Harnisch, Georg Friedrich - Hannover
Harnisch, Ludwig Hermann - Hannover
Harnisch, Georg Gottfried Adolph - Hannover
   
1780 Georg Friedrich Harnisch wird als Sohn des Schieferdeckers Johann Gottfried Harmisch und dessen Ehefrau Julie Sophie Friederike, geb. Brohmin am 24. Juli 1780 in Hartenstein (Kursachsen, Grafschaft Schönburg) geboren.
   
1794 Von 1794 bis 1798 lernt er bei Christian Friedrich Scherfig das Zinngießerhandwerk.
   
1811 Er arbeitet als Geselle bei Johann Gottfried Georg Wilhelm Taberger in Hannover.
   
1824 Er erlangt das Bürgerrecht der Stadt Hannover und heiratet die Katharine Rosine Dorothee Karoline Jansen.
Das Ehepaar hat die Kinder  Ludwig Hermann Harnisch (* 25. Juli 1825), Georg Gottfried Adolph Harnisch (16. Februar 1827), Elisabeth Wilhelmine Bertha Harnisch (* 18. September 1829) und Charlotte Wilhelmine Harnisch (* 29. Juni 1837; † 7. Mai 1899).
   
1825  Georg Friedrich Harnisch wird Zinngießermeister. Sein Meisterstück ist eine Randschüssel mit der zugehörigen Form.
   
  Marken und Stempel des Georg Friedrich Harnisch:
   Stadtzeichen                                                 
   
1826 Die Adresse von Georg Friedrich Harnisch ist Bäckerstraße 223.
Von 1826 bis 1837 arbeitet Ernst Julius Albert Dressler als Gießer und Graveur bei ihm.
   
1828 Er ist in die Schuhstraße 753 umgezogen.
   
1832 Neue Anschrift ist Schuhstraße 754.
   
1835 Er wohnt und arbeitet jetzt in der Schmiedestraße 294.
   
1836 Georg Friedrich Harnisch hat die Liegenschaft Schmiedestraße 204 gekauft.
   
1841 Vom 20. April 1841 bis 7. April 1845 lernt Georg Gottfried Adolph Harnisch bei seinem Vater das Zinngießerhandwerk.
   
1842 Von 1842 bis 1857 ist Georg Friedrich Harnisch Vorsteher des Zinngießeramtes.
   
1844 Von 1844 bis einschl. 1846 ist Ludwig Hermann Harnisch auf Wanderschaft.
   
1846 Das Anwesen Schmiedestraße 204 ist in Schmiedestraße 20 umnummeriert.
   
1847 Vom 9. April 1847 bis 25. Oktober 1847 geht der Zinngießergeselle Georg Gottfried Adolph Harnisch auf Wanderschaft (Hannover (9. April 1847), Nordhausen (2. August 1847), Leipzig (10. August 1847), Meißen (13. August 1847), Dresden (16. August 1847), Freiberg (18. August 1847), Chemnitz (19. August 1847), Zwickau (20. August 1847), Hartenstein (9. September 1847), Plauen (10. September 1847), Hof (13. September 1847), Münchberg (13. September 1847), Bayreuth (14. September 1847), Bamberg (16. September 1847), Nürnberg (19. September 1847), Neumarkt (20. September 1847), Regensburg (23. September 1847), Landhut (24. September 1847), München (29. September 1847), Augsburg (1. Oktober 1847), Zusmarshausen (2. Oktober 1847), Neu-Ulm (3. Oktober 1847), Ulm (3. Oktober 1847), Stuttgart (7. Oktober 1847), Karlsruhe (11. Oktober 1847), Mannheim (14. Oktober 1847), Darmstadt (16. Oktober 1847), Mainz (18. Oktober 1847), Frankfurt (21. Oktober 1847), Kassel (25. Oktober 1847)), die durch die abzuleistende Militärpflicht unterbrochen wird.
   
