.
Da vielleicht ein kleines Andenken jedem, der dergleichen von andern Zeitereignissen aufbewahrt, nicht unwillkommen seyn wird, so hoffe ich jetzt desto mehr um des guten Zweckes wegen auf einigen Erfolg. Den Verkauf derselben hat Herr Nortzel in der Schmeerstraße unentgeldlich übernommen.
Halle, den 14. Februar 1832. Sänger, Graveur."
   
  29. Stück vom 21. Juli 1832:
"Denkmünzen von Zinn, zu dem künftigen Sonntag fallenden erfreulichen Dankfest, sind in der Schmeerstraße bey Herrn Nortzel und in der großen Ulrichsstraße bey dem Graveur Sänger zu haben."
   
  43. Stück vom 27. Oktober 1832:
"Denkmünzen zur zweyten Säcularfeyer auf Gustav Adolphs Tod sind zu haben bey Sänger, große Ulrichsstraße Nr. 20" 
   
  47. Stück vom 24. November 1832:
"Gedächtnißmünzen an unsre lieben Verstorbenen habe ich auf Aufforderung Vieler angefertigt. Name, Alter und Todestag wird von mir noch eingravirt. Diese enthält auf der einen Seite einen Grabhügel, auf welchem eine Urne mit Thränenweiden umgeben steht, am Fuße liegt das Stundenglas mit dem Bild der Vergänglichkeit, und in Thränen umschließt die Trauer die Urne mit der Umschrift: Ja jenseits werden wir uns wiedersehen. Die andere Seite enthält den Namen, Alter und Todestag des Verstorbenen. Es kostet das Stück 5 Sgr. und sind zu haben in der großen Ulrichsstraße Nr. 20 bey mir. Sänger, Graveur."
   
  49. Stück vom 8. Dezember 1832:
"Um allen, welche auch dieses Jahr in meinen Graveur-Arbeiten, als: geschnittenen Siegelringen, Wäschestempeln zum Zeichnen, und Petschaften, Weihnachtsgeschenke zu machen beabsichtigen, dienen zu können, bitte ich, mich recht bald zu beehren, da die letzten Tage gewöhnlich nicht hinreichen, jeden zu befriedigen. Zugleich empfehle ich mein Kinderspielzeug in Zinnfiguren als ein beliebtes Geschenk, und bemerke, daß diese in der Auswahl und Schönheit bestimmt jeden befriedigen wird.
Sänger, Graveur. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  50. Stück vom 15. Dezember 1832:
"Zu dem jetzigen Weihnachtsfest empfehle ich meine Zinnspielsachen, bestehend in allen Arten Militair, großen Feldlagern, belagerten Festungen, Kanonen, Pulver-, Rüstwagen und Chaisen, Vieh- und Hühnerhöfen, Schäfereyen, Gärten, großen und kleinen Jagden, Menagerien, Naturgeschichten, Mythologien, Jagd- und Schachspielen, Christi Geburt und noch vielen andern Sachen bestens   Sänger, Graveur. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1833 50. Stück vom 14. Dezember 1833 und 51. Stück vom 21. Dezember 1833:
"Ich empfehle meine Spielsachen in Zinnfiguren, und bemerke hiermit, daß dieselben zur bessern Uebersicht in einer Stube in meinem Hause eine Treppe hoch aufgestellt sind, und auch auf dem Markt in einer Bude verkauft werden.  
Sänger, Graveur, große Ulrichsstraße Nr. 20"
   
  50. Stück vom 14. Dezember 1833:
"Unterzeichneter empfiehlt sich mit Verfertigung goldener Bilder und Spiegelrahmen in allen Breiten, und versichert bey schöner und auerhafter Arbeit die billigsten Preise.
Louis Deplanque, Vergolder, große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1834 Der Graveur August Ernst Adolph Fischer heiratet am 18. November 1834 die Caroline Fischer (* 1. Oktober 1813), Tochter des Instrumentenmachers Adam Friedrich Fischer und dessen Ehefrau Johanna Marie Fischer, geb. Schwabe.
Das Ehepaar hat die Kinder Caroline Emilie Fischer (* 14. Januar 1835 *) ), Sophie Friederike Fischer (* 25. März 1837), Louis Ernst Fischer (* 1. Juni 1839; † 11. August 1844 Scharlachfieber), August Julius Richardt Fischer (* 5. Februar 1842), Anna Luise Friederike Fischer (27. März 1844; † 25. Mai 1845), Karl Ernst Otto Fischer (* 18. Januar 1846), Bertha Ernestine Fischer (* 8. Oktober 1849) und Gotthilf Karl Theodor Fischer (* 8. Juli 1852 *) ).
*) Pate bei der Taufe u. a. der Graveur Carl Anton Wiener
   
