Schweizer, Babette, Kleinzinngießerei - Dießen/Ammersee

 

1653

Dominikus Schweizer, Müller von Peißenberg, heiratet am 6. Oktober 1653 die Marktmüllers-Witwe Maria Sendlinger, geb. Schütz, von Schellwang, die durch den Tod ihres Mannes Hans Sendlinger Inhaberin der Markmühle mit Sägewerk, die "untere Mühle" in Dießen (Mühlstraße Haus Nr. 97, heute Mühlstraße 4) ist.

 

1654

Er ist Eigentümer des Hauses Nr. 21 in der Gänsegasse (heute Prinz-Ludwig-Straße 1) bis 1656.

 

1678

Sein Sohn Bartlmä Schweizer, verheiratet mit Katharina Kochler von St. Georgen, übernimmt die Marktmühle und verkauft sie 1680 weiter.

 

1744

Der Sohn von Bartlmä Schweizer, Johann Michael Schweizer, murarius (Maurer), verheiratet mit der Witwe Mechthilde Probst, erwirbt das Haus Nr. 6 (Gänsegasse, heute Prinz-Ludwig-Straße 8) in Dießen.

 

1745

Jakob Schweizer, der Sohn von Johann Michael Schweizer, wird geboren.

 

1758

Jakob Schweizer erlernt den Beruf des Maurer und Stuckators.

 

1773

Er wird Eigentümer des Hauses in der Gänsegasse und heiratet Monika Heiß († 1816) aus einer Schusterfamilie, die in Dießen einige Jahrhunderte mit dem Schuhmacherhandwerk verbunden ist.

 

1774

Adam Schweizer, Sohn des Maurer und Stukkateurs Jakob Schweizer, wird geboren.

 

1780

Der Ring- und Schnallenmacher Franz Neumair heiratet Therese Schweizer, die Tochter des Johann Michael Schweizer.

 

1783

Adam Schweizer absolviert eine Lehre beim Aurifaber (Goldschmied) Joseph Deininger (* 1760) in Dießen, Johannesgasse Haus Nr. 25 (heute Johannisstraße 6).

 

1790

Jakob Schweizer stirbt.

 

1796

Adam Schweizer macht sich selbständig als Gießer und Graveur von Heiligenartikel, Rosenkranzbestandteilen, Anhänger, Denkmünzen, Ringen und Ziernägel.

Am 24. Dezember schließt er einen Akkord mit Johann Babtist Schorn über Zinn-Amulette ab.

 

1798

Er heiratet Monika geb. Neumair von Landsberg und erwirbt am 24. Juli das Haus Nr. 77 - Clostergasse (heute Herrenstraße 17) in Dießen für 300 Gulden und baut es für seine Zwecke um.

 

 

   Adam Schweizer und Frau - Gravur und Bemalung: Babette Schweizer

 

1799

Es entstehen nach und nach etliche Zinnfiguren-Serien, bayerische Dragoner und Fußsoldaten (ca. 1810/20), Panduren (nach 1805), eine Schäferei (ca. 1810), ein Paradies und eine Rokoko-Jagd (ca. 1800, die später von Anny Schweizer ergänzt wird und dann 30 Figuren umfaßt).

 

 
Figur aus der Serie Panduren

Figurenpaar aus der Serie Schäferei
     
 

Die Firma besitzt auch Formen, die übernommen wurden: die wohl älteste Schieferform stellt den "gegeißelten Heiland von der Wies" dar und ist auf der Rückseite mit "K 1748" signiert.

 

 

   Wieshergott, datiert 1748, signiert K, Schiferform, Höhe der Figur 10 cm

 

1812

Sohn Anton Schweizer wird am 24. April geboren.

Joseph Rathgeber (Sohn eines Kurzwarenhändlers aus Haidhausen (damals) bei München - gelernter Großzinngießer) tritt als Geselle bei Adam Schweizer ein.

 

1816

Joseph Rathgeber wird durch Heirat der 16jährigen Schweizer-Tochter Helene († Dezember 1870) Schwiegersohn und Kompagnon. Der Betrieb firmiert unter Schweizer und Rathgeber.

