Mory, Ludwig - München
   
1774

Johann Michael Mory (1774 - 1835) (später Schlossermeister) wird als Sohn des von Worms nach Weißenburg zugewanderten Johann Jeremias Mory († 1774) in Weißenburg geboren.

   
1800

Bartholomäus (Bartlmä) Pruckner (Bruckner, Prukner) wird als Sohn des Zinngießermeisters Pruckner in Abensberg geboren.

   
1811

Gustav Friedrich Mory wird am 20. April 1811 als Sohn des Schlossermeisters Johann Michael Mory (1774 bis 1835) in Weißenburg geboren.

   
1820

Bartholomäus Pruckner arbeitet als Zinngießergeselle bei Johann Sick in Landshut und wird am 17. Oktober 1820 von der Münchener Hauptlade der Witwe des Zinngießers Ulrich Kren in Straubing als geeigneter Werkführer empfohlen.

   
1824

Vom April 1824 bis 5. Juni 1827 lernt Gustav Friedrich Mory bei seinem Vater das Schlosserhandwerk.

   
1827

Am 5. Oktober 1827 wird Bartholomäus Pruckner seinem Gesuch für die Zinngießer-Conceßion in München aufgrund seiner Vermögensverhältnisse die Abweisung bedeutet.

Dieser Abweisungsgrund wird am 29. Oktober 1827 durch die Königliche Regierung "Im Namen Seiner Majestät des Königs von Bayern" zurückgenommen.

 

Es wird ihm am 18. November 1827 das Fähigkeitszeugnis zuerkannt.

Die Zinngießers-Conceßion bekommt er am 30. November 1827 verliehen und ist somit Bürger und Meister in München.

Er wohnt am Färbergraben 1034 bei der Hofhutmacherswitwe Barbara Staudera

   
     Stadt- und Meisterzeichen des Bartholomäus Pruckner
   
1828

Am 22. Januar 1828 ersucht er den Magistrat, die Pflegtochter der Hofhutmacherswitwe Barbara Staudera, die Anna Kreszens Staufler, heiraten zu dürfen. Er besitzt an Vermögen 600 fl. von seinen Eltern und 200 fl. erspartes Geld.

Er heiratet sie am 11. Februar 1828.

   
1832

Gustav Friedrich Mory rückt bei dem kgl. Infanterie-Regiment Pappenheim zu Ingolstadt ein und wird im April 1836 mit Abschied entlassen.

   
1833

Bartholomäus Pruckner ist Eigentümer des Anwesens Promenadeplatz 3 (frühere Haus-Nummer 1420).

Seine Tochter Anna Pruckner verstirbt am 4. Mai 1833 (2 Monate alt). 

   
1835

Am 21. Januar 1835 verstirbt der "bürgerliche Zinngießerssohn" Joseph Pruckner (1 Monat, 8 Tage alt).

Die Mutter Anna Kreszenz Pruckner verstirbt am 8. April 1835 (29 Jahre alt).

   
1836

Bartholomäus Pruckner bittet den Magistrat am 10. Februar 1836 wieder heiraten zu dürfen, und zwar die aus Landshut stammende Metzgerstochter Magdalena Reiter (* 1. September 1813) die ein Vermögen von 1500 fl. besitzt.

Am 12. Februar 1836 wird ihm die Beweilligung erteilt und er heiratet am 16. Februar 1836 in der Metropolitan- und Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau.

 

Am 10. September 1836 bekommt Gustav Friedrich Mory die Regierungsentschließung für die gesetzlich vollendete Wanderschaft, wird am 14. Dezember 1836 vor der Prüfungscommission geprüft und zur selbständigen Gewerbeausübung als Meister für fähig befunden. 

 

In der Bayer'schen Landbötin Nr. 52 vom 30. April 1836 erscheint die Anzeige:

"Bey Unterzeichnetem sind Deckel mit Bocks-Figur, auf Bockgläser ganz geeignet, vorräthig, und um billigen Preis zu haben.

B. Bruckner Zinngießer und Graveur Promenadeplatz Nr. 3"

   
1837

Bartholomäus Pruckner wird am 14. Juni 1837 für den 19. Distrikt zum Distrikts-Vorsteher ernannt.

   
1838 Der Sohn Xaver Pruckner stirbt am 16. Februar 1838 (1 Jahr, 6 Monate alt).
   
1839

Gustav Friedrich Mory reicht am 27. Februar 1839 das Gesuch für eine Schlosser-Gerechtsame in Weißenburg ein und bekommt die Concession für das selbständige Gewerberecht am 8. März 1839.