1849 Von 1849 bis 1854 erlernt Heinrich Wilhelm Adolf Busch das Zinngießerhandwerk bei Georg Friedrich Harnisch.
Er graviert auch Formen für ihn.
   
1850 Ludwig Hermann Harnisch erlangt das Bürgerrecht der Stadt Hannover, wird Zinngießermeister und begründet seine eigene Firma.
   
  Georg Gottfried Adolph Harnisch geht am 24. Mai 1850 wieder auf Wanderschaft (Hamburg (11. Juni 1850), Lübeck (16. Juni 1850), Rhena (17. Juni 1850), Schwerin (19. Juni 1850), Berlin (16. Juli 1850), Zossen (16. Juli 1850), Dresden (16. Juli 1850), Prag (26. Juli 1850), Wien (1. August 1850), Budapest (3. August 1850), Wien (6. August 1850), Salzburg (11. August 1850), Innsbruck (20. August 1850), Bregenz (29. August 1850), St. Gallen (29. August 1850), Schaffhausen (29. August 1850), Zürich (5. September 1850), 11. September 1850), Luzern (13. September 1850), Bern (17. September 1850), Fribourg (18. September 1850), Genf (22. September 1850), Neuchatel (25. September 1850), Solothurn (26. September 1850), Basel (30. September 1850), Lörrach (1. Oktober 1850), Karlsruhe (4. Oktober 1850), Stuttgart (8. Oktober 1850), Reutlingen (9. Februar 1851), Hameln (9. Mai 1851), Hannover (17. November 1851)) und beendet diese am 9. Mai 1852.
   
  Der Graveur und Modelleur Friedrich Brehmer graviert Formen für Ludwig Hermann Harnisch.
   
1852 Er wohnt und arbeitet in der Kramerstraße 21.
   
1853 Georg Friedrich Harnisch hat das Anwesen Schuhstraße 9 gekauft; Ludwig Hermann Harnisch wohnt und arbeitet dort.
   
1854 Ludwig Hermann Harnisch heiratet am 24. Oktober 1854 die Augusta Maria Schild (* 1. Januar 1831), Tochter des Fuhrmanns Johann Konrad Schild und dessen Ehefrau Dorothee, geb. Bremer.
   
  Ludwig August Rieche lernt von 1854 bis 1857 bei Georg Friedrich Harnisch das Zinngießerhandwerk.
   
1855 Georg Gottfried Adolph Harnisch wird Zinngießermeister; Wohnung und Werkstätte hat er im Haus seines Vaters Georg Friedrich Harnisch in der Schmiedestraße 20.
   
1857 Georg Friedrich Harnisch stirbt am 28. Mai 1857 in Hannover.
   
1858 Das Anwesen Schmiedestraße 20 gehört nun der Witwe Katharine Rosine Dorothee Karoline Harnisch (wo sie bis zu ihrem Tod wohnt), die auch das Haus Schuhstraße 9 verkauft und das Haus Schuhstraße 8 gekauft hat.
Georg Gottfried Adolph Harnisch ist nach wie vor in der Schmiedestraße 20, Ludwig Hermann Harnisch in der Schuhstraße 8
   
1862 Am 14. Dezember 1862 hat Adolf Busch das Harnisch'sche Geschäft des verstorbenen Zinngießers Georg Friedrich Harnisch in der Schmiedestraße 20 übernommen und ist nachträglich Meister geworden.
   
1863 Eigentümer des Hauses Schuhstraße 8 ist jetzt Ludwig Hermann Harnisch.
   
1867 Er stellt auf der Pariser Ausstellung "zwei Spar-Kochherde von verschiedener Größe, aber gleichen Principien, von Gusseisen" mit "eigentümlicher Construction" aus.
   
1868 Ludwig Hermann Harnisch ist von 1868 bis 1884 letzter Vorsteher des dann aufgelösten Zinngießeramtes.
   
1877 Katharine Rosine Dorothee Karoline Harnisch ist verstorben, Georg Gottfried Adolph Harnisch ist jetzt Eigentümer der Schmiedestraße 20.
   
