Hohenner - Wunsiedel
   
 1575/1578 Kilian Hohenner wird als Sohn des Hans Hohenner in Rothenburg ob der Tauber geboren.
   
1587 Er ist von 1587 bis 1591 Gymnasialschüler in Rothenburg o. d. T.
   
1601 Er ist Apothekergeselle in Weikersheim.
Sein Bruder Hans Hohenner ist Bachmüller zu Schäftersheim (später Rothenburg ?), ist verheiratet mit der Tochter des Michael Schmid zu Weikersheim und wird später geisteskrank.
Die Schwester Appolonia Hohenner ist 1601 eine verheiratete Bach zu Weikersheim.
   
1606 Von 1606 bis 1640 ist Kilian Hohenner Apotheker bzw. Hofapotheker in Ansbach.
1606 liefert er Arzneimittel an den Markgrafen Wolfgang II. in Weikersheim.
   
1621 Johann Paul Hohenner, Sohn des Kilian Hohenner, wird in Ansbach geboren.
   
1647 Er heiratet am 18. Mai 1647 in Wunsiedel die Margaretha Grüner (* 24. September 1624; † 31. August 1660 in Hof). Das Ehepaar hat zumindest die Tochter Anna Catharina Hohenner (* 7. Juli 1655; † 14. Juli 1655).
   
1661 Johann Paul Hohenner, mittlerweile Stadtorganist, heiratet ein zweites mal am 17. September 1661 in Hof, und zwar die Margaretha Leiba (* 1637 in Zwickau; † 25. April 1676 in Hof). Das Ehepaar hat mindestens die Söhne Johann Adam Hohenner (* 1662; † ?) und Andreas Hohenner (* 6. August 1664).
   
1677 Johann Paul Hohenner heiratet ein drittes mal am 19. November 1677 in Hof, und zwar die Christina Elisabeth Neubauer (* 1650 in Adorf/Vogtland; † ?). Diese Ehe bleibt kinderlos.
   
1678 Johann Paul Hohenner stirbt am 5. Februar 1678 in Hof.
   
1688 Andreas Hohenner, der das Zinngießerhandwerk erlernt hat, heiratet am 22. Oktober 1688 in Hof die Anna Maria Brunner (* 29. Juni 1670 in Hof; † ?). Das Ehepaar hat die Söhne Johann Adam Friedrich Hohenner (* 1690; † ?; später Zinngießer in Hof), Georg Christoph Hohenner (später Zinngießer in Hof), Johann Nikolaus Hohenner d. Ä.  (≈ 3. Februar 1704 in Hof) und Joseph Andreas Hohenner (* 1714; † ?).
   
  Marken des Andreas Hohenner:

   Stadtzeichen             Meisterzeichen
   
1731 Johann Nikolaus Hohenner d. Ä., der als Zinngießergeselle in Gera, Weida und zuletzt in Mehltheuer gearbeitet hat, will sich in Wunsiedel niederlassen.
Der Zinngießermeister Christoph Pitschel in Hof erhebt Einspruch im Namen des ganzen Handwerks, weil die Ehefrau des ehemaligen Meisters von Johann Nikolaus Hohenner d. Ä., des Zinngießermeisters Christoph Fischer in Weyda, ihn der Untreue bezichtigt (er hätte "Formstücklein und Müsterlein" entwendet). Johann Nikolaus Hohenner d. Ä. verteidigt sich mit der Aussage, er hätte dem Meister dafür Geld gegeben.
Das Protokoll seines Verhöres vom 11. Juli 1731 ergänzt der Stadtrichter Meyer in Wunsiedel dahingehend, dass man dem Hohenner die Niederlassung in Wunsiedel gestatten könne, auch wenn bereits der Zinngießergeselle Christian Philipp Buttersack die Genehmigung dafür erhalten habe, "da dem publico mit Niederlassung zweier Zinngießer besser geraten [wäre] und kein Zweifel, daß sich zwei Meister füglich allhier nähren können".

Vom 28. auf den 29. Juli 1731 wird Wunsiedel durch einen Brand fast gänzlich zerstört.

