Börnig, Moritz Bernhard - Dresden
   
1814 Moritz Bernhard Börnig wird am 15. November 1814 geboren.
   
1830 Er lernt in Pirna von 1830 bis 1834 bei Samuel Friedrich Bellwill das Zinngießerhandwerk.
   
1842 Er ist als Altgeselle in Braunschweig.
   
1843 Als Zinngießergeselle wird er am 30. Mai 1843 Mitglied der Dresdener Zinngießer-Innung.
Er wohnt noch bei seiner Mutter und bekommt am 15. Juli 1843 die Heimats-Angehörigkeit für Altwaldenburg mit Eichlaide.
Er wird am 10. Oktober 1843 Meister und bekommt am 14. Oktober 1843 das Bürgerrecht in Dresden.
   
     Stadtmarke des Moritz Bernhard Börnig                       Meistermarke des Moritz Bernhard Börnig  
   
1847 Er wohnt in der Rosengasse 7c.
   
1848 Neue Anschrift ist Wilsdruffer Gasse 32.
   
1849 Er ist in die Casernenstraße 14/0 umgezogen.
   
1850 Der Sohn August Bernhard Börnig wird am 5. November 1850 geboren.
   
1852 Neue Adresse ist Schössergasse 10/0.
Der Sohn August Eduard Börnig wird am 26. April 1852 geboren.
   
1855 Moritz Bernhard Börnig fertigt hauptsächlich Formen für Chocoladenfabrikanten und Conditoreien sowie diverse Spielzeuge für Knaben.
Er wohnt in der Grünegasse 13/IV, das Geschäftslokal ist nach wie vor in der Schössergasse 10/0.
   
1856 Auf der Industrie-Ausstellung des Gewerbevereins zu Dresden vom 21. Juli bis 31. August 1856 stellt er Zinnsoldaten aus, "deren Entwürfe von tüchtiger Künstlerhand herrühren und deren Modellierung und Gravierung meisterlich gearbeitet ist".
   
1862 Er ist in die Schössergasse 19/III umgezogen.
   
1863 Neue Anschrift ist Wilsdrufferstraße 43/I
   
1864 Spielzeug für Knaben wird nicht mehr hergestellt.
   
1870 August Bernhard Börnig wohnt ab Oktober in Braunschweig und arbeitet ab 1971 bei Johann Carl Theodor Wegmann.
   
1872 Das Geschäftslokal von Moritz Bernhard Börnig ist in der Zahnsgasse 21/0, die Wohnung im 3. Stock.
   
1880 August Eduard Börnig meldet das Gewerbe "Zinngießerei" am 4. August 1880 an.
Das Geschäft betreibt er zusammen mit seinem Vater in der Zahnsgasse 21 pt. und wohnt mit ihm im 3. Stock.
   
1882 Er ist nun Zinngießermeister. Das Geschäftslokal wird in die Zahnsgasse 7/0 verlegt, die Wohnung ist in der Zahnsgasse 20/IV, in der auch sein Vater Moritz Bernhard Börnig als Privatier wohnt.
   
1883 Moritz Bernhard Börnig gehört nicht mehr der Zinngießer-Innung an.
   
1884 Er ist in die Blasewitzerstraße 25/III umgezogen.
   
1885 Er wohnt wieder in der Zahnsgasse 20/IV.
   
1889 Moritz Bernhard Börnig betreibt noch einmal eine Zinngießerei in der Zahnsgasse 10/0. Er wohnt in der Schuhmachergasse 4/III.
   
1891 August Eduard Börnig ist verstorben.
   
1894 Die Anschrift von Moritz Bernhard Börnig ist jetzt Schuhmachergasse 7/III.
   
1896 Er ist in die Schuhmachergasse 6/I umgezogen.
Wilhelmine Ernestine Louise Börnig, geborene Birckner (* 2. November 1841 in Meißen), die Witwe von August Eduard Börnig, ist Markthelferin und wohnt in der Weinligstraße 6/III.
   
1897 Sie ist in die Marienstraße 28/IV umgezogen.
   
1898 Sie meldet am 25. Januar 1898 das Gewerbe "Anfertigung weiblicher Arbeiten" an.
   
1899 Max-Emanuel Carl Börnig, Sohn von August Eduard Börnig und Wilhelmine Ernestine Louise Börnig, ist Markthelfer und wohnt in der Palmstraße 16/III.
   
1900 Minna Hedwig Börnig (* 22. Juni 1877 in Deuben), Tochter von August Eduard Börnig und Wilhelmine Ernestine Louise Börnig meldet am 27. Juli 1900 das Gewerbe "Handel mit Blumen und Pflanzen" an.
Sie wohnt in Deuben, ihr Geschäftslokal ist in der Grunaerstraße 28.
Max-Emanuel Carl Börnig ist in die Kleine Plauenschegasse 6/III, I. Seitengebäude umgezogen.
   
1902 Moritz Bernhard Börnig ist verstorben.
   
1903 Minna Hedwig Börnig ist im Adressbuch nicht mehr verzeichnet.
   
1904 Die Adresse des Viktualienhändlers Max-Emanuel Carl Börnig ist Vorstadt Löbtau, Columbusstraße 8/0.
Die Markthelferin Wilhelmine Ernestine Louise Börnig wohnt in der Vorstadt Löbtau, Gartenstraße 10/I.
   
1905 Sie ist jetzt Privatiere und wohnt Vorstadt Löbtau, Eichendorffstraße 10/III.
   
1907 Sie ist im Adressbuch nicht mehr aufgeführt.
Max-Emanuel Carl Börnig ist jetzt Bürger.
   
  nicht weiter eruiert!
   
  Zinnspielzeug:
nicht bekannt
   
  Zinnfiguren:
siehe Florian Wilke: "Ganz schwarz sind wir montiert" - "Vom Knopfauge zum Meisterportrait" - Zeichnungen und Gravuren aus der Werkstatt Wegmann, Seite 49, Ein Dresdner in Braunschweig
Formen heute bei
Rainer Lehmann in Meißen
   
  Quellen:
Erwin Hintze: Die deutschen Zinngießer und ihre Marken Band I Sächsische Zinngießer, Leipzig, K. W. Hiersemann, 1921 - 1931
Stadtarchiv Dresden (43re, 43 li, 55re, 57re, 66re, 69re, 78re, 81re, 82re, 2,3,9-B.5282-41re)
Adressbücher Dresden online
Catalog zur Industrie-Ausstellung des Gewerbevereins zu Dresden 1856 (Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden online)
Deutsche Gewerbezeitung 1856 - Siebenter Band (Google books)
Mechthild Wiswe: Historische Zinngießerei im südöstlichen Niedersachsen, Braunschweig 1981
Florian Wilke: "Ganz schwarz sind wir montiert" - "Vom Knopfauge zum Meisterportrait" - Zeichnungen und Gravuren aus der Werkstatt Wegmann, Seite 49, Ein Dresdner in Braunschweig, Edition Krannich, Grimma 2011
Dr. Erhard Schraudolph: "Ganz schwarz sind wir montiert" - "In rußiger Werkstatt beim Tiegel voll Zinn" - Zinngießer im Herzogtum Braunschweig,
Seite 10, Edition Krannich, Grimma 2011
   
  Kosten dieser Seite:
Stadtarchiv Dresden 25,00 EUR
   
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