Jobin, Isidor Christian Gotthold - Fürth
   
1601

Der Kannengießer Egidius Jobin I. verehelicht sich im Oktober 1601 mit Barbara Köler in der evangelischen Pfarrkirche in Annaberg (Sachsen). Er stirbt vor 1640.

   
     Stadt- und Meisterzeichen des Egidius Jobin I.
   
1642

Der Sohn Egidius Jobin II. (Jubin) ist als Taufzeuge in der evangelischen Pfarrkirche zu Annaberg nachgewiesen am 31. März 1642 und 21. Oktober 1647.

Seine Kinder werden am 20. April 1651, 24. Oktober 1653, 20. Juni 1656, 7. Juli 1658, 21. Mai 1660, 24. März 1662 und 22. März 1664 getauft.

   
     Stadt- und Meisterzeichen des Egidius Jobin II.
   
1643

Heinrich Jobin (Jubin), ein weiterer Sohn des Egidius Jobin I. wird Meister. Er läßt mehrere Kinder taufen, z. B. am 3. Dezember 1644 und 3. September 1646.

   
1652 Johann Heinrich Jobin (Jubin), Sohn des Zinn- und Kannengießers Heinrich Jobin wird am 22. Februar 1652 in Annaberg getauft.
   
1654

Egidius Jobin III. (Jubin), ein weiterer Sohn des Kannengießers Heinrich Jobin wird am 26. März 1654 getauft.

   
1668 Egidius Jobin II. heiratet als Witwer in der ev. Pfarrkirche Annaberg.
   
1678 Johann Heinrich Jobin wird Meister.
   
1684 Heinrich Jobin ist bei der Hochzeit eines Sohnes erwähnt.
   
 
     Stadt- und Meisterzeichen des Heinrich Jobin
   
1690

Egidius Jobin III. heiratet am 9. Februar 1690 in der ev. Pfarrkirche in Annaberg. Er stirbt vor 1724.

   
     Stadt- und Meisterzeichen des Egidius Jobin III.
   
1698 Johann Heinrich Jobin wird begraben.
   
1724 Egidius Jobin IV. (Jubin), Sohn des Zinngießers Egidius Jobin III. heiratet Dom. XXV p. Trinit (= 3. Dezember) 1724 in Annaberg. Er ist 1751 und 1752 bei der Hochzeit von Töchtern erwähnt.
   
     Stadt- und Meisterzeichen des Egidius Jobin IV.
   
1738 Johann Gottfried Jobin, Sohn des Egidius Jobin III. heiratet als Junggeselle am 2. Februar 1738 die Johanna Christiana Otto, Tochter des Tuchscherers Johann Michael Otto aus Görlitz.
   
1744

Am 12. April 1744 heiratet Johann Gottfried Jobin als Witwer die Christiana Concordia Gross, Tochter des Posamentierers Friedrich Wilhelm Gross.

   
1760 Heinrich Egidius Jobin, Sohn des Zinngießers Egidius Jobin IV., heiratet am 6. Januar 1760 die Johanna Christiana Ott.
   
 
     Stadt- und Meisterzeichen des Heinrich Egidius Jobin
   
1765

Johann Heinrich Jobin, Sohn des Zinngießers Heinrich Egidius Jobin, wird in Annaberg geboren und am 17. Juni 1765 getauft..

   
1790

Er übersiedelt nach Fürth und heiratet dort am 8. Februar 1890 die Maria Magdalena Gronla (* 15. Juni 1767; † 16. Februar 1841), Tochter des Büttners Johann Paulus Gronla.

Das Ehepaar hat die Kinder: Johann Paulus Jobin (* 7. Februar 1791), Eva Barbara Jobin (* 16. November 1792; † 29. April 1797), Anna Elisabetha Jobin (* 2. März 1794; † 8. März 1872; heiratet am 4. März 1822 den Schreinermeister Johann Adam Wagner (* 18. Juni 1790)), Johann Christian Jobin (* 17. April 1796; † 8. April 1797), Carl Friedrich Jobin (* 29. September 1797), Johanna Elisabetha Jobin (* 8. April 1799; † 28. Juni 1803), Susanna Christiana Barbara Jobin (* 27. Juni 1801; † 25. September 1801), Eva Barbara Johanna Jobin (* 1. September 1802; † 3. August 1832), Isidor Christian Gotthold Jobin (* 4. November 1804), Barbara Margaretha Juliana Jobin (* 15. Juni 1806; † 22. Juni 1807), Barbara Friederika Wilhelmina Jobin (* 8. Mai 1808; † 13. August 1843) und Elisabetha Amalia Wilhelmina Jobin (* 8. Juni 1809; † 10. Oktober 1812).

   
1815

Der Zinngießermeister Johann Heinrich Jobin verfertigt alle Sorten zinnerne Sackuhren und englische Ringe mit und ohne Steine.