Johann Nikolaus Hohenner d. Ä.
erhält am 8. August 1731 in Wunsiedel die Konzession als Meister, geht aber zurück nach Hof.
   
  Marken des Johann Nikolaus Hohenner d. Ä.:

   Stadtzeichen             Meisterzeichen
   
1733 Am 13. Oktober 1733 heiratet er in Hof die Susanna Dorothea Schmidt, Tochter des Weißbäckers Georg Andreas Schmidt.
   
1739 Andreas Hohenner stirbt am 29. April 1739 in Hof.
   
1742 Johann Nikolaus Hohenner d. Ä. heiratet als Witwer am 15. Juli 1742 in Hof die Ottilia Barbara Wagner (* 9. November 1716 in Hof; † 31. Mai 1778 in Hof), Tochter des Zeugmachers Georg Paul Wagner. Das Ehepaar hat mindestens die Söhne Adam Friedrich Hohenner d. J. (* 22. September 1743 in Hof; † 22. November 1786 in Hof) und Christian Wilhelm Hohenner (* 16. November 1747 in Hof).
Insgesamt hat Johann Nikolaus Hohenner d. Ä. aus seinen zwei Ehen sechs Söhne, von denen später fünf das Zinngießerhandwerk ausüben (in Schleiz, Wunsiedel und Kulmbach).
   
1772 Christian Wilhelm Hohenner beantragt am 17. August 1772 das Bürgerrecht in Wunsiedel. Ihm wird auferlegt, er solle zuerst "bei gn. Herrschaft sein Meisterrecht auswirken".
Er, der sich auch als geschickter Graveur betätigt, heiratet am 13. Oktober 1772 in Wunsiedel die Anna Barbara Küspert (* 22. Oktober 1749 in Wunsiedel; † 7. April 1803 in Wunsiedel an Auszehrung), Tochter des Bürgers, Zeugmachers und Schneidermeisters Nikolaus Küspers aus Wunsiedel.
Das Ehepaar hat neun Kinder, u. a. die Kinder Catharina Rosina Hohenner (* 26. November 1773; † 22. Februar 1775), Anna Catharina Hohenner (* 3. Dezember 1775; † 10. Juli 1776), eine totgeborene Tochter († 17. Mai 1777), Sophia Maria Friederica Hohenner (* 16. Oktober 1778; † 5. November 1778), Anna Barbara Hohenner (* 6. Januar 1780; † 17. Februar 1830; ∞ 5. Juni 1805 mit dem Zeugmachermeister Notthafft), Sophia Maria Friederica Hohenner (* 26. Mai 1782; † 16. April 1797), Johann Adam Hohenner d. Ä. (* 6. Dezember 1784), Catharina Margaretha Hohenner (* 10. April 1787; † ?; ∞ 12. August 1806 mit Johann Heinrich Franck), Johann Matthäus Hohenner (* 30. Oktober 1789; † 17. November 1794) und Johann Adam Friedrich Hohenner (* 14. März 1793).
   
  Marken des Christian Wilhelm Hohenner:
   
      Stadtzeichen              Meisterzeichen             Marke für Feinzinn


   Marke für Probzinn
   
1773 Christian Wilhelm Hohenner kauft die Hälfte des Hauses seines Schwiegervaters Nikolaus Küspert an der neuen Gasse.
   
1774 Georg Christoph Fehrmann lernt bei Christian Wilhelm Hohenner von 1774 bis 16. Dezember 1780.
   
1786 Johann Nikolaus Hohenner d. Ä. stirbt am 24. November 1786 in Hof.
   
1799 Christian Wilhelm Hohenner, der mit seinem Schwiegervater und den Hausnachbarn über Jahre Zwistigkeiten hat, ständig vor Gericht zieht und "sehr oft mit der Mistgabel in der Hand" hinter seinen Nachbarn her ist, wird zu 24 Tagen Zuchthaus und 2 Tagen Irrenhaus verurteilt.  
   
1803 Christian Wilhelm Hohenner stirbt am 29. April 1803 in Wunsiedel an Auszehrung.
Johann Adam Hohenner d. Ä. übernimmt die Werkstatt und führt, bis er Meister wird, die Witwenmarke seines Vaters.
   