 

1820

Adam Schweizer übernimmt die Ring- und Schnallenformen von seiner Tante Therese Neumair nach dem Tod ihres Mannes.

 

 


Guß von neun verschiedenen Wallfahrtstäfelchen. Nach Herauslösen aus der gußeisernen Form werden die einzelnen Täfelchen vom Anguß getrennt. Die an jedem Täfelchen vorhandenen vier kleinen Stege dienen zur Befestigung von hinterlegtem Goldpapier.

Die Form ist datiert und signiert J. R. 1847 (Josef Rathgeber), Höhe 18 cm, Breite 12 cm

 

1848

Adam Schweizer stirbt.

Aus dem Inventar der Verlassenschaft des Adam Schweizer läßt sich entnehmen, dass damals rund 500 Stück größere Modelle, etwa 60 Stück gußeiserne Flachformen (meist für Wallfahrtstafeln) und 70 kleinere Modelle vorhanden sind. Die vorhandenen Fertigwaren wurden auf 100 Gulden, die halbfertigen auf 200 Gulden geschätzt. Unter den Geschäftseinrichtungen 

werden sechs Gussöfen und ein Schmelzofen aufgezählt.

Anton Schweizer übernimmt die Werkstatt als Gießer und Graveur von kirchlichen Gerätschaften der katholischen Kirche in Miniaturausführung zum Ausschmücken von Hausaltären und zum "Pfarrerspielen" für Kinder.

Er bringt auch verschiedenartige bunte Zinnsterne für Wachszieher auf den Markt und verfertigt Spielzeug für Puppenküchen und Puppenstuben.

 

Anton Schweizer ist verheiratet mit Babette, geb. Sommer (aus Kaufbeuren, * 3. Oktober 1832).

 

1854

Die Firma Schweizer & Rathgeber, Bayerdießen, erhält auf der Allgemeinen deutschen Industrieausstellung zu München von der Beurtheilungs-Commission in der Kategorie Spiel-Waaren und Nippesgegenstände eine Ehrenmünze "wegen Manchfaltigkeit der Formen und Gegenstände in seiner Ausstellung von Rosenkranzgarnituren und Spielwaaren".

 

"Schweizer und Rathgeber von Bayerdießen hatten 20 verschiedenartige Rosenkranzgarnituren von Zinn, 100 verschiedene Exemplare zinnerner Kinderspielwaaren und 150 Stück verschiedene Miniatur-Altargeräthe aus dem gleichen Metall als Spielzeug ausgestellt und in denselben ebensowohl Geschick als Originalität beurkundet, woführ ihnen die Ehrenmünze ertheilt wurde."

 

1855

Adam Schweizer (Enkel des Firmengründers, Sohn von Anton Schweizer und Babette Schweizer) wird am 15. Juli 1855 geboren.

 

1857

Babette Schweizer hat den Weilheimer Bräu in der Gänsegasse Nr. 21 (heute Prinz-Ludwig-Straße 1) als Nichte der damaligen Inhaber Georg Weyher und dessen Ehefrau Maria Anna Weyher, verwitwete Koch, die kinderlos geblieben sind, geerbt.

Sie führt mit ihrem Mann Anton Schweizer, Zinnwarenfabrikant, die Brauerei weiter und verkauft sie dann 1859 an den Johann Gattinger aus Pähl.

 

1867

Anton Schweizer (Zinnwarenfabrikant) stirbt am 15. August 1867.

 

Babette Schweizer führt die Firma zusammen mit ihrem Sohn Adam Schweizer (Gießer und Graveur) weiter.

 

Adam Schweizer ist verheiratet mit Wilhelmine, geb. Huber (+ 7. März 1870; † 19. April 1953).

