Santesson - Stockholm
Gamla tenngjuteriet - Stockholm
A. B. Gamla Santessonska tenngjuteriet - Stockholm
Gamla tenngjuteriet Holmberg & Björk - Stockholm
   
1772 Casten Ludvig Santesson wird am 2. Oktober 1772 geboren als Sohn des Nils Santesson (* 13. August 1741; † 5. Mai 1816) und dessen Ehefrau Christina Catharina, geb. Billing (* 1748; † 1819).
   
1806 Er ist Bezirks-Polizeichef im Bezirk Willands in der Provinz Christianstads mit dem Titel eines Gerichtskommissars und  heiratet am 1. März 1806 die Eva Margareta Bergman (* 13. Juli 1790), Tochter des Bezirks-Polizeichefs Per Abraham Bergman und dessen Ehefrau Ingrid Margareta, geb. Wessel.
  Das Ehepaar hat die Kinder:
Christina Margaretha Santesson (* 17. Juni 1807; heiratet am 25. November 1834 den Stückjunker beim Artillerie-Regiment Wendes, Adolph Strömblad, stirbt am 23. Mai 1847),
Nils Abraham Santesson (13. Juni 1808 in Raskaboda in Oppmanna, Kreis Kristianstad),
Johan Santesson (* 5. März 1810; † 18. April 1810),
Johan Santesson (* 25. Juli 1811),
Berndt Oskar Santesson (* 11. Januar 1815),
Anna Maria Santesson (* 24. Februar 1817) und
Carl Gustaf Santesson (* 13. April 1818; † 20. März 1819).
   
1819 Casten Ludvig Santesson stirbt am 14. Juni 1819.
   
1823 Der 1808 geborene Nils Abraham Santesson beginnt von 1823 bis zum 30. Juni 1827 eine Lehre bei seinem Onkel mütterlicherseits, dem Zinngießermeister Gustaf Adolf Bergman in Kristianstad.
   
1827 Er ist Geselle und arbeitet noch bis April 1829 bei Gustaf Adolf Bergman, beginnt dann die übliche Wanderschaft und besucht dabei vierundzwanzig Städte im Königreich Schweden.
   
1829 Am 30. Oktober 1829 kommt Nils Abraham Santesson aus zuletzt Vimmerby nach Stockholm zurück und arbeitet als Geselle bei dem Zinngießermeister Wilhelm Helleday in Stockholm.
   
1830 Wilhelm Helleday stirbt am 18. Oktober 1830.
Nils Abraham Santesson
leitet bis 1838 die Werkstätte für die Witwe.
   
1839 Catharina Helleday, geb. Julin, stirbt am 22. Mai 1839.
Nils Abraham Santesson übernimmt die Werkstätte.
   
  Am 13. August 1839 wird ihm das Bürgerrecht verliehen.
Er bewirbt sich um den Meistertitel, absolviert die Meisterprüfung mit der Anfertigung der Formen für einen Henkelmann und einer Klistierspritze sowie der Abgüsse und die Ausarbeitung dazu und wird Zinngießermeister am 20. September 1839.
 
Er übernimmt die Werkstätte von Israel Buhrman II. und kauft auch die Formen von Wilhelm Helleday.
  Meisterzeichen und Stadtmarke des Nils Abraham Santesson vom 20. September 1839 bis 22. November 1875 (Bruzelli):
 

                    

   
  Meisterzeichen und Stadtmarke des Nils Abraham Santesson (Löfgren):
   
    1843                  1845        
   
                     
   
  Der Firmensitz ist in der Västerlånggatan 58 in der Altstadt Stockholms.
   
    
  Firmenschild des Nils Abraham Santesson mit Zinntellern von Carl Jacob Lemon
   
  Er produziert hauptsächlich Schüsseln, Teller, Breischalen, konische und zylindrische Stopfen, Kaltschalen, Schälchen, Bettwärmer, Kelche, Krüge und Nachtgefäße. Er verarbeitet deutlich über 1000 Pfund Zinn pro Jahr. 
   
