Rabeler, Heinrich Dietrich - Wolfenbüttel
   
1808

Am 22. September 1808 wird Heinrich Rabeler in Cranz, Ksp. Neuenfelde, Gericht Jork, als Sohn des Schullehrers zu Cranz Johann Heinrich Rabeler und dessen Ehefrau Anne Christine Angemein geboren.

   
1832

Er heiratet am 16. Oktober 1832 in Bassum als bisheriger Registerschreiber zu Freudenberg [Ortsteil von Bassum] die Anne Magdalene Schulenberg (* 26. Dezember 1807 in Bassum), verwitwete Menke. Für Anne Magdalene Schulenberg ist das die dritte Ehe.

   
1844

Heinrich Dietrich Rabeler wird am 8. März 1844 in Bassum als Sohn des jetzigen Krämers und Gastwirts Heinrich Rabeler und dessen Ehefrau Anne Magdalene Schulenburg geboren. Er wird am 25. März 1844 getauft. Taufpate ist  der Halbbruder des Vaters, der Fettwarenhändler Hans Dietrich Grün aus Altona, Kleine Elbstraße No. 20

   
1871

Heinrich Rabeler betreibt in Wolfenbüttel in der Langeherzogstraße 189a einen Eisen- und Kurzwarenhandel.

   
1872

Die Anschrift seiner Eisen-, Kurz-, Galanterie und Spiel-Waaren-Handlung ist nun Lange Herzogstraße 189 (spätere Haus Nr. 23).

   
     Anzeige im Adressbuch Wolfenbüttel 1872
   
1874

Er heiratet am 5. Januar 1874 in der Wolfenbütteler evang.-luth. Kirchengemeinde Beatae Mariae Virginis die Gastwirtstochter Johanne Louise Caroline Marie Schliephake.

   
1876 Er erwirbt am 11. April 1876 das Bürgerrecht in Wolfenbüttel.
   
1881

Am 16. Oktober 1881 brennt es in der Langen Herzogstraße in der Möbelfabrik C. O. Bruns und bei Heinrich Rabeler. Der Schaden liegt bei 100.000 Mark.

   
1888

Der Stadtverordnete Kaufmann Emil Nicolai wird zum unbesoldeten Magistratsmitglied gewählt.    

Sein Mandat als Vertreter der zweiten Wählerklasse in der Stadtverordneten-Versammlung übernimmt Heinrich Rabeler.

   
     Anzeige im Wegweiser für die Spiel-, Galanterie- und Kurzwarenindustrie 1890
   
 

Erhard Schraudolph schreibt in "Ganz schwarz sind wir montiert" u. a.:

"... Sollte Rabeler die Fleegel-Formen übernommen haben und bei dem Versuch, eine Zinnfigurenfabrik in Wolfenbüttel zu etablieren, gescheitert sein? Auffällig ist jedenfalls, daß das Ende der Zinngießerei bei Fleegel in etwa mit dem Beginn bei Rabeler zusammenfällt. Da beide in der gleichen Straße wohnten, dürften Fleegel und Rabeler einander gekannt haben. Eine etwaige Formenübernahme durch Rabeler wäre also nicht ganz abwegig, kann jedoch nicht bewiesen werden. ..."

   
1891

Bei den Wahlen vom 12. bis 14. Oktober 1891 zur Stadtverordneten-Versammlung für die zum 1. Januar 1892 ausscheidenden Stadtverordneten wird für die zweite Klasse u. a. Heinrich Rabeler gewählt.

   
1894

Wegen Konkurs seines Geschäfts wird er am 20. August 1894 aus der Stadtverordneten-Versammlung ausgeschlossen.[Dieser Konkurs bedeutet  auch das Ende der "Zinnfigurenfabrik"!]

   
1895 Die Anschrift ist nun Lange Herzogstraße 23, das Geschäft ist aufgelöst.
   
1905 Er wohnt  jetzt in der Lindenerstraße 19b.
   
1930 Spätestens ab diesem Jahr ist der Name Rabeler nicht mehr im Adressbuch verzeichnet.
   
 

Zinnsoldaten bzw. Zinnfiguren:

nicht bekannt

 

 

Quellen:

Adressbücher Wolfenbüttel

Matrikel Bassum - ich danke Herrn Friedhelm Wessels sehr herzlich für die kostenlose Recherche!

Niedersächsisches Landesarchiv-Standort Wolfenbüttel Kartei zum Bürgerbuch von Wolfenbüttel (Archivsignatur: 38 E Slg), Kirchenbuch der evang.-luth. Kirchengemeinde Beatae Mariae Virginis zu Wolfenbüttel (103 N Nr. 438, Bd. 22, S. 541, Nr. 96) - ich danke Frau Dr. Silke Wagener-Fimpel ganz herzlich für die kostenlose Recherche!

Marlis Buchholz: Wolfenbüttel 1871 bis 1914 - Beiträge zur Geschichte der Stadt Wolfenbüttel, Heft 4, Wolfenbüttel 1992

   
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