Am 17. Juni 1839 heiratet er in 1. Ehe die Karoline Elisabeth Bickel (* 26. März 1811; † 16. August 1850), Tochter des Fuhrmanns Georg Michael Bickel († 1857).

   
1840

Der Sohn Friedrich Michael Gustav Mory wird am 7. März 1840 geboren (später Schlossermeister und Eisenhändler).

Georg Pruckner, Sohn des Bartholomäus Pruckner, wird geboren.

   
1841 Im November 1841 wird der Sohn Maximilian Pruckner in München geboren.
   
1842 Auguste Karoline Mory wird am 19. Februar 1842 geboren (später in Nördlingen verheiratet).
   
1844

Bartholomäus Pruckner, Zinngießer und Graveur, stellt auf der Gewerbeausstellung in München "vier Pokale, gothisch verziert, von Zinn. 11 Gläser mit gemalten und gebrannten Deckeln und Anderes" aus.

   
1845

Pauline Amalie Mory wird am 5. Dezember 1845 geboren (später in Weißenburg mit Karl Ludwig Otto Rauenbusch verheiratet).

   
1847

Karoline Mathilde Mory wird am 5. Dezember 1847 geboren (später verheiratete Muscat in Roth).

   
1850

Am 30. Dezember 1850 heiratet Gustav Friedrich Mory in 2. Ehe die Margaretha Catharina Miedel (* 19. September 1817; † 14. Juli 1858), Tochter des Bäckermeisters Johann Michael Miedel (1792 - 1870).

(In den zwei Ehen werden 11 Kinder geboren, davon sterben 6 im Kleinkindalter. Die übrigen, Friedrich Michael Gustav Mory, Auguste Karoline Mory, Pauline Amalie Mory, Karoline Mathilde Mory, Luise Mory und Robert Ludwig Mory sind chronologisch aufgeführt).

   
1851

Für die nächste außerordentliche Schwurgerichtssitzung (nach dem 10. Mai 1851) wird Bartholomäus Pruckner zum Ersatzgeschwornen berufen.

Auf der Industrie-Ausstellung für Oberbayern in München stellt er eine Musterkarte von verschiedenen Verzierungen sowie einen schön gearbeiteten Pokal aus.

   
1854

Auf der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München im Jahre 1854 stellt er als Hofzinngießer "verschiedene Pokale, Lavoirkasten, Waschschüsseln mit Zubehör, Maschine neuester Art zu Gefrornem, Schilde und Wappen" aus. Er bekommt eine Belobende Erwähnung wegen besonderer Reinheit und Sorgfalt seiner Arbeiten.

Der Zinngießer-Lehrling Georg Pruckner ist Preis-Träger der Königlichen Landwirtschafts- und Gewerbeschule zu Landshut.

   
1855 Luise Mory wird am 1. April 1840 geboren.
   
1856

Der Zinngießer und Graveur Bartholomäus Pruckner ist Mitglied des Vereins zur Ausbildung der Gewerke für das Jahr 1856.

   
1857

Robert Ludwig Mory wird am 8. März 1857 in Weißenburg als Sohn von Gustav Friedrich Mory und seiner zweiter Ehefrau Margaretha Catharina, geb. Miedel, geboren.

   
1858

Der königliche Hofzinngießer Bartholomäus Pruckner stellt auf der Lokal-Industrie-Ausstellung zur Feier des 700jährigen Bestehens der königl. Haupt- und Residenzstadt München aus "ein vergoldetes königliches Wappen von Zinn (Composition), große byzantinische broncierte Altarleuchter, kleinere anderer Form, gothische broncierte Altarleuchter, Pokale von Zinn mit diversen Figuren, ein Steinmasskrug mit verziertem Deckel und Gnomen-Figur, ein Glaskrug mit grünen Glastupfen und ähnlichem Deckel, ein Muster eines griechischen Kapitäls, Musterkarten mit Zinn-Ornamenten".

   
1859

Bartholomäus Pruckner stirbt als Hofzinngießer am 20. Juli 1859. Seine Witwe Magdalena Pruckner stellt am 19. August 1859 bei der Magistrats-Commission das Gesuch, die Zinngießer-Conzession ihres verstorbenen Mannes weiterführen zu dürfen und eine Frist von 8 Wochen zur Aufstellung eines geprüften Geschäftsführers eingeräumt zu bekommen, da der Sohn Georg Pruckner bis dahin seine Meisterprüfung bestehen werde.