1840 In den Jahren 1840 bis 1842 arbeitet sein Bruder Berndt Oskar Santesson als Geselle bei ihm.
   
1841 Nils Abraham Santesson heiratet am 19. September 1841 seine Haushälterin Katarina Vennström (* 30. Oktober 1809 in St. Olofs bei Sigtuna; † 13. Januar 1877), Tochter des Bauern Erik Eriksson und dessen zweiter Ehefrau Johanna Charlotta, geb. Bilin, verww. Vennström.
  Das Ehepaar hat die Kinder:
Frans Abraham Nikolaus Santesson (* 6. Juli 1834),
Anna Charlotta Santesson (* 28. Juni 1841; heiratet am 26. April 1865 den Leutnant im Straßen- und Wasserbaukorps sowie Bahnhofsingenieur bei den Staatsbahnen Jonas Rist Gad (* 1. März 1840 in Helsingör/Dänemark; † 1866); zweite Ehe am 14. Juni 1875 mit dem Zollinspektor Carl Gustaf Sjögren (* 1838; † 15. September 1904); stirbt am 18. November 1866 in Degerfors/Örebro),
Carl Ludvig Santesson (* 4. Januar 1843; † 3. April 1894 als Bauingenieur),
Bror Axel Santesson (* 25. April 1844; ist Graveur und heiratet am 13. Juni 1875 die Zelma Kristina Elisabeth Sjöberg (* 24. Januar 1850; † 21. Juni 1931); stirbt am 16. Juni 1909),
Vilhelmina Margareta Santesson (* 8. März 1847; heiratet am 15. September 1879 den Kanzlist in der Stockholmer Gesundheitsbehörde Erik Ragnar Isæus (* 31. Juli 1846 in Husby Sjutolft); stirbt am 10. September 1907),
N. N. (*† 1849) und
Lovisa Ingeborg Santesson (* 2. Februar 1852; † 3. Februar 1852).
   
1842 Ab diesem Jahr ist Nils Abraham Santesson der produktivste Meister in Stockholm; er verarbeitet oft deutlich mehr Zinn als die beiden anderen aktiven Meister Carl Jakob Gustaf Lemon und Berndt Oskar Santesson.
   
1846 Carl Jakob Gustaf Lemon verzichtet auf das Ältestenamt und Nils Abraham Santesson wird der letzte Älteste des Zinngießeramtes.
   
1848 Der 1834 geborene Frans Abraham Nikolaus Santesson erlernt von 1848 bis 1852 bei seinem Vater das Zinngießerhandwerk.
   
1852 Er erhält nach Abschluß der Lehre die Preismedaille der Handwerksvereinigung und ein Reisestipendium von 450 Rigsdaler von der Handelshochschule.  
   
1853 Mit staatlicher Unterstützung verbringt er einige Zeit in Frankreich und arbeitet als Geselle bei den Firmen Onfray, Mondollot Frères und Millet in Paris.
   
1854 In den Jahren 1854/55 arbeitet er in der Firma Meriden Britannia Company in Connecticut/Nordamerika.
   
1856 Frans Abraham Nikolaus Santesson kehrt in die Heimat zurück und arbeitet bei seinem Vater.
   
1857 Nils Abraham Santesson kauft am  27. Januar 1857 das Haus Nro. 58 in der Västerlånggatan von dem Perückenmacher Carl Magnus Wester für 37.000 Rigsdaler und hat dort seine Werkstatt und seinen Wohnsitz bis zu seinem Tod.
   
1858 Am 2. April 1858 stirbt Eva Margaretha Catharina Santesson, geb. Bergmann.
   
1862

Frans Abraham Nikolaus Santesson erhält das Bürgerrecht, ist Meister und übernimmt die Zinngießerei seines Vaters.
Bis 1875 stempelt er mit dessen Meistermarken.
Er stellt auch Zinnsoldaten her.
   
