| Burman (I), Israel - Stockholm | |
| 1746 | Israel Burman (I) wird am 5. Januar 1746 geboren in Össeby-Garns, Landkreis Stockholm als Sohn des Rüstmeisters und Kirchenvorstands Hans Burman († 6. April 1773) dem Jüngeren und dessen Ehefrau Dorotea, geb. Bertram, verww. Wernstedt. |
| 1759 | Er lernt vom 30. Mai 1759 bis 24. Mai 1765 das Zinngießerhandwerk bei Samuel Marnel und bleibt bei ihm als Geselle bis 2. März 1767. |
| 1767 | Er wird von Henning Gustaf Pschorn geprüft und bleibt bei ihm bis zum 2. April 1767. |
| Am 3. Juni 1767 geht Israel Burman mit Genehmigung des Amtskollegiums und mit einem Pass des Ratsherrn Carl Saur vorerst nach Danzig auf Wanderschaft. | |
| 1770 | Er kommt am 20. Juni 1770 zuletzt mit besten Grüßen aus Braunschweig zurück und arbeitet bei Samuel Marnel. |
| 1771 | Am 25. Januar 1771 erhält er eine Anstellung bei Peter Gillman, wird am 5. Mai 1771 erneut geprüft, findet keine Arbeit und geht am 14. Mai 1771 nach Uppsala. Von dort kommt er am 28. Mai 1771 zurück und arbeitet bis zum 16. Februar 1772 wieder bei Peter Gillman. |
| Sein am 16. Mai 1771 dem Amtskollegium vorgebrachter Wunsch, die Meisterprüfung ablegen zu dürfen, wird abgelehnt. | |
| 1772 | Er wird erneut als Geselle geprüft, findet keine Arbeit, geht nach Nyköping, kehrt am 11. Mai 1772 zurück nach Stockholm und arbeitet bei Anna Katarina Svan, der Witwe des Peter Svan bis 8. November 1772. |
| Seine erneute Bewerbung zur Meisterprüfung vom 5. Juni 1772 wird vom Amtskollegium wegen der in der Hauptstadt vorhandenen großen Anzahl von Werkstätten abgelehnt. | |
| 1773 | Israel Burman legt gegen diese
Entscheidung Berufung ein und es wird am 6. April 1773 entschieden, dass er ein
"angemessenes und übliches" Meisterstück vorlegen solle. Die Berufung
wird angefochten, aber er bekommt am 17. Mai 1773 Antwort vom Amt und wird mit
dem härtesten Test konfrontiert, der jemals einem Meisterkandidaten
aufgegeben wurde: Formen für eine kleine, gedrehte (geschweifte/gerippte) Terrine mit einem Fassungsvermögen von 3,9 Liter, einen länglichen Nachttopf und eine gedrehte (geschweifte) ovale Zuckerdose mit Standfuß mit den dazugehörigen Formteilen; Abgüsse mit englischem Zinn, die Formteile jeweils an den breitesten Stellen der Gefäße zusammengelötet und alles innen und außen poliert. |
| Er erledigt
diese Aufgabe in drei Monaten in der Werkstatt des
Anders Samuel Wetterqvist und wird am 30. August 1773 Meister.
Ein paar Wochen später erhält er das Bürgerrecht in Stockholm und übernimmt die Werkstatt mit Lager und Formen des Henning Gustaf Pschorn († 2. Dezember 1772) im Jakob-Mindere-Viertel Hs. Nr. 91, die er vom Sohn, dem Gürtlermeister Henning Gustaf Pschorn bis 1778 pachtet. |
|
Meistermarken des Israel Burman
(Bruzelli) |
|
| 1774 | Er verarbeitet in diesem Jahr 861 Pfund Zinn. |
| 1776 | Die Produktion dieses Jahres beläuft sich auf 3639 Pfund Zinn. |
| 1777 | Ab April ist
Eric Lodin bei Israel Burman Lehrling. In diesem Jahr, dem "Schnaps- oder Branntweinjahr" beträgt die Jahresproduktion 9773 Pfund Zinn. |
| 1778 | Am 2. Juni 1778 heiratet er die Maria Margareta Berg (* 25. Dezember 1746), Tochter des Leinenhändlers Anton Berg († 10. Juni 1767) und dessen Ehefrau Anna Elisabet, geb. Lötman († 5. Mai 1764). |
| Der Sohn Israel Burman (II) wird am 9. Oktober 1788 geboren. | |
| Er ist mit Arbeit ständig ausgelastet, spezialisiert sich auf die Herstellung von Getränkerohren und kauft am 18. Juli 1778 das Grundstück Järntorgsgatan 42 im Medusa-Viertel zum 15/16-Teil von dem Großhändler Nils Forsström für 2.000 Rigsdaler.. | |
| 1782 | Eric Lodin geht im April als Geselle zu Jakob Sauer (III). |
| 1794 | Von 1793 bis 1797 lernt Carl Fredrik Möller das Zinngießerhandwerk bei Israel Burman. |
| 1798 | Israel Burman stirbt am 15. Juli 1798. Seine Witwe Maria Margareta Burman, geb. Berg führt die Werkstätte mit Lehrlingen und Gesellen weiter. |
| Die Gesamtproduktion bis 1812 beläuft sich auf 44269 Pfund Zinn. | |
| 1801 | Von 1801 bis 22. Mai 1806 lernt Israel Burman (II) das Zinngießerhandwerk bei seiner Mutter. |
| 1812 | Carl Fredrik Möller arbeitet als Geselle bei der Witwe. |
| Der Sohn Israel Burman (II) übernimmt am 11. April 1812 den Betrieb. | |
| 1817 | Maria Margareta Burman, geb. Berg stirbt am 15. Juli 1817 |
| 1967 sind
einundzwanzig von Israel Buhrman hergestellte Gegenstände bekannt: eine
Dröppelminna der Stockholmer Hutmachergesellen im Nordischen Museum
(Inv. Nr. 143559) sowie ein Krug in normaler Größe, ein Gilde-Schiff und
eine Tasse mit Deckel aus dem Jahr 1800. Eine große Taufschale aus dem
Jahr 1775 befindet sich in der Kirche von Skånela. Von den
Deckelkrügen sind alle Größen ausser Jumfru
bekannt. Schüsseln, Teller, Becher und Töpfe mit Deckel kennen wir von
ihm. Seine Gesamtproduktion beläuft sich auf 95.230 Pfund Zinn. |
|
| Israel Burman hat in seiner Schaffenszeit 9 Lehrlinge und 22 Gesellen, seine Witwe einschl. des Sohnes 4 Lehrlinge und 9 Gesellen. | |
| Meisterzeichen (Löfgren): | |
1776
1777
|
|
1779
1800 |
|
| Quelle: Birger Bruzelli: Tenngjutare i Sverige, Forum-Verlag, Stockholm 1967 Herzlichen Dank an Peter Püschmann für die leihweise Überlassung dieses Buches! Albert Löfgren: Det Svenska Tenngjutarehantverkets Historia, Band 3, Nordiska Museets Förlag Stockholm 1950 |
|
| Zurück zur Firmengeschichte Erik Lodin | |
| Zurück zur Gesamtnamensliste Zinngießer | |
| Zurück zur Gesamtnamensliste Zinngießer | |
| 06.05.2025 - 12.02.2026 | |