Am 23. August 1859 wird ihr dieses Gesuch bewilligt. 

 

In Weißenburg heiratet Gustav Friedrich Mory in 3. Ehe die Anna Maria Loy (* 10. Juli 1812; † 30. April 1900), Tochter des Nagelschmieds Georg Paul Loy (1782 - 1841).

Seine Tochter Luise Mory aus 2. Ehe stirbt am 2. April 1859.

   
1860

Magdalena Pruckner stellt am 7. März 1860 in Gegenwart eines rechtskundigen Magistrats und eines Aktuars die Bitte um Bewilligung zur Aufstellung ihres Sohnes, des Zinngießergehilfen Georg Pruckner, als ihren geprüften Geschäftsführer.

Sie bringt für ihren Sohn in Vorlage: Unbescholtenheitszeugnis vom 8. November 1859 und Prüfungszeugnis vom 6. März 1860.

Diese Bitte wird ihr am 13. März 1860 bewilligt, so daß sie mit ihrem Sohn das Geschäft weiterführen kann.

   
1862

In der Beilage zum Allgemeinen Anzeiger der Bayerischen Zeitung vom 5. September 1862 wird bekanntgegeben: "Der Eisenhändler Herr Gustav Friedrich [Michael] Mory  in Weißenburg ist Inhaber der Firma: "Friedrich Mory" mit der Hauptniederlassung in Nürnberg."

Georg Pruckner stirbt am 21. März 1862 (22 Jahre alt) und wird am 23. März 1862 um 4 Uhr beerdigt; der Trauergottesdienst für den kgl. Hofzinngießerssohn findet am 25. März 1862 um 9 Uhr in der Münchener Metropolitankirche statt

   
1863

Maximilian Pruckner heiratet im August 1863 die Josefa Scherhuber in der katholischen Pfarrkirche St. Jacobi in Straubing.

   
1865

Er reicht am 25. Februar 1865 das Gesuch für eine Zinngießerkonzession in München ein und erhält diese am 20. Juni 1865 verliehen. Er wird in den Verein der Zinngießer aufgenommen.

   
1869 Das Ehepaar wohnt in der Theresienstraße 73/I.
   
1876

Ludwig Mory hält sich nach seinen Lehr- und Wanderjahren über Kaufbeuren, Freiburg und die Schweiz ab dem 17. Juli 1876 in München auf. Er wohnt und arbeitet bei dem Zinngießer, Glaser und Steinzeughändler Franz Xaver Waltenberger in der Dachauerstraße 52 bis zum 2. Dezember 1876 und meldet sich dann nach Weißenburg ab.

Das Anwesen Dachauerstraße 52 gehört dem Schmid Andreas Lehringer

   
1877 Maximilian Pruckner heiratet in München als Witwer die Anna Maria Simperl.
   
1878

Ab dem 25. September 1878 ist Ludwig Mory wieder in München. Er arbeitet wieder bei Franz Xaver Waltenberger, der zwischenzeitlich in die Dachauerstraße 45 umgezogen ist, wohnt aber in der Dachauerstraße 50/I bei Bauer.

   
1879

Ab dem 3. Juni 1879 wohnt er in der Gabelsbergerstraße 60/I bei Weiß, wechselt aber zum 6. Oktober 1879 in die Gabelsbergerstraße 56/I bei Weiß.

   
1881

Zum 1. Januar 1881 zieht er in die Schleißheimerstraße 10/I bei Pfeffer, zum 1. März 1881 in die Erzgießereistraße 7/II bei Miehle, zum 12. März 1881 in die Landsbergerstraße 17/I bei Wieser.  

Ab dem 23. Dezember 1881 wohnt er in der Fraunhoferstraße 15/0 bei Günthner.

   
1882

Robert Ludwig Mory wird am 27. März 1882 das Bürger- und Heimatrecht in München verliehen.        

Nachdem er am 18. April 1882 das Verehelichungszeugnis erhält, heiratet er am 21. April 1882 die Zimmermeisterstochter Franziska Katharina Niederöcker (* 7. November 1853 in Traunstein; † 13. Februar 1914 in München) die vom 2. Dezember 1981 bis 8. Juni 1883 eine Kleinkrämerei betreibt.

Die Tochter Auguste Marie Mory wird am 15. November 1882 geboren.