   
1823 Der Plattierfabrikant Carl Friedrich Jobin heiratet am 28. Juli 1823 die Sophia Barbara Schwarz (* 8. Oktober 1800), Tochter des Gürtlermeisters Gottfried Schwarz in Nördlingen.
Das Ehepaar hat die Kinder Maria Magdalena Friederika Jobin (* 1. Juli 1824; † 11. August 1865; heiratet am 26. Mai 1863 den Gürtlermeister Dominicus Harlacher (* 1788 in Munzingen)), Johanna Christiana Jobin (* 16. Dezember 1825; † 16. Juli 1826), Georg Carl Johann August Jobin (* 19. Juli 1830; † 29. April 1831), Rosina Barbara Wilhelmina Jobin (* 16. Januar 1833; heiratet am 31. August 1857 den Elfenbeingraveur Friedrich Wilhelm Patzothke (* 17. Juli 1824 in Merseburg)) und Johanna Elisabetha Jobin (* 17. Juni 1836).
   
1824 Johann Heinrich Jobin stirbt am 28. April 1824 im Haus Nr. 465, wo er zuletzt wohnhaft ist.
   
1829 Johann Paulus Jobin heiratet am 13. September 1829 die Katharina Maria Bleßner (* 22. Juni 1796; † 17. April 1852), Tochter des Wirts zum goldenen Pfau an der Nürnberger Straße Johann Stephan Bleßner.
Das Ehepaar hat die Kinder Friedrich Paulus Jobin (* 27. Dezember 1830; † 19. September 1833), N. N. (*† 2. April 1831), Maria Magdalena Jobin (* 23. Dezember 1832; heiratet am 2. Juni 1868 den Fabrikarbeiter Georg August Brückner (* 9. April 1837)), Johanna Elisabetha Jobin (* 27. Juli 1834; † 15. November 1835), N. N. (*† 25. Juli 1835), Heinrich Karl Friedrich Jobin (* 7. November 1836; † 3. April 1862) und N. N. (*† 14. Februar 1840).
   
1834 Konrad Schildknecht geht zwischen dem 13. September 1834 und dem 30. September 1837 bei Johann Paul Jobin in die Lehre.
   
1836 Der Gürtlermeister Isidor Jobin heiratet am 12. Dezember 1836 die Elisabetha Katharina Strohhecker (* 2. April 1811; † 17. Juni 1856), Tochter des Emailleurs Gottlieb Strohhecker und dessen Ehefrau Cristina, geb. Lehmann.
Die Ehe bleibt kinderlos.
   
1840

Auf der Ausstellung der Industrie- und Gewerbs-Erzeugnisse in Nürnberg stellt Johann Paul Jobin eine Musterkarte mit 67 Stück zinnernen Fingerringen aus.

   
1844

Isidor Jobin beteiligt sich auf der allgemeinen Deutschen Gewerbe-Ausstellung in Berlin mit zwei Garnituren kleiner und größerer Zinnmöbel zu 21 und 42 Kr.; drei verschiedenen Fruchtkörbchen, das Dutzend von 1 Fl. bis 1 Fl. 24 Kr. und einem Mustersortiment von 30 Sorten Fingerringen von Zinn von 15 Kr. bis 1 Fl. 18 Kr. das Groß.

Er fertigt auch Zinnsoldaten.

   
1846    Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 45 vom 20. März 1846
   
1847 Johann Paul Jobin stirbt am 15. Mai 1847.
   
1848   
Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 196 vom 8. Dezember 1848 und Nr. 197 vom 9. Dezember 1848
   
1849    Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 25 vom 13. Februar 1849
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 76 vom 12. Mai 1849
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 193 vom 1. Dezember 1849
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 202 vom 18. Dezember 1849
   
1851      Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 247 vom 14. Oktober 1851 und Nr. 249 vom 16. Oktober 1851
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 299 vom 13. Dezember 1851
   
1852    Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 6 vom 7. Januar 1852
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 241 vom 6. Oktober 1852
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 296 vom 9. Dezember 1852
   
1854

Auf der allgemeinen Deutschen Industrie-Ausstellung in München wird Isidor Jobin mit einer "Belobenden Erwähnung für billige Waaren von zweckmäßiger Form und Ausführung" ausgezeichnet. Er hat eine Musterkarte von zinnernen Fingerringen, welche zu außerordentlich billigen Preisen in den Handel kommen, und in Quantitäten nach den Barbarenstaaten abgesetzt werden (15 kr. bis 1 fl. 18 kr. das Groß), sowie ein Sortiment Fruchtkörbchen und Zinnmöbel ausgestellt, das Dutzend von 1 fl. bis 1 fl. 24 kr.

Er wohnt und arbeitet in der Helmgasse 142 (Eigentümer des Hauses ist Johann Adolf Otto); im Fürther Adressbuch von 1854 ist er als Gürtlermeister verzeichnet.

Carl Friedrich Jobin wohnt und arbeitet als Gürtlermeister im Haus Gustavstraße 83. 

