Jahn, August Moritz - Dresden
   
1719 Johann Gottfried Jahn I von Grossenhain lernt dort bei Gottfried Graff von 1719 bis 1724.
   
1738 Er wird am 26. März 1738 Meister in Dresden.
   
          Meisterzeichen des Johann Gottfried Jahn I                       Stadtzeichen
   
1765 Sein Sohn Johann Gottfried Jahn II lernt bei ihm von 1765 bis 1770.
   
1773 Johann Gottfried Jahn I stirbt 1773.
   
1781 Johann Gottfried Jahn II wird am 27. Juli 1781 Meister.
   
     Meisterzeichen des Johann Gottfried Jahn II                       Stempel
   
1799

Wohnung und Werkstätte ist in der Neustadt, Kleine Meißnergasse Nr. 45. Ab Ostern mietet er einen Laden im Haus Marktplatz Nr. 55 in der Neustadt.

   
1803

Johann Gottfried Jahn III, Sohn des Johann Gottfried Jahn II in Dresden, lernt bei seinem Vater von 1803 bis 1807.

   
1809 Er wird am 27. März 1809 Meister.
   
          Meisterzeichen des Johann Gottfried Jahn III
   
1810 Er wird am 27. März 1809 Meister.
   
1822 Werkstätte und Wohnung ist jetzt in der Hauptstraße 167.
   
1825 Sein Sohn Gustav Adolf Eduard Jahn lernt bei ihm von 1825 bis 1829.
   
1826 Johann Gottfried Jahn II ist von 1826 bis 1829 Ältester der Zinngießerinnung.
   
1830 Betrieb und Wohnung werden in die Neustädter Königstraße 98/I verlegt.
   
1835

Gustav Adolf Eduard Jahn wird Meister am 11. Mai 1835 und wohnt und arbeitet in der Neustadt, Im Grunde 50/I.

Johann Gottfried Jahn II und Johann Gottfried Jahn III arbeiten und wohnen nach wie vor in der Königstraße 98/I.

   
          Stadt- und Meisterzeichen des Gustav Adolf Eduard Jahn
   
 

August Moritz Jahn, ein weiterer Sohn von Johann Gottfried Jahn III,  lernt bei seinem Vater von 1835 bis 1839.

   
1838

Johann Gottfried Jahn II ist gestorben. Seine Witwe Amalie Auguste Jahn zieht in die Königstraße 97/III um.

Johann Gottfried Jahn III bleibt in der Königstraße 98/I.

   
1839 Neue Adresse von Johann Gottfried Jahn III ist die Neustädter Rhänitzgasse 11/I.
   
1840 Die Witwe Amalie Auguste Jahn ist nicht mehr im Adressbuch verzeichnet.
   
1841

Johann Gottfried Jahn III verlegt Werkstätte und Wohnung in den Obergraben 10/I in der Neustadt.

   
1845

Auf der Sächsischen Gewerbe-Ausstellung zu Dresden stellt Johann Gottfried Jahn III sieben Schachspiele von Metallcomposition (zum Preis von je 2 5/6 bis 1 2/3 Taler) aus.

   
1846 Neue Adresse ist Neustadt, Hauptstraße 24 Parterre. Das Haus gehört Carl Wunnenburg.
   
1847 August Moritz Jahn wird Meister am 19. Juli 1847.
   
          Stadt- und Meisterzeichen des August Moritz Jahn    
   
  Er ist der einzige Meister, der sein Stadtwappen tingiert [färbt].  
   
1849 Die Wohnung ist jetzt in der Hauptstraße 24 im 2. Stock, die Gewerberäume sind im Parterre.
   
1851

Johann Gottfried Jahn III ist verstorben.

August Moritz Jahn wohnt in der Heinrichstraße 1 bzw. Königsstraße 21 (Eckhaus), die Werkstätte ist nach wie vor in der Hauptstraße 24 Parterre. Eigentümer des Eckhauses ist der Kaufmann Johann Christoph Miklitz

   
1852 Die Werkstatt wird in die Heinrichstraße 1/Königsstraße 21 Parterre verlegt.
   
1853

Gustav Adolf Eduard Jahn gibt die Zinngießerei auf und wohnt in der Hauptstraße 24 im 1. Stock des Hintergebäudes.

   
1854

August Moritz Jahn fertigt Formen für Chocoladen-Fabrikanten und Conditoreien sowie Schachspiele und diverse Kinderspielwaren.

   
1856 Gustav Adolf Eduard Jahn ist verstorben.
   
 

Auf der Industrie-Ausstellung des Gewerbevereins zu Dresden stellt August Moritz Jahn aus:

 

Ein Crucifix von Britania-Metall mit schwarzem Kreuz. Preis 20 Thlr.

Eine Taufkanne von Britania-Metall. Preis 8 Thlr.

Ein Metall-Schachspiel, chinesisch, galvanisch vergoldet und versilbert. Preis 50 Thlr.

Ein dergl. Germanen und Römer, galvanisch vergoldet und versilbert. Preis 6 Thlr.

Eine Reiter-Statue (Don Pedro). Nicht verkäuflich.

Eine Eisform, schnäbelnde Täubchen zu 12 Portionen, nebst Gypsabguß. Preis 6 Thlr.

Zwölf Fruchtformen zu Eis mit Gypsabgüssen. Preis circa 10 Thlr.

   
1858

Die Wohnung ist weiterhin in der Heinrichstraße 1/Königsstraße 21; das Haus gehört jetzt der Erbengemeinschaft Miklitz.

Das Verkauflokal ist nun in der Hauptstraße 10. Eigentümer dieses Gebäudes ist der Privatus Carl Friedrich Pötzsch.

   
1859 August Moritz Jahn kauft das Anwesen Querallee 15 und bezieht dort eine Wohnung im 1. Stock.
   
1863 Die Anfertigung von Schachspielen und Kinderspielwaren wird aufgegeben.
   
1865

Das Anwesen Hauptstraße 10, in dem sich immer noch das Verkaufslokal und die Werkstätte befindet, gehört nun dem Freiherrn und Rittergutsbesitzer Anton Ludwig v. Wunsch.

   
1870

Wohnung und Werkstätte werden in die Hauptstraße 12 verlegt. Eigentümer dieses Hauses ist der Färbermeister Hermann Ferdinand Voigt.

   
1880

Das Verkaufslokal und die Werkstätte in der Hauptstraße 10 wird von dem Zinngießer Paul Friedrich Winkler, der am 8. Juli 1878 seinen Meister gemacht hat, übernommen.

Er wohnt im Hinterhaus der Louisenstraße 91 Parterre, das der verwitweten Mathematikerin und Privata Johanne Nodig gehört. 

 

August Moritz Jahn lebt als privatisierender Zinngießermeister nach wie vor in der Querallee 15.

   
1895 August Moritz Jahn ist verstorben.
   
 

Zinnspielzeug bzw. Zinnfiguren:

nicht bekannt

 

 

Quellen:

Adressbücher Dresden (adressbücher.sachsendigital.de bzw. Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) digital.slub-dresden.de)

Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band I Sächsische Zinngießer, Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1931

Katalog der Sächsischen Gewerbe-Ausstellung zu Dresden 1845 (Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) digital.slub-dresden.de/ppn334944902/5 und 129)

Catalog zur Industrie-Ausstellung des Gewerbevereins zu Dresden 1856 (Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) digital.slub-dresden.de/id385224060)

Karl Berling: Altes Zinn, Berlin 1920

   
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