  51. Stück vom 20. Dezember 1834:
"Mein sehr nettes und mannichfaltiges Spielzeug in Zinnfiguren ist aufs Schönste und Beste assortirt, und empfehle es zur gütigen Abnahme.
Sänger, Graveur. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1835 49. Stück vom 5. Dezember 1835:
"Maschinen zum Einfädeln der Nähnadel, womit auch das blödeste [damalige Bedeutung: kraftlos, schwach] Auge schnell und sicher einfädeln kann, sind das Stück 1 Sgr. 3 Pf. bey dem Graveur Sänger in der großen Ulrichsstraße Nr. 20 zu haben."
   
  50. Stück vom 15. Dezember 1835:
"Meine Spielsachen in Zinnfiguren sehr schön und mannichfaltig empfehle ich zu diesem Christfeste bestens, und verkaufe solche sowohl im Hause als auf dem Christmarkte in meiner Bude, von der Schmeerstraße die 2te Reihe, der Porzelan-Bude gegenüber. Sänger, Graveur."
   
  51. Stück vom 22. Dezember 1835:
"Maschinen zum Selbsteinfädeln der Nähnadeln vermittelst eines Drucks fertige ich auf Bestellung, ich habe eine dergleichen angefertigt und kann bey mir besehen werden. Auch sind die bekannten, neuere Sorte, à Stück 2 Sgr., immer bey mir zu haben.
Sänger, Graveur. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1836 50. Stück vom 15. Dezember 1836 und 51. Stück vom 20. Dezember 1836:
"Kinderspielzeug in Zinnfiguren empfiehlt in größter Auswahl der Graveur Sänger in der 2ten Reihe von der Schmeerstraße, Eckbude auf dem Christmarkt."
   
1837 32. Stück vom 10. August 1837:
"Um den Irrthum zu widerlegen, als schickte ich einen alten Mann herum, der für mich Graveur-Arbeit aufsuchen solle, so erkläre ich hiermit, daß ich höchst mittelmäßige Arbeit, welche bereits an Mehrere abgeliefert ist, mich schämen würde, nur solche aus meinen Händen zu geben.
Sänger, Graveur und Steinschneider."
   
  33. Stück vom 15. August 1837:
"Ich habe mehrere Alphabets in englischen und gothischen Ductus angefertigt, welche ich nunmehr denjenigen hochverehrten Damen, die noch keinen eigenen Wäschestempel besitzen, zum Wäschezeichnen ganz billig ablassen kann.
Sänger, Graveur. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  37. Stück vom 9. September 1837:
"Die so vielfach von mir verlangten Maschinen zum Einfädeln der Nähnadel, von Silber sehr elegant, sind jetzt vorräthig angefertigt und nebst denen von Composition immer zu haben bei mir in der großen Ulrichsstraße Nr. 20.
Sänger, Graveur und Steinschneider."
   
  45. Stück vom 4. November 1837:
"Denkmünzen zur Einweihung des neuen, Gustav Adolph gesetzten Denkmals, mit dem neuen und alten Denkmal bei Lützen, sind bei mir große Ulrichsstraße Nr. 20 zu haben. Sänger, Graveur:"
   
  50. Stück vom 9. Dezember 1837 und 51. Stück vom 19. Dezember 1837:
"Zum bevorstehenden Weihnachtsfeste empfehle ich meine sehr mannichfaltigen Spielsachen in Zinnfiguren für Kinder beiderlei Geschlechts, als: Naturgeschichte, Mythologie, Jagdspiele, große und kleine Jagden und Gärten, Städte und Dörfer, Vieh-, Pferde- und Höhnerhöfe, Lager, Festungen, großes und kleines Militair zu Fuß und zu Pferde, Kanonen, Pulver- und Rüstwagen, und noch sehr viele andere Sachen.
Auch meine bekannten Maschinen zum Einfädeln der Nähnadeln, welche ein passendes Weihnachtsgeschenk abgeben, sehr elegant in Silber und Composition, empfehle ich hiermit bestens.
J. D. Sänger, Petschaftstecher und Steinschneider. Große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1838 15. Stück vom 19. April 1838:
"Der Laden nebst Wohnung in meinem Hause große Ulrichsstraße Nr. 20 ist zu vermiethen und kann zu Johannis bezogen werden. Sänger, Graveur."
   