   
1883 Ab dem 8. Juni 1883 wohnt die Familie in der Rumfordstraße 30/III lks. bei v. Seysel.
   
1884

Es erfolgt zum 30. September 1884 ein erneuter Umzug in die Nymphenburgerstr. 6/I bei Schäffler.

Der Sohn Friedrich August Paul Mory wird am 24. Dezember 1884 geboren.

Friedrich Michael Gustav Mory stirbt am 22. Januar 1884.

   
1885

Die Familie zieht per 2. März 1885 in die Schleißheimerstraße 11/II bei Bock

Magdalena Pruckner stirbt am 29. April 1885 (71 Jahre 8 Monate alt).

   
1886

Robert Ludwig Mory zieht mit Familie am 4. Mai 1886 an den Wittelsbacherplatz 3/III, 3. Aufgang bei Gümbl.

   
1889

Robert Ludwig Mory übernimmt mit Sebastian Gruber am 9. Januar 1889 die Zinngießerei des Bartholomäus Pruckner, Promenadeplatz 3, und meldet am 13. Mai 1889 eine Zinngießerei, Glas- und Steingutwarenhandlung an.

Sebastian Gruber stirbt am 12. Mai 1889.

Die Familie Mory wohnt ab 2. April 1889 in der Schommerstraße 8a.

   
     Stadtzeichen des Ludwig Mory                       Stadt- und Meisterzeichen des Ludwig Mory seit 1889
   
           Meisterzeichen des Ludwig Mory                  Qualitätszeichen für englisch Feinzinn
   
1890

Am 26. April 1890 befindet sich die Wohnung am Maximiliansplatz 22/IV. Am 30 . April 1890 erfolgt schon wieder ein Umzug an den Promenadeplatz 4/I Rückgebäude bei Fahrmbacher.

Der Sohn Paul Christoph Mory wird am 31. Dezember 1890 geboren.

   
1894

Am 4. Dezember 1894 erhält Robert Ludwig Mory die Urkunde über Wiedererteilung des Bürgerrechtes ausgehändigt.

   
1896

Die Tochter Maria Franziska Mory wird am 25. November 1896 geboren.

Auf der Bayerischen Landes-Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung in Nürnberg bekommt die Firma Ludwig Mory, B. Pruckner's Nachfolger eine Silberne Medaille "für schöne Ausführung von Zinngeräten".

   
1900    Inserat in der Deutschen Zinngießer-Zeitung Nr. 16 vom 14. September 1900
   
1901

Robert Ludwig Mory tauscht am 11. Juli 1901 sein ihm gehörendes Anwesen Bothmerstraße 14 gegen das Anwesen Goethestraße 3 (Eigentümer Holzhändler Jakob Maier mit Ehefrau Anna Maier). 

   
1905

Seine Frau ist ab dem 7. März 1905 Miteigentümerin des Anwesens Goethestraße 3.

Maximilian Pruckner stirbt am 11. Dezember 1905.

   
1907

Per 3. Januar 1907 wird Robert Ludwig Mory zum Sachverständigen für Zinngießerei und am 9. Januar 1907 zum Distriktsvorsteher im IV. Bezirk berufen.

   
1912

Er wohnt mit seiner Familie ab dem 5. September 1912 am Prommenadeplatz 3/I wieder bei Fahrmbacher.

   
1914

Im März 1914 - Franziska Katharina Mory ist am 13. Februar 1914 gestorben - wird Robert Ludwig Mory durch Erbfolge Alleinbesitzer des Anwesens Goethestraße 3.

   
1915

Fritz Mory heiratet am 26. April 1915 die Paula (oder auch Pauline) Meixner (* 15. Juni 1883 in Absam/Tirol; † 21. Februar 1968 in Gräfelfing). Das Ehepaar wohnt Promenadeplatz 3/I.

Nachdem Robert Ludwig Mory unter dem 1. Juni 1915 das Wiederverehelichungs-Zeugnis erhält, heiratet er in 2. Ehe die Amalie Friederike Christiana, verw. Rohr, geb. Wenz (* 16. Juni 1868 in München) am 12. Juni 1915 in Obermenzing. Deren Eltern sind der Lehrer Friedrich Wenz und dessen Ehefrau Mathilde, geb. Güll.

Robert Ludwig Mory und seine 2. Frau wohnen ab dem 10. Juni 1915 in Pasing, Scharnhorststraße 22.

   
1916

Am 28. April 1916 wird dem Ehepaar Fritz Mory und Paula (oder auch Pauline) Mory der Sohn Ludwig Paul Mory geboren.

