Rüdiger, August Wilhelm - Hildesheim
   
1839 August Wilhelm Rüdiger wird am 5. April 1839 als Sohn des Zinngießers August Rüdiger und dessen Ehefrau Dorothea Kohlstruck in Göttingen geboren.
   
  Er erlernt den Beruf des Zinngießers, wird Meister und heiratet die Dorothee Charlotte Pfennig.
Das Ehepaar hat die Kinder Carl Rüdiger (* 10. März 1871 - der 1920 Klempner ist), Sofie Rüdiger (* 18. September 1872 - die später mit dem "Hülfstelegraphist" Georg Klingbeil verheiratet ist), Lina Rüdiger (* 31. Dezember 1874 - die später mit dem Tischlermeister Heinrich Froböse verheiratet ist), Firtz Rüdiger (* 23. Mai 1876) und Willi Rüdiger (* 4. September 1878).
   
               Meisterzeichen des August Wilhelm Rüdiger
   
1862 Er beteiligt sich an der Gewerbeausstellung in Hildesheim.
Im Heft 5 der Mittheilungen des Gewerbe-Vereins für das Königreich Hannover steht u. a.:
"Von A. Rüdiger aus Hildesheim war eine größere Auswahl von Zinngießer-Arbeiten vorhanden. Seine Lampen werden wegen ihrer guten und wohlfeilen Arbeit von den Landleuten gern gekauft; ebenso auch seine Kaffeekannen, welche in Metall, Arbeit und Politur gut, auch preiswürdig waren. Wenn ihre Form etwas zu wünschen übrig läßt, so ist dabei zu berücksichtigen, daß sie so verlangt werden und auch wohl für das Putzen ganz praktisch sind. Dagegen waren die Leuchter nicht allein sehr wohlfeil, sondern auch hüpsch und gefällig. Eine Pferdespritze zeigte gute, lobenswerthe Arbeit, war überdies sehr wohlfeil; die Schraubenverbindungen und die Kolben waren recht gut. Eine preiswürdige Arbeit zeigte sich auch in den Lavementspritzen; weniger aber war die Arbeit an den Wärmflaschen zu loben."
   
1920 August Wilhelm Rüdiger stirbt am 15. November 1920 in Hildesheim.
   
  Hampe und Rattelmüller (der von Hampe abschreibt) sowie Garratt weisen richtig auf August Rüdiger d. Ä. (1814 - 1869) und den Sohn August Rüdiger (1839 - 1920) hin; Kollbrunner, Leinweber nennen den Sohn fälschlich August Rudolf bzw. Schenzle nur Rudolf.
   
  Zinnfiguren:
nicht bekannt
   
  Quellen:
Mittheilungen des Gewerbe-Vereins für das Königreich Hannover, Heft 5, 1862 (Google books)
Theodor Hampe: Der Zinnsoldat - ein deutsches Spielzeug, Verlag Herbert Stubenrauch, Berlin 1924
Hermann Deckert: Die Kunstdenkmale der Provinz Hannover, Hannover 1939
Paul Ernst Rattelmüller: Zinnfiguren - Die Welt in der Spanschachtel, Süddeutscher Verlag München, 1971
Curt F. Kollbrunner: Zinnfiguren - Zinnsoldaten - Zinngeschichte, Hirmer-Verlag München 1979
John G. Garratt: The World Encyclopedia Of Model Soldiers, The Overlook Press, New York 1981
Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse und Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985
Heinz Schenzle: Sigel-Bestimmungsbuch, Freunde der Plassenburg e.V. Kulmbach, 1987
Stadtarchiv Hildesheim: Sterbeeintrag Nr. 904/1920 im Sterberegister (Best. 60 Nr. S 87) und Meldeblatt (Best. 102 Nr. 7427, Zeitraum 1874 - 1945)
   
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Stadtarchiv Hildesheim EUR 22,00
   
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