      Witwenmarke
   
1805 Im Protokoll vom 1. April 1805 über die Behandlung des Meisterrechtsgesuches für Johann Adam Hohenner d. Ä. steht u. a.: "Er hat von seinem Vater das Wohnhaus Nr. 256 mit dem darauf haftenden Zinngießer-Feuerrecht samt dem dazu gehörigen Handwerkszeug geerbt. Er muß noch seine zwei ledigen Schwestern und seinen 12jährigen Bruder bei sich behalten. Er hat bei der kgl. Regierung die Volljährigkeitsurkunde erwirkt. Konnte nicht wandern, weil beide Eltern verstarben. Vermögensumstände sehr mittelmäßig".
Johann Adam Hohenner d. Ä. wird am 21. November 1805 Zinngießermeister und nimmt seinen jüngeren Bruder Johann Adam Friedrich Hohenner in die Lehre.
   
  Marken des Johann Adam Hohenner d. Ä.:
   
    Stadtzeichen        Meisterzeichen        Marke für Feinzinn         
   
1806 Johann Adam Hohenner d. Ä. heiratet in Wunsiedel am 16. Dezember 1806 die Barbara Anna Christina Herrmann (* 1. November 1789 in Wunsiedel; † 29. Oktober 1850), Tochter des Schlossers Johann Matthäus Hermann.
Das Ehepaar hat mindestens die Kinder Johanna Katharina Hohenner (* 16. Januar 1808), Anna Magdalena Johanna Hohenner (* 1. Dezember 1809; ∞ 21. November 1830 mit Johann Eberhard Ponader), Johann Heinrich Hohenner (* 22. Dezember 1811), Johanna Lisette Hohenner (* 3. Juni 1814), Johann Erhard Hohenner (* 13. Juni 1816; später Eisenbahn-Oberdirektionsrat in München), Rosina Johanna Hohenner (* 9. November 1818), Elisabeth Christiana Hohenner (* 9. Juni 1820), Johann Adam Friedrich Hohenner (* 21. Juli 1822) und Rosina Johanna Hohenner (* 27. November 1827; † 19. Februar 1828). 
   
1815 Johann Adam Friedrich Hohenner ("mittlere Statur, braune Haare") erhält am 16. Oktober 1815 seinen Gesellenbrief des Zinngießerhandwerks in Carlsbad.
   
1816 Im Protokoll vom 20. Januar 1816 über die Behandlung des Meisterrechtsgesuches des Johann Adam Friedrich Hohenner steht u. a.:
"Er erlernte das Handwerk bei seinem älteren Bruder [Johann] Adam Hohenner [d. Ä.]. Ging dann in die Fremde: 1 Jahr in Bayreuth, 6 Wochen in Kulmbach, ½ Jahr in Nördlingen, ¼ Jahr in Lauingen, dann mit obrigkeitlicher Bewilligung 1 ¼ Jahr in Carlsbad und darauf 2 Monate in Annaberg. Er hat also seine Wanderjahre gehörig erstanden. 800 fl. Vermögen.
Es befinden sich zwar schon drei Zinngießermeister in Wunsiedel, doch sonst in den Sechsämtern kein weiterer Meister. Meister [Christian Ludwig] Gericke (Güricke)) ist bereit dem [Johann] Adam [Friedrich] Hohenner seine Concession abzutreten, wenn es ihm frei gestellt wird bis zu seinem Tode die Profession noch zu treiben und nach seinem Tode auch seine Frau diese Erlaubnis bekommt. Der Ambient und die anderen anwesenden Wunsiedler Zinngießermeister gestehen das zu." 
   
  Im Gesundheitszeugnis vom 19. Februar 1816 von Dr. Schmidt steht: "Der Zinngießergeselle [Johann Adam Friedrich] Hohenner hat noch immer eine heisere Stimme und öfters Hüsteln, trägt die Zeichen, welche eine schwache Brust verraten. Wahrscheinlich angeborene Anlage zur Lungensucht, die Krankheit, die sein verstorbener Vater hatte. Daher wohl militäruntauglich."
   
