Bing, Otto - Nürnberg
   
1898

Otto Bing (* 25. Dezember 1869 in Nürnberg) ein Sohn von Adolf Bing (* 28. Februar 1842 in Memmelsdorf; † 1, Januar 1915 in Nürnberg) und dessen Ehefrau Fanny, geb. Bierer (* 13. Mai 1847 in Fürth; † 1. Januar 1885 in Nürnberg) [Adolf Bing ist einer der Gebrüder Bing - Nürnberger Metall- und Lackierwaarenfabrik, vorm. Gebrüder Bing AG, später Bing-Werke

AG, der schon eine Zinnspielwarenfabrik in der Marienstr. 15 in Nürnberg betrieben hat] übernimmt den Betrieb Johann Haffner's Nachfolger von Albrecht Städtler am 4. August 1898 und verlegt ihn nach Nürnberg in die Reindel-Straße 4.

Hier werden Räume einer ehemaligen Tabakverarbeitung angemietet.

Die Firma heißt nun Johann Haffner's Nachfolger, Inhaber Otto Bing.

Otto Bing übernimmt gleichzeitig am 31. Januar 1898 das ehemalige Inventar des 1893 verstorbenen Zinngießers Johann Andreas Besold (bisher Firma C. L. Besold, Nürnberg, Hintere Nägleinsgasse 19) von dessen Witwe Dorothea Johanna Besold und betreibt es vorerst mit vier Gehilfen in der Findelwiesenstraße 19.

Er beabsichtigt, in nächster Zeit das Geschäft zu erweitern, "indem noch ca. 12 - 14 Arbeiter eingestellt werden".

   
1902

Otto Bing verkauft den Betrieb Johann Haffner's Nachfolger an Max Erlanger (siehe Haffner bzw. Vereinigte Spielwarenfabriken)

   
   
 

Geschwister von Otto Bing:

Emil Bing (* 8. Juli 1874 in Nürnberg), Wilhelm Bing (* 1. Januar 1877 in Nürnberg; am 24. März 1942 in das KL Izbica verschleppt und verschollen) und Lina Bing (* 21. Mai 1878 in Nürnberg; † 8. Mai 1945 KL Auschwitz).

Adolf Bing heiratete nach dem Tod von Fanny Bing, geb. Bierer, die Sara Bloch (*26. Juli 1854 in Weißenburg; † 29. Oktober 1928 in Nürnberg) und hatte mit ihr die zwei Kinder Paul Bing (* 9. August 1888 in Nürnberg) und Else Bing, verh. Beck (* 25. August 1894 in Nürnberg; † 22. September 1969).

   
   
 

Quellen:

Website trees.ancestry.de

Gerhard Jochem, Ulrike Kettner: Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa, Stadtarchiv Nürnberg 1998

Weitere Quellen siehe unter Haffner und Vereinigte Spielwarenfabriken!

Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof Nürnberg

Erhard Schraudolph: Die Zinnspielwarenfabrik C. L. Besold in MVGN 1996

   
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