1863 Im Adresskalender ist seine Werkstatt in der Regeringsgatan 42 als "Mechanische Fabrik" eingetragen.
   
  Marken, Namens- und Werkstattadressen-Stempel des Frans Abraham Nicolaus Santesson vom 21. April 1876 bis 10. Oktober 1899 (Bruzelli):
                                             
   
     Stadtmarke des Frans Abraham Nicolaus Santesson
   
  Marken, Namens- und Werkstattadressen-Stempel des Frans Abraham Nicolaus Santesson (Löfgren):
   
                
   
                               
   
1864 Er heiratet am 5. November 1864 die Aurora Maria Malvina Silfverdahl (* 16. Oktober 1836; † 20. Dezember 1918), Tochter des Kapitäns bei der Handelsmarine Pehr Adolph Johan Silfverdahl und dessen Ehefrau Maria Christina, geb. Holmström.
  Das Ehepaar hat die Kinder:
Fransiska Alvina Charlotta Elisabeth Santesson (* 12. Januar 1864; † 19. April 1866),
Frans Alvin Carl Adolph Santesson (* 10. Februar 1865),
Fransiska Alvina Charlotta Elisabeth Santesson (* 19. April 1866),
Carin Anna Sofia Santesson (* 15. Mai 1870; † 4. Oktober 1940),
die Zwillinge Elsa Maria Charlotta Santesson (* 12. Mai 1873: heiratet am 4. Juli 1909 den Ernst Adolf Elfman (* 10. Februar 1879)) und Nils Erik Hjalmar Santesson (* 12. Mai 1873),
Kerstin Malvina Margaretha Santesson (* 23. Juli 1876; heiratet am 4. November 1899 den Kapitän zur See Tage Harald Wiberg (* 6. September 1865; † 14. März 1945); stirbt am 9. Januar 1945) und
Martha Fransiska Elisabeth Santesson (* 16. September 1879; † 20. November 1883).
   
   
1869 Adresse ist jetzt Kungsholmsgatan 23.
   
1871 Frans Abraham Nikolaus Santesson stellt auf der Landwirtschaftsausstellung in Göteborg aus und erhält eine Medaille.
   
     Medaille Göteborg 1871
   
1878 Er hat nun ein Geschäft in der Drottninggatan 43.
   
 
  Etikett von 1878 bis 1886 mit den Medaillen Göteborg 1871 und der Bronze-Medaille Paris 1878 (Foto Henrik Moberg, Juni 2014)
   
    
Medaille Paris 1878 (in der rechteckigen Tafel auf der Rückseite ist der Name eingraviert)
   
1886 Nils Abraham Santesson stirbt am 30. Januar 1886.
Seine Gesamtproduktion an Zinngegenständen ist 43018 Pfund.
   
  In seiner Schaffenszeit hat er mit seinem Sohn 12 Lehrlinge und 12 Gesellen einschl. seinem Bruder.
   
  Seine Firma und das Haus Västerlånggatan 58 wird von Frans Abraham Nikolaus Santesson übernommen.
   
     Etikett von 1886 bis 1899 (Foto Henrik Moberg, Juni 2014)  
   
  Der 1873 geborene Nils Erik Hjalmar Santesson besucht von 1886 bis 1888 das Realgymnasium ohne Abschluß und beginnt dann eine Zinngießerlehre.
   
1888 Frans Abraham Nikolaus Santesson verlegt die Fabrik in die Gamla Kungsholmsbrogatan 24.
   
  Er stellt auf der "Nordic Exhibition Copenhagen 1888" aus.
   
1891 Umzug in die Gamla Kungsholmsbrogatan 13.
   
  Auf der "Industriutställingen in Göteborg 1891" ist er auch vertreten.
   
1893 Auf der World's Columbian Exposition 1893 in Chicago stellt Frans Abraham Nikolaus Santesson Kerzenhalter, Trinkbecher, Kelche und Spielzeug aus Zinn und Britannia-Metall aus.
   
  Die Formen für die Figuren zum Dreißigjährigen Krieg werden von Albrecht Städtler aus Nürnberg geliefert.
   