  Er darf sein Meisterstück, bestehend aus einer großen zinnernen Kaffeekanne, dergl. Milchkanne, Zuckerdose und einem Salzfaß, in Wunsiedel anfertigen und braucht dazu nicht nach Bayreuth. Die beiden Wunsiedler Meister Johann Meier und [Johann] Adam Hohenner [d. Ä.] erklären das Meisterstück für vollkommen und gut gefertigt.
   
  Johann Adam Friedrich Hohenner wird am 10. Juni 1816 zum Meister gesprochen und übernimmt die Werkstatt des verstorbenen Zinngießermeisters Christian Ludwig Gericke.
Er heiratet am 28. Juli 1816 die Christiana Hönicka, Tochter des Bürgers und Fleischhacker-Meisters Georg Friedrich Hönicka in Wunsiedel.
Das Ehepaar hat mindestens die Kinder Johann Adam Wilhelm Hohenner (* 11. Oktober 1817), Andreas Christian Hohenner (* 24. November 1819), Johann Adam Hohenner (* 16. April 1822, später Tuchmachermeister in Wunsiedel, ∞ 23. Juni 1850), Christiana Antoniette Hohenner (* 20 Februar 1826) und Christoph Friedrich Hohenner (* 14. Juni 1828, später Feilenhauermeister in Wunsiedel, ∞ 26. Juli 1857).
   
  Marken des Johann Adam Friedrich Hohenner:
   
            Stadtzeichen              Feinzinn-Marken


                                 
              Marken für Probzinn   

  
                              Meistermarken    
      
   
1821 Für Johann Adam Hohenner d. Ä. wird die Gewerbesteuer gemindert: "... alter Steuerfluß 6 fl., neuer 3 fl. - Durch den Gebrauch des Steinguts hat dieses Gewerbe viel verloren, sodaß die drei hiesigen Meister keine Gesellen fördern können."
   
1824 Johann Heinrich Hohenner lernt von 1824 bis 20. September 1827 das Zinngießerhandwerk.
   
1827 Johann Adam Hohenner d. Ä. wird in Wunsiedel zum Magistratsrat gewählt.
   
1832 Johann Adam Hohenner d. Ä. stirbt am 28. September 1832 in Wunsiedel und wird dort am 1. Oktober 1832 beerdigt.
   
1834 Johann Adam Hohenner d. Ä. Zinngießers-Relikten [d. h. die Erben] sind Eigentümer des Hauses Nr. 280 in Wunsiedel. Johann Adam Friedrich Hohenner ist Eigentümer des Hauses Nr. 363 in Wunsiedel.
Nach dem verheerenden Brand in Wunsiedel in der Nacht vom 20. auf 21. Oktober 1834 (Montag auf Dienstag), bei dem 205 Häuser, 58 Scheunen und 15 Nebengebäude zerstört wurden und 520 Familien mit 1928 Personen betroffen waren, ist nach dem Wiederaufbau zwischen 1834 und 1847 Johann Adam Friedrich Hohenner Eigentümer des Hauses Nr. 53 und Johann Heinrich Hohenner Eigentümer der Nr. 122.
   
1835 Im Protokoll vom 13. Februar 1835 über die Behandlung des Meisterrechtsgesuches von Johann Heinrich Hohenner steht u. a.:
"Wanderzeit ½ Jahr in Kulmbach bei seinem Verwandten Johann Adam Hohenner. Wegen der Krankheit seines Vaters mußte er vor 3 Jahren wieder nachhause, da keiner von seinen erwachsenen Brüdern die Zinngießerei erlernt hatte. Nach dem Tode des Vaters besorgte Johann Heinrich Hohenner die Werkstatt für seine Mutter. Nun soll er sie auf eigene Rechnung betreiben. Johann Heinrich Hohenner hatte die Elementar- und Sonntagsschule besucht. 1824 beim Vater als Lehrling eingetreten, 1827 Geselle. Er ist verlobt mit Elisabeth Catharina Bergmann, Tochter des Müllermeisters Heinrich Bergmann in Wunsiedel.
   