 

1869

In der Augsburger Abendzeitung vom Freitag, 15. Januar 1869 erscheint folgendes Inserat:

"Wir haben erfahren, daß von Seite gewisser kaufmännischer Individuen allenthalben das uns sehr unliebe Gerücht verbreitet wird, wir hätten unser Geschäft aufgegeben und sie seyen durch Kauf in Besitz unserer Modelle und anderweitigen Betriebsgeräthschaften gelangt, weßhalb unsere frühreren Kunden bei allenfallsigem Bedarfe von nun an auf sie reflektiren möchten. - Indem wir hiemit dieses Gerücht als eine gänzlich unbegründete Chikane erklären, warnen wir die fraglichen

Individuen vor der Fortsetzung ihres unverschämten Treibens - unseren P. T. Kunden und lieben Geschäftsfreunden empfehlen wir uns zu fernern, geneigten Aufträgen.

Diessen am Ammersee

Schweizer & Rathgeber,

Beinspielwaaren-Fabrikanten"

 

Am 19. Januar 1869 erfolgte die "Berichtigung. In der Annonce der Herren Schweizer und Rathgeber in Diessen (Nr. 15, Seite 166 der diesjährigen Abendztg.) wolle man nach deren Unterschrift (statt: "Beinspielwaaren-Fabrikanten") lesen: Zinnspielwaaren-Fabrikanten."

 

1875

Trennung der Inhaber Schweizer und Rathgeber in eigenständige Betriebe; die Formen werden aufgeteilt.

 

1895

Babette Schweizer stirbt am 25. Mai 1895.

 

Adam und Wilhelmine Schweizer erben das Anwesen Clostergasse Nr. 87 (heute Herrenstraße 7).

 

1896

Am 15. August 1886 wird die Firma Babette Schweizer als Einzelfirma in das Register beim Amtsgericht Augsburg eingetragen.

Wilhelmine Schweizer ist Geschäftsinhaberin.

Dieser Eintrag besteht bis 9. April 1923.

 

1906

Adam Schweizer wird auf der Sonderausstellung des Handwerks anläßlich der Bayerischen Jubiläums-Landes-Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung in Nürnberg eine silberne Preismedaille zuerkannt für sehr gute Leistungen in der Fabrikation von Exportzinnwaren, besonders in Wallfahrtsartikeln.

 

 

   Urkunde anläßlich  der Verleihung der Silbernen Preismedaille

 

1912

 

Auf der Gewerbeschau in München stellt Adam Schweizer die nach einem Entwurf von Prof. Hans Röhm geschaffene mittelalterliche Reiterschlacht und eine Landsknechtschlacht aus. Es handelt sich um hervorragend gelungene Flachfiguren, die 7 - 10 cm hoch sind und nach dem Urteil der Sachverständigen wohl zu dem besten gehören, was es auf diesem Gebiete gibt.

 

1914

Adam Schweizer stirbt am 4. September 1914 an einem schweren Nierenleiden.

Seine Frau Wilhelmine Schweizer führt die Firma weiter, später zusammen mit Tochter Anni Schweizer (* 1. August 1898) und Sohn Wilhelm Schweizer (* 31. Januar 1902).

 

Anni Schweizer läßt sich zur Bildhauerin an der Kunstgewerbeschule München unter den Prof. Adelbert Hans Gustav Niemeyer (* 15. April 1867 in Warburg; † 21. Juli 1932 in München) und Prof. Heinrich Waderé (* 2. Juli 1865 in Colmar; † 27. Februar 1950 in München) ausbilden und lernt an der Schnitzschule Bischofsheim die Technik der Holzplastik.

Zu ihren besten Arbeiten gehören unter anderem Flachfiguren "Bauernprozession" (15 Figuren) mit weißen Mädchen, Fahnen und Kreuzträger und "Ammerseer Betteltanz".

Andere Arbeiten aus der Werkstätte von Anni Schweizer sind Flachfigurengruppen in Zinnguß bemalt, z. B. eine "Ländliche Prozession", eine "Anbetung der Hirten", eine "Opferung der Heiligen drei Könige", ein "Märchenwald" (30 Figuren), Kasperltheater usw.

 

Wilhelm Schweizer erwirbt die Einrichtung der Münchener Großzinngießerei Hiedl & Sohn.

