Nessenius, Johann Arnold - Hannover  
     
1668 Von 1668 bis 1683 ist Heinrich Nessenius in Braunschweig Zinngießermeister.  
     
1683

Seinen Sohn Michael Nessenius läßt er 1683 einschreiben.

Dieser ist später Zinngießermeister mit Braurecht.

 
     
1724

Dessen Sohn Peter Jürgen Nessenius (* um 1696) beginnt 1724 sein Meisterjahr in Braunschweig.

 
     
1725

Peter Jürgen Nessenius wird Meister und geht nach Hannover, wo er am 7. März 1725 Anna Sophia Lübbrecht, Tochter des Zinngießermeisters und Zunftvorstehers des Zinngießer-Handwerks Barward Lübbrecht (* um 1674; † 1750) heiratet und Bürger wird.

In der norddeutschen Schreibweise wird aus dem Vornamen Jürgen der Vorname Georg.

 
     
                               
  Stadtzeichen Hannover Meisterzeichen und Stempel des Peter Georg Nessenius
     
1738 Sein Sohn Johann Arnold Nessenius wird am 5. März 1738 in der Ägidienkirche getauft.
   
1752 Johann Arnold Nessenius beginnt seine Zinngießerlehre.
   
1763

Er wird Meister, leistet den Bürgereid und wohnt und arbeitet im Haus seiner Eltern in der Marktstraße 65 in der Altstadt von Hannover.

   
1765 Peter Georg Nessenius stirbt am 13. April 1765.

Johann Arnold Nessenius heiratet am 8. Oktober 1765 die Anna  Maria Varre (* 25. März 1747). Das Ehepaar hat sechs Kinder von denen zwei bereits im Kleinkindalter sterben.

Keiner der Söhne wird Zinngießer.

Der älteste Sohn Johann Andreas Nessenius lernt das Bäckerhandwerk und wird am 17. Oktober 1797 Bürger in Hannover.

Auch die beiden Schwestern der Anna Maria Varre heiraten Zinngießer, und zwar Johann Georg Böckel II. bzw. Georg

Christian Taberger (* 1738; † 1769).

1801 Johann Arnold Nessenius stirbt am 5. Juli 1801 im Haus seiner Eltern in der Marktstraße 65.
   

Zinnfiguren und Zinnspielzeug (von Johann Arnold Nessenius):

Hannoversche Soldaten um 1760, tanzende Bauern und Bäuerinnen, Tiere, Jagd, Schäferei, Markt, Landleben, Puppenverkäufer (siehe Walter Achilles: Die ältesten niedersächsischen Zinnfiguren des Meisters AN, Hildesheimer Miniaturen, Bernward Verlag 1976), Puppenstubenzubehör.

Originalfiguren im Bomann-Museum in Celle; einige erhalten gebliebene Formen in den städtischen Museen in Göttingen und Hildesheim.

  

Signatur: "AN" und "JAN" als Ligatur, J.A.Ne

   
     Fußbrettchen (Weg)
   

Quellen:

Franz Fuhse: Die Braunschweiger Zinngießer in Braunschweiger genealogische Blätter, Leipzig 1927

Erwin Ortmann: Zinnfiguren einst und jetzt, Edition Leipzig 1973 

Walter Achilles: Die ältesten niedersächsischen Zinnfiguren des Meisters AN, Hildesheimer Miniaturen, Bernward Verlag 1976

Curt F. Kollbrunner: Zinnfiguren - Zinnsoldaten - Zinngeschichte, Hirmer-Verlag München 1979

John G. Garratt: The World Encyclopedia Of Model Soldiers, The Overlook Press, New York 1981 

Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse und Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985 

Heinz Schenzle: Sigel-Bestimmungsbuch, Freunde der Plassenburg e.V. Kulmbach, 1987

Alheidis von Rohr: Zinn und Zinnfiguren aus Hannover, Schriftenreihe Historisches Museum Hannover, 1996 

Erhard Schraudolph: "Zopfzeit, Befreiungskriege und Gesellschaftsgarten - Zinnfiguren zwischen Aufklärung und Restauration" in 75 Jahre Deutsches Zinnfigurenmuseum - Geschichte der Zinnfigur - Geschichte mit Zinnfiguren, Freunde der Plassenburg e.V. 2004

Dr. Erhard Schraudolph: Herrscherstolz und Bürgerfleiß - Zinngießer in Hannover und Celle in Dem König gehört alles, auch dein Spielzeug - Zinnfiguren aus dem Königreich Hannover, Edition Krannich, 2008

Erhard Schraudolph: Eisvogel trifft Klapperschlange, Verlag des Germanischen Nationalmuseums 2006

   
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