  Johann Heinrich Hohenner wird am 21. Juni 1835 von der Prüfungskommission in Bayreuth geprüft und zur selbständigen Gewerbsausübung als Meister für tüchtig befunden.
Er heiratet am 24. November 1835 in Wunsiedel die Elisabeth Catharina Bergmann (* 21. Dezember 1815 in der Wunsiedler Wiesenmühle; † 19. Oktober 1893 in Wunsiedel), Tochter des Müllers von der Wiesenmühle Christian Heinrich Bergmann.
Das Ehepaar hat mindestens die Kinder Carl Heinrich Hohenner (* 1835; † ?), Margaretha Christiana Hohenner (* 28. Mai 1837; † 5. Dezember 1898; ∞ 7. Juli 1859 den Tuchmachermeister Matthias Bauriedel), Johann Heinrich Hohenner (* 23. Oktober 1840; † 21. April 1841), Johann Carl Hohenner (* 13. November 1842), Erhard Hohenner (* 25. Februar 1850), Babette Maria Johanna Hohenner (* 26. Mai 1852; † 10. Januar 1853) und Johanna Lisette Hohenner (* 5. Februar 1880; ∞ den Georg Heinrich Summerer, Gerber aus Schwarzenbach/Saale).
   
  Marken des Johann Heinrich Hohenner:
   
 
  Stadtzeichen Marke für Probzinn Qualitätszeichen für Feinzinn
       
1842 Von 1842 bis 1846 lernt Johann Carl Fraas bei Johann Heinrich Hohenner das Zinngießerhandwerk.
   
1858 Johann Adam Friedrich Hohenner stirbt am 17. Oktober 1858 in Wunsiedel.
   
1859 Im Protokoll vom 18. Januar 1859 über die Behandlung des Meisterrechtsgesuches des Johann Adam Wilhelm Hohenner steht u. a.:
"Schulbesuch: Latein. und Sonntagsschule, 1 Jahr Gewerbeschule. Untauglich zum Militär. 1831 - 1835 in der Lehre beim Vater. In Münchberg, Regensburg, Augsburg und Stuttgart auf Wanderschaft."
   
  Johann Adam Wilhelm Hohenner besteht am 25. Juni 1859 bei der Prüfungskommission Hof die Gewerbsprüfung zum Meister und übernimmt das väterliche Wohnhaus Nr. 53. Er heiratet am 31. Juli 1859 die Elisabetha Kaiser († 21. Mai 1890), Tochter des Georg Christoph Kaiser, Hammergutsbesitzer zu Hendelhammer.
Das Ehepaar hat zumindest die Kinder Johann Adam Hohenner d. J. (* 4. Oktober 1860), Katharina Hohenner (* 11. September 1863; † 23. September 1863), Eva Margaretha Hohenner (* 12. Februar 1866; † 21. März 1866) und Heinrich Bernhard Hohenner (16. November 1869; † 22. November 1869).
   
  Johann Heinrich Hohenner ist Gemeinde-Bevollmächtigter. 
   
1866 Im Protokoll vom 13. Juni 1866 über die Behandlung des Meisterrechtsgesuches des Johann Carl Hohenner steht u. a.:
"Schulbesuch: die deutsche Schule, dann 2 Kurse der Gewerbeschule, dann noch die Handwerkerschule in Wunsiedel 2 Jahre. Militär-untauglich. 1856 - 1859 Lehre beim Vater. Am 9. Juni bei der Gewerbsprüfungskommission in Wunsiedel geprüft. Note: "Dem vorzüglichen nahe". Vom Vater das Wohnhaus übergeben bekommen."
Johann Carl Hohenner erhält am 2. Juli 1866 die Meisterkonzession.
   
1870 Er heiratet am 10. Mai 1870 die Christiana Catharina Gebhardt († 20. November 1896), Tochter des Johann Carl Gebhardt, Bürger und Rotgerbermeister in Wunsiedel).
Das Ehepaar hat zumindest die Kinder Christian Martin Hohenner (* 13. Februar 1871), Louise Mathilde Hohenner (* 31. Dezember 1873, ∞ Kaminkehrermeister Seiß in Kirchenlamitz, 2 Söhne, 1 Tochter), Johann Heinrich Hohenner (* 7. Dezember 1874, später Professor in Darmstadt), Johanna Lisette Hohenner (* 17. Februar 1878; † 10. Juni 1883) und Johanna Doris Friederike Hohenner (* 1. November 1884; † als junges Mädchen).
   