 

1919

Während dem Weltkrieg 1914/18 steht der Betrieb nach dem Tod von Adam Schweizer vollkommen still. Dr. Bruno Schweizer (Bruder von Anni Schweizer und Wilhelm Schweizer; * 3. Mai1897; † 11. November 1958) widmet sich, nachdem er vom türkischen Kriegsschauplatz zurückkehrt, vor der Weiterführung seines Studiums, dem Wiederaufbau des Betriebes, was ihm "wider Erwarten gut gelingt".

 

1926

Weihnachten 1926 vollendet Anni Schweizer die Modelle einer wundervollen Weihnachtskrippe mit 12 Figuren von 27 cm Höhe. Köpfe, Arme und Beine der Figuren bestehen aus Zinnhohlguß und sind durch starke biegsame Drähte miteinander verbunden. Die Krippenfiguren werden naturoxydiert oder gefaßt, bekleidet oder unbekleidet auf den Markt gebracht.

 

1927    Werbung in der Zinnfigur, Heft Nr. 11, November 1927
   
1928

Georg Gilardone schreibt in "Die Zinnfigur - Monatsschrift für die Freunde und Liebhaber von Zinnfiguren, Trachten, Geschichte und Völkerkunde; Jahrgang 1928, Heft 2" u. a. in einem Aufsatz über "Zinnfiguren auf der Weihnachtsausstellung des bayerischen Nationalmuseums:

 

... Eine noch größere Überraschung zeigt die zweite Vitrine. Denn in ihr tritt völlig überraschend eine alte, aber fast gänzlich in Vergessenheit geratene oberbayrische Offizin mit äußerst beachtenswerten Leistungen wieder in den Vordergrund. Selbst lokale Münchner Kenner wußten von der Firma Schweitzer [sic!] in Diessen am Ammersee nicht viel mehr, als daß sie "früher"

einige, mehr interessante als schöne, Reitertypen, preußische Husaren aus der Zeit Friedrich des Großen und bayrische Reiter aus der Rumfordzeit hervorgebracht hat. Im übrigen widmete sie sich seit langen Jahrzehnten einer eigentümlichen, kaum über die weißblauen Grenzpfähle hinaus bekannten Abart der Zinnfigurenherstellung. Die Firma Schweitzer [sic!] versorgte nämlich die bayrischen Jungen, deren Spieltrieb an den kirchlichen Vorgängen am Altar umgrenzt wurde, mit einer Fülle zierlich in Zinn nachgebildeter Altargeräte, wie Kirchenleuchtern, Meßbücherauflagen, Monstranzen, alles natürlich en miniature in Zinn gegossen. Diese Gegenstände dienten auf gleichfalls ins Puppenhafte verkleinerten Altären dem Pfarrerspielen und Messelesen.

Außerdem lieferte Schweitzer [sic!], Diessen, alle jene kleinen Gegenstände aus Zinn, wie Messer, Gabeln, Platten zur Ausstattung von Puppen-Küchen, -Speisezimmern usw. von Alters her benötigt wurden.

Nun hat die Offizin plötzlich einen neuerlichen energischen Schritt ins Gebiet der eigentlichen Zinnfigur unternommen. Sie zeigte wohl erstmals auf unserer Weihnachts-Ausstellung eine Fülle wohl getroffener deutscher Märchenfiguren. Die Größe der kleinen flachgegossenen Typen und Gruppen dürfte etwa fünf cm als Maßstab für die menschliche Figur betragen, nähert sich also der

Riesengröße. Hier findet man fast all die liebgewordenen Erinnerungen aus alter, goldener Märchenzeit. Dornröschen, Rotkäppchen mit Wolf, der gestiefelte Kater, Hänsel, Gretel und die Hexe usw.

Wir Münchner Sammler wünschen der Diessener Offizin Glück auf ihrem neuen Wege und glauben, unseren Sammlerfreunden einen Gefallen zu tun, wenn wir auf diese neue Bezugsquelle aufmerksam machen."