  48. Stück vom 4. Dezember 1838:  
"Meine Spielsachen und Zinnfiguren (da ich über 4000 Formen besitze, sehr mannichfaltig) habe ich bereits wieder in meinem Hause große Ulrichsstraße Nr. 20 eine Treppe hoch zur Ansicht aufgestellt, ich bitte daher, da die Sachen die schönste Malerei auszeichnet, zumal in dieser gedrückten Zeit, um recht viel gütige Abnehmer.
Sänger, Petschaftstecher und Steinschneider."
   
  49. Stück vom 13. Dezember 1838:
"Meine Spielsachen in Zinnfiguren sehr mannichfaltig werden während des Christmarkts in der ersten Bude der zweiten Reihe von der Schmeerstraße an gerechnet verkauft. Da dieselben nicht wie die Nürnberger, die hie und da im Handel vorkommen, dem Zerbrechen so leicht ausgesetzt sind, weil sich nicht von Zink wie diese, sondern von gutem Zinnloth gegossen, auch sich durch vorzügliche Malerei auszeichnen, so bitte ich um recht viele und gütige Abnehmer.
Sänger, Graviur [sic!], große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1839

Johann David Sänger stirbt am 13. März 1839 mit nur 41 Jahren um 3 Uhr Nachts an Lungenschwindsucht.

Im Hallischen Adressbuch ist unter der Großen Ulrichstraße 20 ein Friedrich Sänger, Graveur, aufgeführt [dies ist falsch - einen Friedrich Sänger gibt es nicht!]

   
  11. Stück vom 21. März 1839:
"Einem wohlwollenden Publikum zeige ich ergebenst an, daß das Graveur-Geschäft meines seligen Mannes J. D. Sänger ununterbrochen fortgesetzt wird, und bitte um geneigten Zuspruch. Wittwe Sänger."
   
  19. Stück vom 11. Mai 1839:
"Denkmünzen auf die Reformation in Sachsen beziehend sind zu haben in Einzelnen und Dutzenden bei der Wittwe Sänger, große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  27. Stück vom 6. Juli 1839:
"Der Laden und Zubehör in Nr. 20 große Ulrichsstraße, welchen Herr Oswald bewohnt, ist zu Michaelis zu vermiethen und Näheres zu erfragen bei Wittwe Sänger in dem Hause 1 Treppe hoch."
   
1840 Der Graveur Eduard Wilhelm Ferdinand Fischer heiratet am 4. Oktober 1840 die Auguste Caroline Metz (* 1812), Tochter des Schneiders Johann Sebastian Metz und dessen Ehefrau Regine Elisabeth Metz, geb. Menge.
   
 

Im Haus Große Ulrichstraße 20 wohnt die Witwe Charlotte Sänger, die Töchter Amalie Sänger und Charlotte Sänger, der Sohn Maximilian Sänger, der Graveur Eduard Wilhelm Ferdinand Fischer mit seiner Frau Auguste Caroline Fischer.

   
  Eduard Fischer steigt am 10. Dezember 1840 im Gasthaus Mondschein zu Gostenhof in Erlangen ab.
   
  Ernst Fischer, der bisher in der Großen Ulrichsstraße Nr. 35 gewohnt hat, ist in die Geiststraße Nr. 1188 umgezogen.
   
  14. Stück vom 4. April 1840:
"Daß ich von jetzt an nicht mehr am Ulrichsthor Nr. 35, sondern Neumarkt, Geiststraße Nr. 1188, wohne, zeige ich hierdurch ergebenst an und empfehle mich einem geehrten in- und auswärtigen Publikum nicht nur mit Stempel- und Petschaftstechen, sondern auch mit llen in mein Fach einschlagenden Arbeiten. Ernst Fischer, Graveur."
   
1841 Eduard Fischer stellt auf der Provinzial-Gewerbe-Ausstellung in Halle aus.
Im Hallischen patriotischen Wochenblatt , 20 Stück, 2. Beilage, vom 20. Mai 1841 wird gelobt: "Von den Formstechern hatten Fischer jun. und Wiener, beide aus Halle, Proben ihrer Kunst ausgelegt, die von Eifer für Fortschritte zeigen und hoffen lassen, daß sie zur künftigen Ausstellung recht Tüchtiges bringen werden."
   