1871 Der Zinngießermeister und Mulzereibesitzer Erhard Hohenner heiratet am 21. November 1871 die Luise Saupert (* 2. Oktober 1852; † 2. August 1916).
Das Ehepaar hat zumindest die Kinder Johann Carl Hohenner (* 15. Mai 1872; † 13. November 1914; später Mulzereibesitzer in Wunsiedel; ∞ 29. September 1900 mit Luise Rasp (* 6. Mai 1876 in Pfaffenreuth), Johann Melchior Rudolf Hohenner (* 20. März 1874; später Bierbrauer und Gastwirt in Wunsiedel), Carl Peter Friedrich (Fritz) Hohenner (* 4. Juni 1876; später Oberlehrer in Hof), Johann (Hans) Hohenner (* 21. April 1880; später Tierarzt in Thurnau), Georg Hohenner (* 18. Dezember 1882; später Oberförster in Hohenberg), Georg Heinrich Hohenner (* 22. Juni 1889; später Kaufmann und Steuerberater in Hersbruck) und Frieda Hohenner (* 15.November 1891; ∞ 23. April 1918 in Cham den Johann Georg Schobert, Bezirksgeometer in Cham).  
   
1884 Johann Heinrich Hohenner stirbt am 5. November 1884 in Wunsiedel.
   
1887 Johann Adam Hohenner d. J. wird Meister und heiratet am 22. November 1887 die Johanna Katharina Friederike Jahn, Tochter des Metzgermeisters Gottlieb Jahn in Wunsiedel.
Das Ehepaar hat die Kinder Berta Hohenner (* 7. November 1888), Albert Hohenner (erlernt das Zinngießerhandwerk, X 24. August 1914 in Frankreich vor der Meisterprüfung), Frieda Hohenner (* 20. August 1890; † 3. August 1949) und Anna Hohenner (* 11. August 1898).
   
     Marke des Johann Adam Hohenner d. J.
   
1891 Johann Adam Wilhelm Hohenner stirbt am 12. März 1891.
   
1895  Johann Carl (Karl) Hohenner wohnt am Hospitalplatz 122 in Wunsiedel. 
   
1896 Christian Martin Hohenner übernimmt am 1. September 1896 das Geschäft seines Vaters und heiratet am 8. September 1896 die Anna Margaretha Rieß, Tochter des Gastwirts Johann Rieß in Bernstein.
Das Ehepaar hat die Kinder Anna Hohenner (* 26. Januar 1903), Luise Hohenner (*† 14. April 1904), Emilie Hohenner (*† 29. Dezember 1906) und Erna Hohenner (* 5. Juli 1909).
   
     Meistermarke des Christian Martin Hohenner 
   
1903 Johann Adam Hohenner d. J. stirbt am 27. März 1903.
   
1911 Erhard Hohenner stirbt am 16. Oktober 1911.
   
1919 Johann Carl Hohenner stirbt am 19. August 1919.
   
1940 Christian Martin Hohenner stirbt am 13. Juni 1940. Damit erlischt das Zinngießergewerbe in Wunsiedel.
   
  Quellen:
Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band V (Süddeutsche Zinngießer Teil I), Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1931
Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band VII (Süddeutsche Zinngießer Teil III), Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1931
gedbas.genealogy.net - Hohenner (Geburtsjahr Kilian Hohenner berichtigt)
Das Brandunglück der Stadt Wunsiedel im Jahre 1834, Bayreuth 1848 (Google books)
Handels- und Fabrik-Lexikon für das Königreich Bayern, 2. Band, München 1871 (Google books)
Stadtarchiv Wunsiedel (ich danke Frank von Janso sehr herzlich für die Überlassung der vorhandenen Unterlagen - Juni 2013)
Wolfgang Bauriedel: Das Handwerk der Zinngießer in Wunsiedel aus sechs Jahrhunderten, September 2014 - online
Ich danke Wolfgang Bauriedel sehr herzlich für hilfreiche Hinweise!
 
   
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