Geelhaar (Gelhar), Carl Gottfried - Meißen
   
1781

Johann Gottfried Geelhaar (Gelhar) erlangt am 28. März 1781 vor der Dresdner Kreislade das Meisterrecht nach Meißen.

Er zahlt bis 1810 Quartalgeld.

   
     Stadtzeichen des Johann Gottfried Geelhaar             Meisterzeichen des Johann Gottfried Geelhaar
   
1792 Er erwirbt am 18. September 1792 ein Haus in Meißen.
   
1799 Sein Sohn Carl Gottfried Geelhaar lernt bei ihm von 1799 bis 1803.
   
1810

Johann Gottfried Geelhaar übergibt seine Werkstätte an seinen Sohn Carl Gottfried Geelhaar, nachdem dieser vor der Dresdner Kreislade das Meisterrecht erlangt.

   
1821

 In einem Kontrakt wird die Rückzahlung von Schulden des Johann Gottlob Geelhaar (Bruder) an Johann Gottfried Geelhaar vereinbart.

   
1843 Zur dreihundertjährigen Jubelfeier der Königlich Sächsischen Landesschule St. Afra zu Meißen wird von dem Münzgraveur Carl Reinhard Krüger in Dresden eine Jubelmedaille gefertigt, die auf der Portraitseite die Brustbilder der beiden Churfürsten Moritz und August mit der in doppelter Linie um dieselben laufenden Inschrift "MAURITIUS ET AUGUSTUS FRATRES D. G. DUCES SAXONIAE SCHOLAE ILLUSTRIS MISNENS. CONDITORES" die durch drei Wappenschilde, oben das churfürstliche Balkenwappen und unten den Meißener Löwen darstellend aufweist. Ein schmaler Lorbeerkranz und eine erhobene Kante umschließt das Ganze.
Die Inschrift ist in ihrem Entwurf vom Rector Baumgarten-Crusius und enthält die Ankündigung, dass die im Jahre 1543
am 3. Juli eröffnete Landesschule ihr glücklich vollbrachtes drittes Jahrhundert den 3. Juli 1843 feierlich begeht.
Diese Medaille gibt es in Gold, Silber und Bronze.

   Medaille des Carl Reinhard Krüger

Nach diesem Vorbild verfertigt Carl Gottfried Geelhaar eine ähnliche Münze in Zinn in größerem und kleinerem Gepräge mit denselben Brustbildern und der Umschrift: Moritz und August von G. G. Herzöge von Sachsen. Die Inschrift auf der Schriftseite lautet: St. Afra, gegründet d. 3. Juli 1543 zur 300-jährigen Jubelfeier d. 3. Juli 1843.
"Diese Münze ist gehenkelt und glänzt gewaltig mit ihren bunten Bändern an der Brust der fröhlichen Kinderwelt." 
   
1865

Nach dem Tod von Johann Gottfried Geelhaar gehen die vermutlich über 1000 Formen zuerst an C. F. Wilke, Großenhain in Sachsen, und später an Hugo Lehmann, Meißen.

   
  Figurenbeispiele:
   
                                
     
   
   
   
    Sammlung und Foto Florian Wilke
   
  Figuren:
Formen jetzt bei Hugo Lehmann, Meißen
   
 

Quellen:

Stadtarchiv Meißen

Gustav Flügel: Geschichte der dreihundertjährigen Jubelfeier der Königlich Sächsischen Landesschule St. Afra zu Meißen, Meißen 1844 (Google books)

Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band I (Sächs. Zinngießer), K. W. Hiersemann, Leipzig 1921 - 1932

Rudolf Spamer: Deutsche Volkskunst - Band Sachsen, Weimar 1943

Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse und Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985

Heinz Schenzle: Sigel-Bestimmungsbuch, Freunde der Plassenburg e. V. Kulmbach, 1987

Krannich/Vogel: Sächsische Zinnminiaturen, Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig - Stuttgart 1994

   
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