1895 Albrecht Städtler schickt seinen Gesellen, den Graveur Gustav Friedrich Maier, zwei Wochen nach Stockholm, um die Produktion der Serie mit der authentischen Bemalung zu forcieren.
Die ersten Packungen werden vor Weihnachten in den Verkauf gebracht.
 
  Bei der Firma Paul Müller, Gravir- & Ciselir-Anstalt in Dresden, werden die Formen für die Serien "Magd mit Hühnern" und "Zirkus" gekauft.
   
1896 Ab diesem Jahr arbeitet Gustav Friedrich Maier in Schweden bis 1914 als Zeichner und Graveur für Santesson.
Die meisten Formen werden in diesem Zeitabschnitt von ihm als Hauptteil der gesamten Produktion graviert.
   
1897 Auch auf der Tennessee Centennial Exposition ist Frans Abraham Nikolaus Santesson als Aussteller vertreten.
   
1899 Die Fabrik för Tennleksaker [Zinnspielzeug] von Frans Abraham Nikolaus Santesson wird von Nils Erik Hjalmar Santesson geleitet.
   
     Nils Erik Hjalmar Santesson
   
1900 Auf der Weltausstellung in Paris wird Zinnkeramik ausgestellt und eine Silber-Medaille errungen.
   
     Medaille Paris 1900 (auf der Rückseite ist unten der Name eingraviert)
   
1901 Nach einem Konkurs der Firma wird die Zinnspielzeug-Fabrik am 7. Dezember 1901 als Aktiebolaget angemeldet [entspricht der deutschen GmbH - Gesellschaft mit beschränkter Haftung] - A. B. Gamla Santessonska Tenngjuteriet [Alte Santessonssche Zinngießerei]
   
     Zinnmarke auf Gebrauchsgegenständen (Krüge, Kerzenleuchter, Teller etc.)
   
1902
  Packung ab 1902 mit Unionsfahne bis zur Unabhängigkeit Norwegens 1905 (Foto Henrik Moberg, Juni 2014) 
   
 
  Packung mit Etikett ab 1902 (Foto Henrik Moberg, Juni 2014) 
   
      Beispiele Zinnfiguren (aus: Ossian Elgström: Hur man för krig med tennsoldater)
   
1903 Die Firma nimmt an der Industrie-, Handwerks- und Kunstausstellung in Helsingborg teil und bekommt eine Gold-Medaille.
Carl L. Bendix schreibt in Industri-, Slöjd- och Konstutställningen - Officiell Berättelse: "Aktiebolaget Gamla Santessonska Tenngjuteriet, Stockholm, zeigte professionell ihre berühmten kunstindustriellen Werke in mal ehe antiken Modellen, mal in neuerer Form, aber immer von feinem Geschmack geprägt und gut an den schwer zu verarbeitenden Rohstoff angepasst. Eine elegante Neuheit war das galvanisierte Zinngeschirr teils mit heller Galvanisierung in schimmernden Farben, teils mit tiefer schwarzer Galvanisierung".
   
     Medaille Helsingborg 1903
   
1904 Auf der Weltausstellung in St. Louis werden Vasen, Tintenfässer, Kerzenhalter, Etuis und verschiedene Artikel aus graviertem Zinn ausgestellt. Dafür bekommt die Firma eine Silber-Medaille.
   
     Medaille St. Louis 1904
   
1905 Nils Erik Hjalmar Santesson verläßt die Firma.
   
1906 Es wird an der Ausstellung in Norrköping teilgenommen und eine Goldmedaille errungen.
   
     Medaille Helsingborg 1906 (auf der Rückseite ist unten der Name eingraviert)
   
1907 Nils Erik Hjalmar Santesson wird am 4. Januar 1907 wegen homosexueller Unzucht verhaftet und am 21. Januar 1907 zu zehn Jahren Haft verurteilt.
   
1912  Nils Erik Hjalmar Santesson wird vorzeitig entlassen, zieht nach Paris und betätigt sich künftig als Bildhauer und Schriftsteller.
   