   
1856 Sophia Barbara Jobin, geb. Schwarz, die Ehefrau des Carl Friedrich Jobin stirbt am 30. Januar 1856.
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 30 vom 3. Februar 1856
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 32 vom 6. Februar 1856
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 88 vom 11. April 1856
   
  Nachdem die erste Ehefrau verstorben ist, heiratet der Witwer Isidor Jobin am 15. September 1856 die Anna Johanna Margaretha Heimbrecht (* 23. Dezember 1835), Tochter des Bäckermeisters und Wirts Johann Michael Heimbrecht und dessen Ehefrau Johanna, geb. Vogler aus Zirndorf. 
Das Ehepaar hat die Tochter Anna Margaretha Jobin (* 27. Juli 1857).
   
1857    Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 164 vom 10. Juli 1857
   
1859

Jetzt wohnt und arbeitet Carl Friedrich Jobin als Gürtlermeister und Galanteriewarenverfertiger in der Gustavstraße 95 (dieses Haus gehört Johann Friedrich Julius Lorenz Schöll).

   
1862

Der Zinngießergehilfe Heinrich Karl Friedrich Jobin, Sohn von Johann Paul Jobin, "ist das einzige mit Colobom behaftete Glied seiner Familie. Die angeborene Spaltbildung findet sich auf beiden Augen, das rechte ist zugleich etwas mikrophthalmisch".

Carl Friedrich Jobin stirbt am 22. Juli 1862.

   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 175 vom 23. Juli 1862
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 179 vom 27. Juli 1862
   
1863 Anna Margaretha Jobin, das einzige Kind von Isidor Jobin und Anna Johanna Margaretha Jobin, geb. Heimbrecht, stirbt am 23. März 1863.
   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 75 vom 28. März 1863
   
1864

Isidor Jobin stirbt am 27. Januar 1864.

   
     Anzeige im Fürther Tagblatt Nr. 26 vom 30. Januar 1864
   
1868

Seine Witwe Anna Johanna Margaretha Jobin heiratet am 2. Juni 1868 den Metallschläger und Galanteriewaarenverfertiger Johann Wilhelm Zöllner, nachdem dieser die Bewilligung zur Ansässigmachung und zur Verehelichung erhalten hat .

   
1870 Es lässt sich in Fürth ein Jobin nicht mehr nachweisen.
   
 

Zinnfiguren und Zinnspielwaren:

nicht bekannt

   
 

Quellen:

Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band I (Sächsische Zinngießer), Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1931

Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band V (Süddeutsche Zinngießer I), Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1931

Adreßbuch der jetzt bestehenden Kaufleute und Fabrikanten in Europa, Nürnberg 1815 (Google books) 

Verzeichniß aller Gegenstände, welche zu der für das Jahr 1840 in Nürnberg Allerhöchst angeordneten allgemeinen Industrie-Ausstellung für das Königreich Bayern eingeliefert wurden, Nürnberg 1840 (Google books)

Fürther Tagblatt 1840 (Google books)

Amtlicher Bericht über die allgemeine Deutsche Gewerbe-Ausstellung zu Berlin im Jahre 1844, Verlag von Karl Reimarus, Berlin 1846 (Google books)

Amtliches Verzeichniß der aus den Staaten des Deutschen Bundes, dem Königreich Preußen und Großherzogthum Posen zur Gewerbe-Ausstellung in Berlin 1844 eingesandten Gegenstände (Google books)

Fürther Tagblatt No. 45 vom Freitag, 20. März 1846 (Google books)

Katalog der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München im Jahre 1854 (Google books)

Auszeichnungen bei der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München von der Beurtheilungs-Commission zuerkannt, München 1854 (Google books)

Bericht der Beurtheilungs-Commission bei der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München 1854, München Verlag von Georg Franz (Google books)

Münchener Fremden-Blatt Nr. 65 & 66 vom 17. & 18. September 1854 (Google books)

Adressbuch Fürth 1854 

Adreßbuch der Stadt Fürth, Verlag von C. Leuchs & Co., Nürnberg 1859 (Google books)

Fürther Tagblatt No. 26 vom Samstag, 30.Januar 1864 (Google books)

Fürther Tagblatt Nr. 105 vom Freitag, 1. Mai 1868 (Google books)

Nürnberg-Fürther Industrie-Almanach, Erster Jahrgang 1870 (Google books) 

Würzburger Medicinische Zeitschrift, Würzburg 1862 (Google books)

Erhard Schraudolph: Zinnspielwarenhersteller in Nürnberg und Fürth in Paradestücke, W. Tümmels, Nürnberg 2000

Archion (Kirchenbücher Fürth St. Michael und Zirndorf)

Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz - Taufregister Johann Heinrich Jobin (1765)

   
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Stadtarchiv Fürth (Register der Fabriken; Verzeichnis des königl. Rentamts Fürth über die in der Stadt Fürth vorgekommenen Veränderungen am Häuserbesitz) EUR 10,45 (Anteil)
Archion EUR 5,00 (Anteil)
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz (Auszug aus dem Taufregister für Johann Heinrich Jobin) EUR 21,55
   
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