  43. Stück vom 26. Oktober 1841:
"Denkmünzen zur dritten Jubelfeier der Reformation für Halle sind zu Haben à Stück 1¼ Sgr. bei Wittwe Sänger, große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
  50. Stück vom 16. Dezember 1841:
"Zinnfiguren empfiehlt zum bevorstehenden Weihnachtsfeste ganz ergebens Wittwe Sänger."
   
  Die Witwe Charlotte Sänger betätigt sich als Kleiderhändlerin.
Im Adressbuch ist vermerkt: Eduard Fischer, Graveur, früher D [
avid]. Sänger, Große Ulrichstraße 20.
   
1842 Eduard Fischer ist in die Große Ulrichstraße Nr. 56 umgezogen.
   
  2. Stück vom 8. Januar 1842:
"Ein Laden nebst Zubehör kann vom 1. April an bezogen werden. Näheres ertheilt der Graveur Fischer, große Ulrichsstraße Nr. 56."
   
  40. Stück vom 6. Oktober 1842:
"Meinen werthen Kunden zeige ich ergebenst an, daß Preußische Kokarden wieder vorräthig sind. Um geneigten Zuspruch bittet Wittwe Sänger, große Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1843 Charlotte Sänger ist jetzt Trödlerin.
   
  Ernst Fischer, vorübergehend in der Scharrngasse 1345 wohnend ist in die Große Ulrichsstraße Nr. 69 umgezogen.
   
  44. Stück vom 9. November 1843 und 45. Stück vom 11. November 1843:
"Schaustücke zum bevorstehenden Einweihungsfest der neuen Elisenbrücke empfiehlt in verschiedenen Sorten à Stück 2 Sgr. 6 Pf. und 1 Sgr. 6 Pf.; Wiederverkäufer erhalten 25 % Rabatt, Ernst Fischer, Petschaftstecher. Große Ulrichsstraße Nr. 69"
   
1845 6. Stück vom 8. Februar 1845:
"Ein Keller nebst Stube oder ein Laden zum Victualienbetrieb wird zum 1. April zu miethen gesucht. Zu erfragen bei Wittwe Sänger, gr. Ulrichsstraße Nr. 20."
   
1846 In "LE PALAMÈDE Revue Mensuelle DES ÉCHECS ET AUTRES JEUX No. 8 AOUT 1846" und "MUSÈE DE L'ÈCHIQUIER Numèro 9, Septembre 1846" wird das Schachspiel ausführlich beschrieben:
Buhle (C.-A.). Le jeu d'Echecs historique expliqué avec une courte instruction, etc. Halle, Fischer, 1812, in-12 de 16 p. (en allemand).
Ce jeu d'Echecs, en étain, ne diffère du jeu ordinaire qu'en ce qu'il a quatre Pions de plus de chaque côté. Chaque armée a 1 Roi et 1 Reine couronnés, tenant l'un et l'autre un sceptre de la main droite; 2 adjudans (au lieu de Fous) en uniforme d'officier , 2 Cavaliers, représentés par deux Chevaux cabrés; 2 Tours surmontées chacune d'un drapeau, et 12 Pions ou Soldats en costumes militaires, shakos sur la tête et le fusil au côté, simulant des troupes françaises et anglaises; les habits d'une partie sont bleues et de l'autre rouges. Si l'on ôte quatre Pions de chaque côté, ces pièces, très distinctes, peuvent servir au jeu d'Echecs ordinaire.
Il y est joint une feuille servant d'Echiquier, faite par le graveur Fischer.
   
1847

Das Anwesen Große Ulrichstraße 20 wird an Julius Heinrich Brand laut Kaufvertrag vom 11. Juni 1847 für 3000 fl. verkauft.

Charlotte Sänger kauft das Anwesen Bölbergasse Nr. 22.

   
  46. Stück vom 13. November 1847:
"Daß ich nicht mehr große Ulrichsstraße, sondern Bölbergasse Nr. 22 wohne und mein Handelsgeschäft daselbst fortsetze, zeige ich ergebenst an. Wittwe Sänger."
   
  Ernst Fischer ist in das Haus Unterberg Nr. 1372 umgezogen.
   
1851 Charlotte Sänger wird im Adressbuch als Handelsfrau aufgeführt.
   
  Neue Anschrift des Ernst Fischer ist Große Ulrichsstraße Nr. 35.
   