1878 Ludwig Hermann Harnisch, Rentner und immer noch Eigentümer der Schuhstraße 8, wohnt nun in der Celler Straße 147.
   
1881 Er hat die Schuhstraße 8 an den Klempner Wilhelm Wiese verkauft und wohnt in der Karlstraße 1/III.
   
1885 Er ist in die Marienstraße 14A umgezogen.
   
1887 Georg Gottfried Adolph Harnisch ist nun Particulier, hat die Schmiedestraße 20 an den Samenhändler Hermann Stanze verkauft und wohnt in der Schmiedestraße 31/I.
   
1890 Er ist in die Ubbenstraße 5/I umgezogen.
   
1899 Georg Gottfried Adolph Harnisch stirbt am 12. November 1899.
   
1904 Ludwig Hermann Harnisch ist in die Marienstraße 22/I umgzogen und stirbt dort am 16. Oktober 1904. Seine Witwe Augusta Maria Harnisch wohnt dort noch bis 1908. Im Adressbuch 1909 ist sie nicht mehr verzeichnet.
   
  Zinnfiguren:
     Wege (Foto ebay)
   
  Sigel:
"Harnisch in Hannover", "H", "G.H.", "G.F.", "G.F.H.", "Harnisch", "Harnisch in Hannover", "HH" (Hermann Harnisch), "Ludovicus Arminius Harnisch" (Hermann Harnisch), "A. Dressler" (Ernst Julius Albert Dressler), "Bremer" (Heinrich Friedrich Brehmer), "AB" auf dem Kopf stehend (Heinrich Wilhelm Adolf Busch), "A.Busch" (Heinrich Wilhelm Adolf Busch)
   
    
Figurenbeispiel (Foto ebay)
   
  Quellen:
Pariser Ausstellung 1867 - Amtlicher Special-Catalog der Ausstellung Preussens und der Norddeutschen Staaten, Berlin 1867 (Google books)
Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band I (Sächsische Zinngießer), Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1931
Walter Achilles: Die ältesten niedersächsischen Zinnfiguren des Meisters AN, Hildesheimer Miniaturen, Bernward Verlag 1976
Curt F. Kollbrunner: Zinnfiguren - Zinnsoldaten - Zinngeschichte, Hirmer-Verlag München 1979
John G. Garratt: The World Encyclopedia Of Model Soldiers, The Overlook Press, New York 1981
Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse und Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985
Heinz Schenzle: Sigel-Bestimmungsbuch, Freunde der Plassenburg e. V. Kulmbach, 1987
Alheidis von Rohr: Zinn und Zinnfiguren aus Hannover, Schriftenreihe Historisches Museum Hannover, 1996
Dirk Böttcher u. a.: Hannoversches biographisches Lexikon: Von den Anfängen bis in die Gegenwart, Schlütersche GmbH & Co. KG, Hannover 2002 
Erhard Schraudolph: "Zopfzeit, Befreiungskriege und Gesellschaftsgarten - Zinnfiguren zwischen Aufklärung und Restauration" in "75 Jahre Deutsches Zinnfigurenmuseum - Geschichte der Zinnfigur - Geschichte mit Zinnfiguren, Freunde der Plassenburg e. V. 2004
Dr. Erhard Schraudolph: "Herrscherstolz und Bürgerfleiss - Zinngießer in Hannover und Celle - Drei Harnische in Hannover" in "Dem König gehört alles, auch dein Spielzeug - Zinnfiguren aus dem Königreich Hannover", Edition Krannich Halle (Saale), 2008
Florian Wilke: "Steine schreiben Geschichte - Ein Blick in zwei Werkstätten"
in "Dem König gehört alles, auch dein Spielzeug - Zinnfiguren aus dem Königreich Hannover", Edition Krannich Halle (Saale), 2008
Georg Friedrich Harnisch und Ludwig Hermann Harnisch (Wikipedia)
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