Dreßler, Ernst Julius Albert - Dresden
   
1773 Ernst Friedrich Ferdinand Dreßler wird als Sohn des Medicin-Laborateurs Johann Michael Dreßler in Elstra geboren.
   
1790

Er lernt von 1790 bis 1795 bei Friedrich Gottfried Herrmann in Dresden das Zinngießerhandwerk.

   
1806 Er wird am 25. August 1806 Meister und heiratet am 24. November 1806 die Johanna Juliana Petzoldt (* April 1772 in Zittau; † 3. Juli 1838), Tochter des Rechts-Consulenten Karl Friedrich Petzoldt in Zittau.
   
            
  Meisterzeichen des Ernst Friedrich Ferdinand Dreßler Stadtzeichen des Ernst Friedrich Ferdinand Dreßler
     
  Das Ehepaar hat zumindest die Söhne Ernst Julius Albert Dreßler (* 1. Januar 1809), Moritz Dreßler und Ernst Dreßler.
   
1810 Er wohnt mit seiner Familie von 1810 bis 1820 in der Weißegasse 490.
   
1821 Neue Adresse ist Weißegasse 489.
   
1822 Sein Sohn Albert Dreßler lernt bei ihm von 1822 bis 1826.
   
1826
Albert Dreßler arbeitet auf seiner Wanderschaft als Geselle von 1826 bis 1837 u. a. bei Harnisch in Hannover und Richter in Celle und graviert bei beiden auch Schieferformen.
   
1830

Sein Sohn Moritz Dreßler wird Meister. Er wohnt und arbeitet in der Badergasse 446 im 2. Stock.

   
1837

Albert Dreßler wird in Dresden Bürger ab 16. September 1837, Meister am 18. September 1837 und heiratet am 8. Oktober 1837 die Augusta Carolina Schubert (* 1827; † 14. November 1867), Tochter des Traugott Leberecht Schubert († 29. September 1831) , Elbsteuermann zu Königstein.

Das Ehepaar hat zumindest den Sohn Ernst Dreßler.

   

Er wohnt und arbeitet in der Badergasse 446 im 3. Stock.

Albert Dreßler stellt auch flache Zinnfiguren in verschiedenen Größen her.

   
          Meisterzeichen des Ernst Julius Albert Dressler
   
1839 Die Badergasse 446 wird umnummeriert in Badergasse 10.
   
1840 Moritz Dreßler ist verstorben. Albert Dreßler zieht in die Badergasse 9 um und wohnt und arbeitet dort im 3. Stock.
   
1841 Ernst Dreßler wohnt bei Albert Dreßler.
   
1847 Eigentümer des Hauses Badergasse 9 ist Bernward Schmidt.
   
1848

Ernst Friedrich Ferdinand Dreßler stirbt am 16. September 1848.

Ernst Dreßler ist in Dresden nicht mehr gemeldet.

Albert Dreßler wohnt und arbeitet weiterhin in der Badergasse im 3. Stock, betreibt jetzt aber ein Verkaufslokal in der Weißegasse 2 im Parterre vorhandenen Gewölbe.

Das Gebäude Weißegasse 2 geört dem Schlosser Ernst Levin.

   
1849 Albert Dreßler kauft das Anwesen Äußere Pirnaische Gasse 54 und wohnt dort im 1. Stock.
   
1852 Seine Werkstätte und das Verkaufslokal verlegt er in die Äußere Pirnaische Gasse 54 ins Parterre.
   
1853
Er fertigt jetzt alle Sorten Spielzeug für Knaben und Mädchen.
   
1855 Er ist von seiner ersten Ehefrau Augusta Carolina, geb. Schubert geschieden und ist mit Friederike Louise, geb. Walther, verwitwete Bertram (* 1827; † 14. November 1867), verheiratet.
Das Ehepaar hat zumindest die Tochter Emilie Louise Dreßler (* 27. Januar 1865; am 16. Dezember 1886 in Striesen verheiratet mit dem Schlosser Ernst Friedrich Robert Kürbiß (* 18. März 1863 in Seidnitz).
   
1863 Er ist für dieses Jahr Oberältester der Zinngießerinnung.
   
1864 Er ist für dieses Jahr Ältester der Innung und unterhält ab jetzt ein Spielwarenlager.
   
1865 Die Äußere Pirnaische  Gasse wird in Pirnaischestraße umbenannt.
   
1870

Er verkauft das Anwesen Pirnaischestraße an den Bäckermeister Ernst Eduard Damm, bleibt dort im 1. Stock wohnen und verlegt seine Werkstätte in die Frauenstraße 7 in den 2. Stock.

Die Frauenstraße 7 gehört dem Hofklempner Heinrich Bertram.

   
1871 Albert Dreßler hat seine Offizin aufgelöst und ist jetzt "Particulier" [Privatperson] und Wohlfahrts-Polizei-Bezirks-Vorstand.
   
1873 Er siedelt um Michaeli [29. September] ganz auf sein Grundstück nach Gruna bei Dresden über.
   
1891 Albert Dreßler stirbt am 21. August 1891 in Gruna, Pirnaischestraße 30.
     
     Fußbrettchen (Weg) Albert Dreßler
   
 

Figuren:

im Staatl. Museum für Volkskunst in Dresden

   
                        
Figurenbeispiel "Sächsische Leibgarde um 1825" aus Deutsches Spielzeug - Edition Leipzig
   
   
 
  Turnier-Tribünen, Bäume und Fahnenbaum (Pappel signiert "A.D.") - Sammlung und Foto Sulzer
   
    
Sächsischer Infanterist in Parade um 1830 ((signiert "A. Dreßler in Dresden; Augenhöhe 68 mm) - Sammlung und Foto Sulzer
   
   
 

Quellen:

Stadtarchiv Dresden

Adressbücher Dresden (adressbücher.sachsendigital.de - Sächsische Landesbibliothek-Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) digital.slub-dresden.de) 

Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band I (Sächsische Zinngießer), Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1932

Karl Ewald Fritzsch, Manfred Bachmann: Deutsches Spielzeug, Edition Leipzig, 2. Auflage 1977

Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse und Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985

Heinz Schenzle: Sigel-Bestimmungsbuch, Freunde der Plassenburg e. V. Kulmbach, 1987

Krannich/Vogel: Sächsische Zinnminiaturen, Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig - Stuttgart 1994

Florian Wilke: Steine schreiben Geschichte - ein Blick in zwei Werkstätten, in "Dem König gehört alles, auch dein Spielzeug" - Zinnfiguren aus dem Königreich Hannover, Edition Krannich, 2008

Archion: Kirchenbücher der online vorhandenen Dresdner Kirchen

ancestry: verfügbare Daten Dreßler und Kürbs

FamilySearch: Dresden Gewerbeakt Signatur 2.3.9 Nr. D.2292 Dreßler. Ernst Julius Albert

Herzlichen Dank an Alfred R. Sulzer für die Fotos!

   
  Kosten dieser Seite:
Stadtarchiv Dresden € 21,25
Archion € 6,00 (anteilig)
ancestry € 3,00 (anteilig)
   
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