1853 August Ernst Adolph Fischer stirbt am 14. Februar 1853 mit 42 Jahren an Abzehrung.
   
  7. Stück vom 15. Februar 1853:
"Todesanzeige. Heute Morgen 2 Uhr starb unser guter Gatte und Vater, der Graveur Ernst Fischer, nach langem Krankenlager an einem Magenleiden. Dieses Verwandten und Freunden zur Nachricht.
Halle, den 14. Februar 1853.
Die tiefbetrübte Wittwe nebst ihren 6 unmündigen Kindern."
   
1855 Die Witwe von August Ernst Adolph Fischer, die jetzt am Brunnenplatz 3 wohnt, zählt zu den Almosengenossen und bekommt ein monatliches Almosen von 3 Thlr.
   
1861 Charlotte Sänger stirbt am 22. April 1861 an einem chronischen Lugenleiden im Alter von 70 Jahren 6 Monaten.
   
1867 Eduard Fischer jun. firmiert als Graveur und Strumpfwarenhandlung am Markt 15.
   
1869 Hallisches Tageblatt Nr. 242 vom 16. Oktober 1869:
"Eine Stube, Kammer und Küche wird von einer alleinstehenden Dame sogleich oder zum 1. Januar zu beziehen gesucht.
Näheres bei Fischer, Markt 15."
   
  Hallisches Tageblatt Nr. 243 vom 17. Oktober 1869:
"Ein Conditorgehülfe wird sofort nach auswärts gesucht. Näheres bei E. Fischer, Markt 15."
   
1870 Eduard Fischer jun. ist in das Hintergebäude des Anwesens Markt 15 umgezogen.
   
  Hallisches Tageblatt Nr. 1 vom 1. Januar 1870:
"5000 Paar weiße Glacéhandschuhe, à Paar 5 Sgr. bei Ed. Fischer, Markt 15, an der Bärgasse."
   
  Hallisches Tageblatt Nr. 11 vom 14. Januar 1870:
"Besatzknöpfe werden zu und unter dem Einkaufspreise, um damit zu räumen, verkauft. E. Fischer, Markt 15, an der Bärgasse."
   
1871

Anzeige im Fränkischen Kurier Nr. 460 vom 29. November 1871 und Nr. 474 vom 6. Dezember 1871 (sic! - richtig: "Formen")
   
  Diese Anzeige kann sich auf die Formen von Johann Ernst Fischer beziehen, da der Sohn Eduard Fischer am Marktplatz 15 neben Heckert wohnte und arbeitete und derzeit noch nicht bekannt ist, ob er 1871 verstorben ist. Hier stellt sich aber dann die Frage, wo der Rest von den ehemals 4000 Formen (Inserat vom 4. Dezember 1838) verblieben ist.
Ebenso kann sich die Anzeige aber auch auf die Formen von
Carl Anton Wiener beziehen, da Wiener offensichtlich mit der Familie Heckert befreundet war.
Von einem evtl. Käufer und dem Verbleib dieser 8 - 900 Formen ist nichts bekannt.  
   
  Der Konditormeister Franz August Heckert (* 2. Mai 1830; † 7. November 1888), der am Marktplatz 17 eine Konditorei betreibt, zieht später um an den Weidenplatz 6c und die Sophiestraße 28.
Seine Eltern sind Johann Andreas Witte genannt Heckert (* 16. Januar 1789; † 29. Mai 1872) und Maria Henriette Heckert, geb. Brauer (* 13. Dezember 1798; † 9. März 1871).
   
1872 Der Graveur Eduard Fischer wohnt Kaulenberg 1/II.
   
 

Zinnfiguren:

Johann David Sänger hat also die Formen des Graveurs Johann Ernst Fischer, der am 26. November 1821 verstorben ist, und nachdem er dessen Witwe geheiratet hat, übernommen.

Siehe Erhard Schraudolph: Eisvogel trifft Klapperschlange - Zinnfiguren und Kinderbücher in der Aufkärung - Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, 30. November 2006 bis 22. April 2007, Verlag des Germanischen Nationalmuseums, Seite 25.

Schraudolph schreibt u. a.: "Johann Ernst Fischer verstarb in Halle am 26. 11. 1821. Mit seinem Tod endete die Produktion der Werkstatt."

