Spanner, Friedrich Gottfried Christian - Fürth

 

1840

Der Gürtlermeister Johann Martin Spanner stellt auf der Industrie-Ausstellung in Nürnberg eine Musterkarte mit 45 Stück "tombackenen" Kinderuhren aus und bekommt eine "Neue Belobung".

 

1844

Im amtlichen Bericht über die allgemeine Deutsche Gewerbe-Ausstellung in Berlin heißt es über die von ihm ausgestellte Musterkarte mit Tombackuhren:

"... ein ähnliches Sortiment mit nicht minder lobenswerthem Gepräge, guter Versilberung und Goldfirniß. Der zuletzt genannte Aussteller hat sich ein besonderes Verdienst dadurch erworben, daß er zuerst in diesem Artikel arbeitete, und mit großer Anstrengung zum Gedeihen derselben vorzugsweise beitrug.

Wenn auch die Uhren unscheinbar sind, haben sie doch merkantilischen Werth, und beschäftigen viele Hände in einem

Gewerbe, das ohne steten Wechsel der Formen und Gegenstände nicht bestehen kann." 

 

1854

Auf der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München bekommt Johann Martin Spanner "wegen seiner mit großer Oekonomie im Materiale ausgeführten und dadurch billigen Kinderuhren von Tombak" eine "Belobende Erwähnung".

 

1855

Er erhält am 21. November 1855 eine Konzession für die Herstellung von Kinderspielwaren.

 

1859

Im Adressbuch von 1859 ist Johann Martin Spanner als Zinnfigurenfabrikant in der Alexanderstraße Haus Nr. 313b aufgeführt; Eigentümer des Hauses ist sein Schwiegervater, der Privatier Georg Caspar Schultheiß.

 

1860

Am 20. März 1860 wird  das Haus Alexanderstraße 313b von Georg Caspar Schultheiß, der verstorben ist, auf den Schwiegersohn und Erben Johann Martin Spanner überschrieben.

 

1865

Spanner gewinnt auf dem Schützenfest in Nürnberg vier Stück Seidelgläser mit vier Schachteln Zinnfiguren.

 

1866

Johann Martin Spanner stirbt; die Konzession zur Herstellung von Kinderspielwaren endet mit dem 23. Februar 1866.

Laut Notariatsurkunde vom 26. Februar 1866 wird das Haus Königsstraße 63 (vor der Straßenumbenennung im Jahre 1860 Alexanderstraße 313b) auf den Sohn Friedrich Gottfried Christian Spanner überschrieben, der das Geschäft als Zinnfigurenfabrikant weiterführt.

 

1870

Friedrich Gottfried Christian Spanner verkauft an Margarethe Heinrich, der Mutter der Gebrüder Heinrich lt. Urkunde des k. Notars Dr. Ortenau in Fürth vom 11. Februar 1870 zu einem Kaufpreis von 22.300 fl. das Haus Nr. 63 Königsstraße.

Formen und Werkstatteinrichtung werden übernommen.

 

 

Figuren und Packungen:

nicht bekannt

 

 

Quellen:

Stadtarchiv Fürth (Register der Fabriken, Verzeichnis des königl. Rentamts Fürth über die in der Stadt Fürth vorgekommenen Veränderungen am Häuserbesitz)

Adreßbücher Fürth

Erhard Schraudolph: Zinnspielwarenhersteller in Nürnberg und Fürth in Paradestücke, W. Tümmels, Nürnberg 2000

Amtlicher Bericht über die im Jahre 1840 in Nürnberg stattgehabte Industrie-Ausstellung, Nürnberg 1842 (Google books)

Verzeichniß aller Gegenstände, welche zu der für das Jahr 1840 in Nürnberg Allerhöchst angeordneten allgemeinen Industrie-Ausstellung für das Königreich Bayern eingeliefert wurden, Nürnberg 1840 (Google books) 

Fürther Tagblatt 1840 (Google books)

Amtlicher Bericht über die allgemeine Deutsche Gewerbe-Ausstellung in Berlin im Jahre 1844, Berlin 1846 (Google books)

Amtliches Verzeichniß der aus den Staaten des Deutschen Bundes, dem Königreich Preußen und Großherzogthum Posen zur Gewerbe-Ausstellung in Berlin 1844 eingesandten Gegenstände (Google books) 

Auszeichnungen bei der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München von der Beurtheilungs-Commission zuerkannt, München 1854 (Google books)

Bericht der Beurtheilungs-Commission bei der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München im Jahr 1854, München 1855 (Google books)

Neuer Bayerischer Kurier für Stadt und Land, München, Samstag den 2. September 1865 (Google books)

Nürnberg-Fürther Industrie-Almanach 1870 (Google books)

   
 

Kosten dieser Seite:

Stadtarchiv Fürth EUR 10,45 (anteilig)

 

 

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