 

1937

Anni Schweizer und der Bildhauer M. Fehr gravieren zur Einweihung des Hauses der Deutschen Kunst in München (1938) im Auftrag des Staatsministers  und Gauleiters Adolf Wagner (* 1. Oktober in Algringen/Lothringen; † 12. April 1944 in Bad Reichenhall) den Festzug mit zehn Gruppen Zinnfiguren: Spitzengruppe - Germanisches Schiff, Der Tag, Sinnbild der Sonne, Die Nacht, Die Kreuzritter, Romanische Plastik, Eiserne Ritter - Turnierreiter, Barock - Friedrich der Große, Kaiser Maximilian - Sieben Kurfürstentümer und Schwarze Reiter - Fackelträgerinnen.

 

1942

Gunnar Wilhelm Schweizer (Sohn von Dr. Bruno Schweizer) wird am 7. Juni 1942 geboren.

 

1945

Am 17. März 1945 wird die Einzelfirma Babette Schweizer, Inhaberin Wilhelmine Schweizer, nach Wiederherstellung des Handelsregisters wieder in das Register eingetragen.

 

1952

Ein Teil der Spenkuch-Formen wird erworben.

Erwerb der Formen der Firma Rudolf Lauter, Nürnberg, die ihrerseits Formen von Ammon in ihrem Bestand hat.

 

1953

Wilhelmine Schweizer stirbt.

Das Anwesen Herrenstraße 7 erben Wilhelm Schweizer und Anni Schweizer.

Am 19. April 1953 wird die offene Handelsgesellschaft "Babette Schweizer, Dießen" in das Handelsregister eingetragen. Gesellschafter sind der Zinngießermeister Wilhelm  Schweizer und die Bildhauerin Anni Schweizer.

Zur Vertretung der Gesellschaft ist jeder Gesellschafter berechtigt.

 

     Katalog 1953 und Ergänzungsseiten
   
1958

Dr. Bruno Schweizer erliegt am 11. November 1958 einem Herzinfarkt.

 

1963 Gunnar Schweizer jun. wird am 18. Mai 1963 geboren.
   
1972

Wilhelm Schweizer gründet eine eigene Großzinngießerei als Gießer und Graveur in der Herrenstraße 7 in Dießen

 

Zum 21. November 1972 ist die offene Handelsgesellschaft "Babette Schweizer, Dießenaufgelöst; Anni Schweizer ist jetzt Alleininhaberin. 

 

 

   Anwesen Herrenstraße 17 im Juli 2007

 

1976

Der Zinngießermeister Wilhelm Schweizer stirbt am 12. Februar 1976.

 

1977

Die Formen der aufgelösten Firma Joseph Rathgeber, Dießen, werden erworben; der ursprüngliche Formenbestand ist somit wieder vollständig.

 

 
  Stuwelpeter (Gunnar Schweizer) Motorradfahrer (Gunnar Schweizer)
     
1979

Am 10. April 1979 wird die Gunnar Schweizer GmbH., Dießen am Ammersee, als Betrieb einer Zinngießerei, Herstellung von Kunstgewerbearbeiten sowie Groß- und Einzelhandel mit Kunstgewerbearbeiten in das Handelsregister eingetragen.

Das Stammkapital beträgt DM 20.000,--.

Geschäftsführer sind der Zinngießermeister Gunnar Wilhelm Schweizer (* 7. Juni 1942 in Pähl) und die Kauffrau Ilse Schweizer, geb. Hermann.

Sie sind beide einzelvertretungsberechtigt.

Der Gesellschaftsvertrag ist abgeschlossen am 24. Januar 1979.

 

1981

Zum 13. Oktober 1981 wird das Stammkapital um DM 30.000,-- auf DM 50.000,-- erhöht.

 

1986

Per 17. November 1986 werden die beiden Geschäftsführer Gunnar Wilhelm Schweizer und Ilse Schweizer von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

 

1988

Gunnar Schweizer jun., Zinngießer wird per 27. April 1988 zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Er ist stets alleinvertretungsberechtigt und von dem Verbot befreit, im Namen der Gesellschaft Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter eines Dritten vorzunehmen.