Die Produktion der Zinnfiguren aus den Formen von Johann Ernst Fischer ging auf alle Fälle bis 1838 durch Johann David Sänger, und evtl. bis 1850 durch Ernst Fischer weiter.

   
  In "Eisvogel trifft Klapperschlange" sind unzählige Abbildungen von Figuren des Johann Ernst Fischer, einige Beispiele auch in "Alte Hildesheimer Zinnfiguren - Fischer oder Fleegel?" sowie in "Zinnfiguren einst und jetzt" von Erwin Ortmann auf Seite 68 (die Götter-Figuren hier irrtümlich Fleegel zugeschrieben).
   
  Sigel des Johann Ernst Fischer
   
 

Quellen:

Hallisches Adressbuch 1837 (familysearch.org)

Hallische Adressbücher (ULB Sachsen-Anhalt online)

Wöchentliche Hallische Anzeigen Nr. 11 vom 6. Februar 1792 (STA Halle (S.)

Allgemeines Verzeichniß der Bücher, welche in der Frankfurter und Leipziger Michaelismesse des 1792 Jahres entweder ganz neu gedruckt, oder sonst verbessert, wieder aufgelegt worden sind, auch inskünftig noch herauskommen sollen (Google books)

Anzeige der Bücher, Kupferstiche, und Kunstsachen, so Friedr. Christ. Dreyßig, Kunsthändler zu Halle, Leipzig und Lauchstädt, verlegt und verkauft, 1793 (Universitätsbibliothek Augsburg)

Allgemeine Literatur-Zeitung Num. 353 vom 27. Dezember 1793 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung Nr. 24 vom 12. März 1794 (Google books)

Allgemeine Literatur-Zeitung Nr. 293 vom 6. September 1794 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung Nr. 106 vom 20. September 1794 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung Nr, 125 vom 12. November 1794 (Google books)

Allgemeine Literatur-Zeitung Nr. 59 vom 27. Februar 1795 (Google books)

Beilage zu Nr. 33 der Bayreuther Zeitung vom 17. März 1795 und Nr. 150 vom 15. Dezember 1795 (Google books)

Allgemeine Literatur-Zeitung Nr. 195 vom 18. Juli 1795 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung, Nr. 164 vom 7. Dezember 1796 (Google books)

Reichs-Anzeiger Nr. 293 vom 17. Dezember 1796 und Nr. 294 vom 19. Dezember 1796 (Google books)

Intelligenz-Blatt des Journals des Luxus und der Moden No. 1 vom Januar 1797 (Google books)

Allgemeine Literatur-Zeitung No. 250 vom 8. August 1797 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung, Nr. 110 vom 9. September 1797 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung, Nr. 122 vom 30. September 1797 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung, Nr. 158 vom 9. Dezember 1797 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung, Nr. 130 vom 8. September 1798 (Google books)

Allgemeine Literatur-Zeitung No. 178 vom 5. Juni 1799 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung, Nr. 138 vom 26. Oktober 1799 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung Nr. 142 vom 6. September 1800 (Google books)

Reichs-Anzeiger Num. 207 vom 8. September 1800 (Google books)

Reichs-Anzeiger Nr. 260 vom 6. Oktober 1801 und Nr. 301 vom 16. November 1801 (Google books)

Jahrbuch der neuesten Literatur, 128, Stück vom 25. November 1801 (Google books)

Friedrich Christoph Dreyßig: Dreyzehntes Verzeichniß der Bücher, Kunstsachen, Weihnachts-, Neujahrs-, Geburts und Meß-Geschenke 1801 bis 1802 in Hallisches Patriotisches Wochenblatt, 10. Stück vom 5. Dezember 1801 (Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt online)

Münchner Tagblatt No. 18 vom 20. Februar 1802 (Google books)

Fränkische Provinzial-Blätter Nro. 22 vom 13. April 1802 (Google books)

Bibliothek der Pädagogischen Literatur, verbunden mit einem Correspondenzblatte, welches pädagogische Abhandlungen, Aufsätze, Anfragen, Nachrichten, Wünsche, Zweifel, Vorschläge etc. enthält, und einem Anzeiger. Dritten Bandes erstes Stück, September 1802 (Google books)

Anzeiger der Pädagogischen Bibliothek. Zu des dritten Bandes drittem Stücke (Google books)

