Schepp, Carl Gottfried - Breslau

 

1772

Am 2. Juni 1772 wird Carl Gottfried Schepp geboren.

 

1809

Als Knopfmacher wohnt und arbeitet er in der Jesuitengasse im Breslaür Bezirk 1725.

Der Sohn Robert Julius Schepp wird geboren.

 

1832

Er wohnt und arbeitet jetzt in der Hinterbleiche 4 und betätigt sich als Gießer, Knopfmacher und Zinnfigurenfabrikant.

 

1838

Robert Julius Schepp erwirbt als Knopffabrikant am 1. Mai 1838 das Bürgerrecht.

 

1847

Carl Gottfried Schepp ist letztmalig erwähnt.

 

1855

Johann Robert Schepp (ein weiterer Sohn des Carl Gottfried Schepp) betreibt unter der Firma J. R. Schepp ein Eisen-, Stahl-, Messing- und Galanteriewarengeschäft im Haus Schuhbrücke 12.

 

1868 

Robert Julius Schepp ist nun Zinngießer und Witwer in der Hinterbleiche 4/II.

 

1884

 Im Haus Schuhbrücke 12 (Parterre) ist bis mindestens 1887 die Zinn- und Kurzwarenhandlung J. R. Schepp.

Im 2. Stock wohnt zur selben Zeit die Kaufmannswitwe Emilie Schepp.

 

1915

Im Adressbuch ist der Name Schepp nicht mehr vermerkt.

 

 

Zinnfiguren:

Lt. Alfred R. Sulzer eine 12,5 cm hohe Figur des Alten Fritz, signiert "Schepp fecit" (siehe Ortmann: Zinnfiguren einst und jetzt, Tafel 29: nicht Hilpert sondern Schepp), österreichische Infanterie in Parade graviert um 1815 (Augenhöhe der Fußer 6 cm), Offizier und Trompeter eines preußischen Ulanenregiments um 1840 (Augenhöhe 6,5 cm), preußische Kürassiere um 1840 (Augenhöhe 6,5 cm), preußischer Füsilier der Befreiungskriege und oldenburgischer (?) Infanterist um 1820 (Tschakkohöhe 6,5 cm), türkischer Infanterist mit Jahreszahl 1814 auf dem Fußbrettchen.

 

 

Quellen:

Breslauer Namensverzeichnis aller stimmfähigen Bürger vom 18.3.1809 (breslau-wroclaw.de)

Adressbuch Breslau 1832 (breslau-wroclaw.de)

Verzeichniß sämtlicher Handelstreibenden zu Breslau [...] für das Jahr 1855 und 1857

Adressbuch der Haupt- und Residenzstadt Breslau 1868 (genealogy.net)

Kaufmannsrolle für das Jahr 1859 und 1860 für Breslau (digitale Bibliothek der Uni Wrozlaw)

Adressbuch Breslau 1884, 1885, 1886, 1887, 1915 (digitale Bibliothek der Uni Wrozlaw)

Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band IV (Schlesische Zinngießer), Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1931

Theodor Hampe: Der Zinnsoldat - ein deutsches Spielzeug, Verlag Herbert Stubenrauch, Berlin 1924

Paul Ernst Rattelmüller: Zinnfiguren - Die Welt in der Spanschachtel, Süddeutscher Verlag München, 1971

Curt F. Kollbrunner: Zinnfiguren-Zinnsoldaten-Zinngeschichte, Hirmer-Verlag München 1979

Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse und Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985

Heinz Schenzle: Sigel-Bestimmungsbuch, Freunde der Plassenburg e. V. Kulmbach, 1987 

Alfred R. Sulzer: Eine unbekannte Offizin: Die Zinngießerwerkstatt Schepp in Breslau, Figurina Helvetica, 1996 

Erhard Schraudolph: Eisvogel trifft Klapperschlange, Verlag des Germanischen Nationalmuseums 2006

   
 

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