 

1991

Zum 2. September 1991 ist Gunnar Wilhelm Schweizer nicht mehr Geschäftsführer.

 

1996

Ilse Schweizer ist ab dem 19. März 1996 nicht mehr Geschäftsführerin.

Die Firma wird geändert in Babettes Miniaturen - Gunnar Schweizer GmbH.

 

1998

Anni Schweizer stirbt am 2. November 1998.

 

2000

Der Unternehmensgegenstand wird zum 27. November 2000 geändert in "Herstellung und Vertrieb von kunstgewerblichen Gegenständen, Vertrieb von pyrotechnischen Gegenständen, Pyrotechnik, Planung und Durchführung von Feuerwerken sowie Betrieb einer kunstgewerblichen Kleinzinngießerei".

 

2002

Zum 30. August 2002 wird der Zinngießer Gunnar Schweizer jun. als alleiniger Geschäftsführer in das Handelsregister eingetragen. Er ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

 

2014 Die Geschäftsanschrift ist ab 19. November 2014 die Egerstraße 1 in Dießen.
   
 

Zeichner:

Prof. Hans Röhm

Prof. Stockmann

Paul Ernst Rattelmüller

M. Fehr

   
 

Gravuren:

Babette Schweizer

J. Ch. Allgeyer

J. Rathgeber d. Ä.

J. Rathgeber d. J.

M. Fehr

Anton Schweizer

Adam Schweizer

Anny Schweizer

   
  Signaturen:
     Babette Schweizer                                 J. Ch. Allgeyer
   
  Fußbrettchen (Wege):
 
   
 

Quellen:

Auszeichnungen bei der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München von der Beurtheilungs-Commission zuerkannt, München 1854 (Google books)

Bericht der Beurtheilungs-Commission bei der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München 1854, 10. Heft, München, Verlag von Georg Franz (Google books)

Katalog der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München im Jahre 1854, München, Verlage Franz, Pössenbacher Wtw., Rösl, Schurich, Weiß und Dr. Wild Wtw. (Google books)

Augsburger Abendzeitung Nr. 15 vom Freitag, 15. Januar 1869 und Nr. 19 vom Dienstag, 19. Januar 1869 (Google books) 

Dr. Bruno Schweizer: Die Kleinzinngießerei am Ammersee in Oberbayern, in Die Zinnfigur, Heft Nr. 11, November 1927

Dr. Bruno Schweizer: Die Geschichte der Kleinzinngießerei in Diessen/A., Verlag der Zinnspielwarenfabrik B. Schweizer, 1930

Der Standhafte Zinnsoldat - Nachrichten für Liebhaber der Zinnfigur, Joachim Ritter, Markkleeberg b. Leipzig, 8. Jahrgang 1935 und 11. Jahrgang 1938

Paul Ernst Rattelmüller: Zinnfiguren - Die Welt in der Spanschachtel, Süddeutscher Verlag, München 1971

Curt F. Kollbrunner: Zinnfiguren - Zinnsoldaten - Zinngeschichte, Hirmer-Verlag München 1979

Wolfgang Lösche: "Handwerkliche Kleinzinnherstellung in Dießen am Ammersee" in Volkskunst - Zeitschrift für volkstümliche Sachkultur, Callwey Verlag München, Heft 1, Februar 1982

Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse & Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985

Heinz Schenzle: Sigel-Bestimmungsbuch, Freunde der Plassenburg e. V., Kulmbach 1987

Klio Landesgruppe Südbayern, Jahresbericht 1990: Jürgen Künzel: Deutschlands älteste Kleinzinngießerei Firma Babette Schweizer in Dießen

Juliane Wörlein: Dießener Häuserbuch, Markt Dießen am Ammersee, 2000

Freunde der Plassenburg e. V.: 75 Jahre Deutsches Zinnfigurenmuseum - Geschichte der Zinnfigur, Geschichte mit Zinnfiguren, 2004 

Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg

Handelsregister online

Grabstätten auf den Friedhof St. Johann, Dießen

   
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