Allgemeines Verzeichniß der Bücher, welche in der Frankfurter und Leipziger Ostermesse des 1802 Jahres entweder ganz neu gedruckt, oder sonst verbessert wieder aufgelegt worden sind, auch inskünftige noch herauskommen sollen, Leipzig in der Weidmannischen Buchhandlung (Google books)

Beylage zu No. 204 vom 22. Dezember 1802 und No. 206 vom 25. Dezember 1802 des Hamburgisch unpartheyischen Correspondenten (Google books)

Münchner Tagblatt. Eine Zeitschrift historisch-ökonomisch- und moralischen Inhalts. Erster Jahrgang in vier Heften, München 1802 (Google books)

Allgemeines Verzeichniß der Bücher, welche in der Frankfurter und Leipziger Ostermesse des 1803 Jahres entweder ganz neu gedruckt, oder sonst verbessert wieder aufgelegt worden sind, auch inskünftige noch herauskommen sollen, Leipzig in der Weidmannischen Buchhandlung (Google books)

Intelligenzblatt der Zeitung für die elegante Welt, Nr. 16 vom 19. April 1803 (Google books)

Litterarischer und artistischer Anzeiger (Beilage zum Freimüthigen) Nr. 68 vom 29. April 1803 (Google books)

Der Reichs-Anzeiger No. 10 vom 13. Januar 1803, No. 52 vom 24. Februar 1803 und No. 122 vom 10. Mai 1803 (Google books)

Staats- und gelehrte Zeitung des Hamburgischen Correspondenten No. 179 vom 9. November 1803, Beilage zu No. 179 vom 9. November 1803, No. 183  vom 16. November 1803, Beilage zu No. 187 vom 23. November 1803, Beilage zu No. 195 vom 7. Dezember 1803 und No. 207 vom 28. Dezember 1803 (Google books)

Allgemeine Literatur-Zeitung Nr. 250 vom 31. August 1804 (Google books)

Bibliothek der Pädagogischen Literatur, September und October 1804 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung Nr. 206 vom 26. Dezember 1804 (Google books)

Annalen der Physik, Jahrgang 1804, Stück 9 oder achtzehnten Bandes erstes Stück, Halle 1804 (Google books)

Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger Num. 323 vom 28. November 1804 (Google books)

Intelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung Num. 200 vom 15. Dezember 1804 (Google books)

Miscellen der gemeinnützigen Beyträge zu den Dresdner Anzeigen, 50. Blatt, 49. Stück 1805: Nützliche Geschenke für Kinder und Erwachsene, welche bey der Arnoldischen Buch- und Kunsthandlung in Dresden am Alten Markt im goldenen Ringe in den billigsten Preisen zu haben sind. (Google books)

Allgemeine Literatur-Zeitung Nr. 4 vom 4. Januar 1805 (Google books)

Reichs-Anzeiger Nr. 14 vom 16. Januar 1805 (Google books)

Allgemeine Literatur-Zeitung Nr. 270 vom Oktober 1805 (Google books)

Beilage zu Frankfurter Frag- und Anzeige-Nachrichten No. 104 vom 13. Dezember 1805 und No. 105 vom 17. Dezember 1805 (Google books)

Ergänzungsblätter zur Allgem. Literatur-Zeitung Nr. 90 vom Juli 1806 (Google books)

Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung Num 172 vom 22. Juli 1806 (Google books)

Intelligenzblatt der Zeitung für die Jugend nr. 47 vom 13. Dezember 1808 (Google books)

Allgemeine Literatur-Zeitung vom 15. Dezember 1808 (Google books)

Grundsätze der Erziehung des Unterrichts für Elten Hauslehrer und Schulmänner - zweyter Theil, Halle 1810 (Google books)

Allgemeine Literatur-Zeitung Nr. 266 vom 28. September 1810 (Google books)

Allgemeines Verzeichniß der Bücher, welche in der Frankfurter und Leipziger Ostermesse des 1812 Jahres entweder ganz neu gedruckt, oder sonst verbessert wieder aufgelegt worden sind, auch inskünftige noch herauskommen sollen, Leipzig in der Weidmannischen Buchhandlung (Google books)

Allgemeines Bücher-Lexikon oder vollständiges Alphabetisches Verzeichniß der von 1700 bis zu Ende 1810 erschienenen Bücher, welche in Deutschland und in den durch Sprache und Literatur damit verwandten Ländern gedruckt worden sind, Erster Band A - F und Zweyter Band G - M, Leipzig 1812 (Google books)