1914 Mit der Fotografin und Werbeillustratorin Astrid Thea Maria Medéus (* 17. September 1887), Tochter des Schauspielers Karl Oskar Medéus (* 20. Oktober 1850; † 27. September 1911) und dessen Ehefrau Carolina Dorothea, geb. Bosell (* 27. Februar 1859; † 23. Juni 1933), hat er den Sohn Hans Stefan Santesson (* 8. Juli 1914 in Paris; † 18. Februar 1975 in Edgewater/New Jersey USA als Redakteur und Autor).
   
 
  Anzeige in Hur man för krig med tennsoldater [Wie man mit Zinnsoldaten Krieg führt]
   
  Gustav Friedrich Maier ist wieder in Deutschland und meldet sich zum Kriegsdienst.
   
1916 Am 3. Mai 1916 stirbt Frans Abraham Nikolaus Santesson "als Ehrenmann alten Schlages, fein und edel". Seine Firma A. B. Gamla Santessonska Tenngjuteriet wird aufgelöst.
  Seine Gesamtproduktion an Zinngegenständen ist 3025 Pfund [in dieser Gewichtsangabe ist nur das mit Kontrollstempel versehene Zinn enthalten; die übrige Produktion ist durchaus umfangreicher; die Qualitätskontrolle war nur vom 21. April 1876 bis zum 10. Oktober 1899]
   
  Am 14. September 1916 fällt Gustav Friedrich Maier bei Rancourt im Verlauf der Schlacht an der Somme.
   
1921 Der frühere Vorarbeiter Ferdinand Holmberg und die frühere Kassierin Maria Björk lassen die Firma wieder aufleben.
   
1922 Es wird nun unter dem Namen Gamla Tenngjuteriet Holmberg & Björk firmiert.
Die Fabrik ist jetzt in der Västerlånggatan No. 40/I mit einem Geschäft daneben. Ein weiteres Geschäft und ein Ausstellungsraum  befindet sich in der Hamngatan 34.
   
    
  Packung mit Etikett ab 1922 (Foto Henrik Moberg, Juni 2014) 
   
1923 Nils Erik Hjalmar Santesson und Astrid  Santesson, geb. Medéus lassen sich scheiden. Astrid Santesson geht mit dem Sohn in die USA.
   
 
  Anzeige in der Zeitschrift IDUN no. 49 vom 9. Dezember 1923 [Gamla Tenngjuteriet - ehemals A.B. Santessonska, Verkaufsräume in der Hamngatan 34 und Västerlånggatan No. 40/I, gehämmertes Zinn, Zinnsoldaten, Zinnsoldatenformen,Spielzeug und Christbaumschmuck in großer Auswahl]
1957    Das Innere des Ladens in der Hamngatan 34 im Jahre 1957
   
1958   
Hamngatan 34 mit Ladengeschäft im Jahre 1958
   
    
Hamngatan 34 mit Ladengeschäft im Jahre 1958 (Ausschnitt eines anderen Fotos)
  Fotos: Lennart af Petersens (1913-2004) Stadtmuseum Stockholm
   
1960 Nils Erik Hjalmar Santesson stirbt am 5. Oktober 1960.
   
   
  Zinnfiguren:
35 mm große Flachfiguren, 40 mm große halbplastische Figuren mit dem Thema Lützen, Breitenfeld, Narva und Poltava sowie 50 mm und 8 cm hohe Vollfiguren mit schwedischen Monarchen zu Pferd, die in drei Teilen hergestellt wurden.
Die Formen zur Serie Dreißigjähriger Krieg wurden von Albrecht Städtler geliefert, die für den Hühnerhof und den Zirkus von Paul Müller.
Der deutsche Graveur Gustaf Friedrich Maier arbeitete von 1895 bis 1914 für Santesson. Die meisten zwischen 1896 bis 1914 gravierten Formen sind von ihm geschaffen. Ab 29. November 1896 ist er schwedischer Staatsbürger und lebt in Stockholm. Es wurden insgesamt ca. 600 bis 700 Formen hergestellt.
   