Pauline Amalie Mory, verheiratete Rauenbusch stirbt am 28. April 1847.

   
1918 Per 7. November 1918 wird zusätzlich ein Antiquitätenhandel angemeldet.
   
1920

Am 29. März 1920 verkauft er das Anwesen Goethestraße 3 für 335.000 M an den Kommerzienrat Eduard Zimmermann und dessen Ehefrau Barbara Zimmermann.

Der Sohn und Zinngießer Fritz Mory übernimmt per 1. März 1920 die Firma Ludwig Mory - Zinngießerei, Glas-,  Steingutwaren-und Antiquitätenhandlung. Laden und Büro sind nun im Neuen Rathaus am Marienplatz 8

   
1923

Am 8. Mai 1823 wird der Verkauf von Spielwaren und kunstgewerblichen Gegenständen rückwirkend zum 26. April 1920 angemeldet.

Per 9. November 1823 meldet Fritz Mory den Kleinhandel mit unedlen Metallen, und zwar mit Zinn, Blei, Kupfer und Messing an.

   
1924

Robert Ludwig Mory stirbt am 22. Januar 1924 in Obermenzing und wird am 24. Januar 1924 begraben.

   
1927    Werbung 1927
   
1935 Das Ehepaar Fritz und Paula (oder auch Pauline) Mory wohnt nun am Rindermarkt 10/I lks.
   
1940

Per 3. Juni 1940 wird der Zinngießermeister Fritz Mory als Geschäftsinhaber der Firma Ludwig Mory in das Handelsregister eingetragen.

   
1944 Zum 1. August 1944 erfolgt ein weiterer Umzug in die Wohnung Uhlandstraße 8/II.
   
1945 Ab 15. August 1945 ist die Werkstätte und das Lager in der Uhlandstraße 6.
   
1956

Fritz Mory stirbt am 1. November 1956.

Die Werkstätte wird per 1. November 1956 in die Amalienstraße 16 verlegt.

   
1957

Die Witwe Paula (oder auch Pauline) Mory (Geschäftsinhaberin in München) und der Sohn Ludwig Paul Mory (Kaufmann in Gräfelfing) melden das bisherige Gewerbe rückwirkend zum 1. November 1956 ab;  ab 1. Januar 1957 wird der Laden Marienplatz 8 (Rathaus) und die Werkstätte in der Amalienstraße 16 unter der Firma Ludwig Mory oHG. weitergeführt.

Als Art des Gewerbes wird angemeldet: Zinngießerei, Metall-Kleinhandel, Einzelhandel mit kunstgewerblichen Waren aus Metallen, Glas, Porzellan, Steinzeug, Keramik, Holz, Stoffen etc., Spielwaren, An- und Verkauf von Antiquitäten.

Am 4. Juli 1957 wird rückwirkend zum 1. Januar 1957 noch der Kleinhandel mit unedlen Metallen vom Städtischen Gewerbeamt genehmigt.

In das Handelsregister erfolgt der Eintrag am 15. April 1957. 

   
1963    Marke ab 1963
   
1968 Paula (oder auch Pauline) Mory stirbt am 21. Februar 1968.
   
1969

Zum 16. Januar 1969 wird die Ludwig Mory oHG. beim Städt. Gewerbeamt München abgemeldet.

Per 9. September 1969 ist die Gesellschaft aufgelöst. Der bisherige persönlich haftende Gesellschafter Ludwig Paul Mory ist nunmehr Alleininhaber. Die Firma ist geändert.

   
1970

Die Firma Ludwig Mory, München, Geschäftsinhaber Ludwig Paul Mory, Kaufmann in Gräfelfing, wird zum 30. November 1970 in das Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen.

   
1978

Ab dem 16. Januar 1978 ist die Firma in Ludwig Mory kunsthandwerkliche Zinngießerei geändert.

Neu eingetragen wird am 16. Januar 1978 die Ludwig Mory GmbH. München, Geschäftsführer Ludwig Paul Mory in Gräfelfing.

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von und Handel mit Zinnwaren sowie Handel mit unedlen Metallen, Handel mit Antiquitäten, Kunstgegenständen und kunstgewerblichen Erzeugnissen aller Materialien.

Das Grund- oder Stammkapital beträgt DM 20.000,00.

Der Gesellschaftsvertrag ist abgeschlossen am 30. November 1977.

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft entweder durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer zusammen mit einem Prokuristen vertreten.