Beylage zu No. 194 der Leipziger Zeitung vom 4. Oktober 1817 (Google books)

Beylage zu No. 199 der Leipziger Zeitung vom 11. Oktober 1817 (Google books)

Beylage zu No. 233 der Leipziger Zeitung vom 29. November 1817 (Google books)

Das gelehrte Teutschland oder Lexikon der jetzt lebenden teutschen Schriftsteller, 17. Band, Lembo 1820 (Google books)

Allgemeiner Anzeiger der Deutschen Num. 248, Donnerstag, den 12. September 1822 (Google books)

Allgemeiner Anzeiger der Deutschen Num. 300, Freytags, den 3. November 1826 (Google books)

Allgemeiner Anzeiger der Deutschen Num. 194, Sonnabends, den 19. Julius 1828 (Google books)

Oeffentlicher Anzeiger zum Amtsblatt der Königlichen Regierung, 67. Stück, ausgegeben zu Merseburg den 19. Oktober 1831 (Google books)

Vollständiges Bücher-Lexicon enthaltend alle von 1750 bis zu Ende des Jahres 1832 in Deutschland und in den angrenzenden Ländern gedruckten Büchern, Erster Theil A - C, Leipzig 1834 (Google books)

Allgemeine Zeitung von und für Bayern Nro. 347 vom 12. December 1840 (Google books)

LE PALAMÈDE Revue Mensuelle DES ÉCHECS ET AUTRES JEUX No. 8 AOUT 1846 (Google books)

MUSÈE DE L'ÈCHIQUIER Numèro 9, Septembre 1846 (Google books)

Stadtarchiv Halle/Saale: Bürgerbuch der Stadt Halle, Bd. 2, S. 812, 1825 (B 1,2) - Grundbuch der Stadt Halle 1827, S. 14 (C 38,1) - Begräbnisregister der Stadt Halle 1839 (B 17,3) - Urbevölkerungsliste 1840, Bd. 1 (B 14,1)

Fränkischer Kurier Nr. 460 vom 29. November 1871 und Nr. 474 vom 6. Dezember 1871 (Google books)

Theodor Hampe: Der Zinnsoldat - ein deutsches Spielzeug, Verlag Herbert Stubenrauch, Berlin 1924

Der standhafte Zinnsoldat - Aus der Spielzeugkiste ins Museum, St.-Annen-Museum, 28. November 1976 - 9. Januar 1977 (Ausstellungskatalog)

Curt F. Kollbrunner: Zinnfiguren - Zinnsoldaten - Zinngeschichte, Hirmer-Verlag München 1979

Walter Achilles: Alte Hildesheimer Zinnfiguren - Fischer oder Fleegel?, Hildesheimer Miniaturen, Bernward-Verlag 1980

Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse und Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985

Heinz Schenzle: Sigel-Bestimmungsbuch, Freunde der Plassenburg e.V. Kulmbach, 1987

Erhard Schraudolph: Eisvogel trifft Klapperschlange - Zinnfiguren und Kinderbücher in der Aufklärung, Austellung im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg 30. November 2006 bis 22. April 2007, Verlag des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg 2006

Eike Gelfort: Familie Heckert in und aus Halle, in Ekkehard Heft 3 und 4/2009

Heidi Pohle in der Mitteldeutschen Zeitung, 25.11.2011: Halle - Weihnachten anno dazumal

Claudie Paye: "Der französischen Sprache mächtig" - Kommunikation im Spannungsfeld von Sprachen und Kulturen im Königreich Westphalen (1807 - 1813), Oldenbourg Verlag München 2013 (S. 289 - 292)

Ich danke Manfred Fürst sehr herzlich für hilfreiche Hinweise und Fotos der Zinnfiguren!

   
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Stadtarchiv Halle (Saale) EUR 66,60
Hallische Familienforscher "Ekkehard" e. V. EUR 9,00
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Moritz Coburg, Spende EUR 25,00 - Ich danke Herrn Pfarrer i. R. Axmann für die Recherche!
Generalagentur für Genealogie GbR Magdeburg EUR 262,20 (anteilig): ich danke Carsten H. O. Tüngler für die Recherche sehr herzlich!
Digitalisate "Unterhaltungen aus der Mythologie - 2. Lieferung", "Abbildungen schöner Bäume und Thiere - 8. Geschenk" und "Beschreibung merkwürdiger Bäume, Thiere, Vögel - 11. Geschenk" EUR 72,50
   
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