  Kurtz und Ehrlich schreiben in Spielzeugsoldaten u. a.:
"Obwohl in Schweden hergestellte Flachfiguren seit Ende des 18. Jahrhunderts nachweisbar sind, begann eine ernstzunehmende Fabrikation von Spielzeugsoldaten erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Santessonska Tenngjuteriet (gegründet 1839) Flachfiguren und später auch Relief- und Rundfiguren in verschiedenen Größen herausbrachte. Die Gießformen für die frühen Flachfiguren und die der meisten Relieffiguren sollen aus Deutschland bezogen worden sein. Die Figuren von Santessonska haben in Schweden weite Verbreitung gefunden. In Stockholm hatte die Firma ein eigenes Verkaufsgeschäft. Zu den herausragenden Figurengruppen der halbmassiven Relieffiguren zählen die beliebten historischen Serien bedeutender Schlachten aus der schwedischen Militärgeschichte, wie beispielsweise die Schlacht an der Narwa oder bei Lützen.
Eine Besonderheit bildete die Herstellung der halbmassiven Reiterfiguren - die Pferde wurden in zwei Teilen gegossen, Vorder und Rückseite jeweils für sich. Bei den Reiterfiguren (als Relief- oder Rundfiguren) waren die Reiter abnehmbar, im Falle der königlichen Hoheiten ließ sich bei den Rundfiguren zusätzlich das Sattelzeug abnehmen. 1924 [richtig 1922] änderte sich der Firmenname in Gamla Tenngjuteriet Holberg & Bjorck. Die Firma bestand bis 1964, aber die Bleisoldatenproduktion wurde bereits in den 30er Jahren eingestellt."
   
   
  Quellen:
Svenskt biografiskt lexikon: Nils Abraham Santesson (1808-1886) und Berndt Oskar Santesson (1815-1887)
Gabriel Anrep: Svenska Slägtboken, Stockholm 1872, 1875 und 1917
Swedish Catalogue (I. Exhibits) World's Columbian Exposition 1893 Chicago (Archive.org)
Officialo Catalogue of teh Tennessee Centennial Exposition May 1st to Oct 31st 1897 (Google)
Exposition Universelle de 1900 à Paris - Suède Cataloque Spécial (Google)
Exposition Universelle de 1900 à Paris - Liste des Récompenses (Bibliothèque nationale de France online)
Carl L. Bendix: Industri-, Slöjd- och Konstutställningen i Helsingborg 1903 - Officiell Berättelse (Wikipedia)
Official catalogue of exhibitors - Universal Exposition St. Louis, U.S.A. - Department D Manufactures
Ossian Elgström: Hur man för krig med tennsoldater, Albert Bonniers Förlag, Stockholm 1914
Gustaf Elgenstierna: Svenska Släktkalendern, Stockholm 1917
Emric Öhman: Vallonsläkten Lemon som Konsthantverkare in Svenskt Hantverk, 1920
IDUN No. 49 vom 9. Dezember 1923 (Göteborgs Universitetsbibliotek online)
Albert Löfgren: Det Svenska Tenngjutarehantverkets Historia, Band 3, Nordiska Museets Förlag Stockholm 1950
Birger Bruzelli: Tenngjutare i Sverige under kontrolltiden 1754 - 1912, Forums fackboksredaktion Peter Bratt, 1967
Curt F. Kollbrunner: Zinnfiguren-Zinnsoldaten-Zinngeschichte, Hirmer-Verlag München 1979
John G. Garratt: The World Encaclopedia Of Model Soldiers, The Overlook Press, New York 1981
Henry I. Kurtz und Burtt R. Ehrlich: Spielzeugsoldaten - Motorbuch Verlag Stuttgart 1989
Markus Grein: Mit Heyde-Figuren um die Welt, Edition Krannich 2003
Henrik Moberg: Der Dreißigjährige Krieg von Santesson in Die Zinnlaube Heft 12 2022/23 und Heft 13 2023/24
Carolinen.se; Santessonska gjuteriet von Henrik Moberg online
sok.stadsarkivet.stockholm
Wikipedia: Gamla Santessonska tenngjuteriet, Nils Santesson
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