Thierfelder, Johann Heinrich - Nürnberg

 

1819

Johann Heinrich Thierfelder, Sohn des Dr. med. Christian Thierfelder in Wunsiedel, beginnt am 16. Juni 1819 bei Johann Andreas Herbst sein Probestück und wird am 24. Juni 1819 Meister.

 

 

   Kleiner Stempel für Nürnberger Probezinn (er führt auch den großen Stempel)

 

1826

Johann Heinrich Thierfelder logiert am 8. Juni 1826 "Bey Herrn Johann Reitz, Gastgeber zum goldenen Kreuz in der Kaufingerstraße [in München].

 

1828

Am 17. Oktober 1828 stirbt seine Tochter Regina Dorothea Thierfelder, drei Monate und sieben Tage alt, an Abzehrung.

 

Am 8. Dezember 1828 gibt er im allgemeinen Intelligenz-Blatt bekannt:

"Bei Gelegenheit der Veränderung seiner Bude vom Herren- auf den Christmarkt, welche sich jetzt bei dem neuerbauten Hause, den sogenannten langen Krämen gegenüber befindet, empfiehlt sich mit seinen fein englischen Zinnwaaren zur gefälligen Abnahme unter Versicherung guter und schöner Arbeit zu billigen Preisen bestens    

J. H. Thierfelder, Zinngießer"

 

1833

Er gibt im Oktober 1833 sein Gewerbe auf.

 

1843

Am 4. April 1843 wird er auf die Konzession des 1841 verstorbenen Georg Nicolaus Starck wieder als Meister aufgenommen.

 

1845

Auf der Local-Industrie-Ausstellung der königlich bayerischen Stadt Nürnberg stellt er 5 Stück Zinnspielsachen für Mädchen aus.

 

1850

Seine Wohnung und Werkstätte befindet sich im Haus des Kupferdruckers Karl Joseph Berg in der Burgstraße S 536.

 

1852

Er stellt nur noch Spielwaren aus Zinn her.

 

1854

Auf der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München stellt er zinnerne Spielwaren aus.

 

1862

Er beteiligt sich an der gewerblichen Ausstellung des Zollvereins auf der Londoner Ausstellung mit Zinnwaren.

 

1865

Johann Heinrich Thierfelder stibt im April 1865.

Sein Sohn Johann Georg Thierfelder wohnt und arbeitet als Zinngießer in der Langegasse S. 1261, später Brunnengasse 576 und Geishof 1.

 

1892

Der Enkel Paul Thierfelder führt die Zinngießerei weiter und stellt hauptsächlich Zinngeschirr her.

 

1939

Die Zinngießerei ist aufgelöst.

 

 

Zinnspielwaren:

nicht bekannt

 

 

Quellen:

Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band II (Nürnberger Zinngießer), Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1931

Adressbücher Nürnberg 

Königlich-Bayerischer Policey-Anzeiger von München Nro. XLVI Mittwoch den 14. Juny 1826 (Google books)

Allgemeines Intelligenz-Blatt der Stadt Nürnberg No. 126 v. Freitag den 24. October 1828 (Google books)

Allgemeines Intelligenz-Blatt der Stadt Nürnberg No. 145 v. Montag den 8. December 1828 (Google books)

Verzeichnß der Local-Industrie-Ausstellung der königlich bayerischen Stadt Nürnberg im Jahre 1845 (Google books)

Nürnberg's Handel und Industrie mit besonderer Berücksichtigung der Gegenwart von Dr. Friedrich Mayer, Nürnberg 1852 (Google books) 

Katalog der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München im Jahre 1854 (Google books)

Londoner Ausstellung 1862 - Special-Catalog der gewerblichen Ausstellung des Zollvereins, Berlin 1862 (Google books)

Erhard Schraudolph: Zinnspielwarenhersteller in Nürnberg und Fürth in Paradestücke, W. Tümmels, Nürnberg 2000

   
 

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