Der Geschäftsführer Ludwig Paul Mory ist jedoch stets einzelvertretungsbefugt.

   
1981

Per 22. Januar 1981 ist Ludwig Paul Mory nicht mehr Geschäftsführer. Hildegard Mory, Geschäftsfrau in Gräfelfing,  ist zur stets einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführerin bestellt.  

Sie ist befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich selbst oder als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten.             

Die Firma Ludwig Mory kunsthandwerkliche Zinngießerei ist per 9. April 1981 erloschen.

   
1983

Zum 7. April 1983 ist Hildegard Mory nicht mehr Geschäftsführerin. Christine Mory, genannt Christl, Steuerberaterin in Gräfelfing, ist zur Geschäftsführerin bestellt worden. Sie vertritt stets einzeln.

   
1985

Die Gesellschafterversammlung vom 4. September 1985 hat die Erhöhung des Stammkapitals um 30.000 DM auf 50.000 DM und die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen. Die Geschäftsführerin Christine Mory ist befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich selbst oder als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten.

   
2001

Im März 2001 wird der Laden Marienplatz 8 (Rathaus) aufgegeben; die Werkstätte in der Amalienstraße 16 besteht weiterhin.

   
 

Zinnfiguren:

Bartholomäus Pruckner hat nur Zinngerät hergestellt.

Robert Ludwig Mory und Fritz Mory haben lediglich einige Nippes-Figuren hergestellt, Zinnfiguren (Entwürfe z. T. von Paul Ernst Rattelmüller) wurden erst ab ca. 1970 produziert (siehe Webseite der Firma Mory!). 

   
 

Quellen:

Stadtarchiv München (Quartierliste, Personalbogen, Familien-Bogen, Meldebogen Städt. Gewerbeamt, Gewerbeliste, Steuerliste)

Stadtarchiv Weißenburg

Liegenschaftsamt München

Adreßbücher der Stadt München

Königlich Bayerischer Polizey-Anzeiger von München, verschiedene Jahrgänge (Google books)

Die Bayer'sche Landbötin Nr. 52 vom 30. April 1836 (Google books)

Kunst- und Gewerbeblatt des polytechnischen Vereins für das Königreich Bayern, Oktober 1844 (Google books)

Die Volksbötin Nr. 114, 10. Mai 1851 (Google books)

Münchener Blätter für Handel, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft No. 80, 5. Oktober 1851 (Google books) 

Katalog der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München im Jahre 1854 (Google books)

Auszeichnungen bei der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München von der Beurtheilungs-Commission zuerkannt, München 1854 (Google books)

Bericht der Beurtheilungs-Commission bei der allgmeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München im Jahr 1854, München 1855 (Google books)

Jahres-Bericht über die Königliche Landwirthschafts- und Gewerbeschule zu Landshut ... 1854 (Google books) 

Zeitschrift des Vereins zur Ausbildung der Gewerke in München, Band 7, 1857 (Google books) 

Katalog der Lokal-Industrie-Ausstellung zur Feier des 700jährigen Bestehens der königl. Haupt- und Residenzstadt München, München 1858 (Google books)

Beilage zum Allgemeinen Anzeiger der Bayerischen Zeitung Nro. 229 v. 5. September 1862 (Google books)

Münchener Tages-Anzeiger vom 23. und 25. März 1862 (Google books) 

Neuer Bayerischer Kurier für Stadt und Land, München, 25. Februar 1865 (Google books)

Bayerische Landes-Industrie-, Gewerbe- u. Kunstausstellung Nürnberg 1896, Verzeichnis der prämiierten Aussteller nebst Mitteilungen über das Preisgericht, veröffentlicht am 20.8.1896, Verlag Bayer. Gewerbemuseum 1896 

Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band VI (Süddeutsche Zinngießer II), Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1931

Die Zinnfigur - Monatsschrift für Freunde und Liebhaber von Zinnfiguren, Trachten, Geschichte und Völkerkunde; Jahrgang 1927, Heft Nr. 6

Firmen- und Handelsregister Amtsgericht München Registergericht (die Unterlagen vor 1945 sind durch Kriegseinwirkung vernichtet: F.R. 23/251a)

Ludwig Mory: Schönes Zinn, Bruckmann München 1961/1972

Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse und Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985

www.zinn-mory.de

Ich danke Christine Mory für hilfreiche Hinweise (7. Juli 2011)!

   
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Stadtarchiv München EUR 7,95
   
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