Benecke, Carl Friedrich - Berlin
   
1801 Das Anwesen Papenstraße 18 gehört dem Schumacher Banisek.
   
1808

Am 17. April 1808 wird Carl Friedrich Benecke als Sohn eines Zimmermannes geboren und am 13. Mai 1808 in der Marienkirche getauft.

   
1812 Neuer Eigentümer der Papenstraße 18 ist der Brückenaufzieher Carl Benecke.
   
1820

Sein Sohn, der Bierschenker Carl Friedrich Benecke ist nun Eigentümer des Hauses.

Die Zinngießerwitwe Koch, eine geborene Balswig, ist Mieterin.

   
1823

In der Papenstraße 18 betreibt ihr Sohn, der Zinngießer Friedrich August Koch jetzt eine Werkstätte.

Carl Friedrich Benecke erlernt bei ihm von 1823 bis 1827 das Zinngießerhandwerk.

   
1832

Der Hauseigentümer Carl Benecke ist Rentier.

Friedrich August Koch ist verstorben. Seine Witwe, eine geborene Zöllmer, ist weiterhin Mieterin.

   
1833 In der Alexanderstraße 47 eröffnet Carl Friedrich Benecke eine Zinngießerwerkstätte.
   
1835

Carl Friedrich Benecke übernimmt die ehemalige Zinngießerei des verstorbenen Friedrich August Koch in der Papenstraße 18. Dessen Witwe wohnt nun in der Rosenthalerstraße 61.

   
1836 Carl Friedrich Benecke weitet die Zinngießerei aus und fertigt auch Blechwaren.
   
1837

Es wird die Werkstätte der ehemaligen Zinngießerei von Georg Heinrich Ernst im Anwesen Spittelbrücke 15 (Eigentümer ist der Uhrmacher Rabert) hinzugemietet.

   
1839

Carl Friedrich Benecke, "Zinngießer, Lackirer und Blechwaaren-Fabrikant" gibt das Mietobjekt Spittelbrücke 15 auf und betreibt seine Firma in der Papenstraße 18 und der Wallstraße 2 (Eigentümerin ist die Witwe Offenhäuser).

   
1841

Die Wallstraße 2 wird aufgegeben. Dafür werden Räume im Haus Leipzigerstraße 51, das dem Rentner Kleemann gehört, angemietet.

   
1844

Das Sortiment wird ausgeweitet: "Zinnwaaren-, Chirurgische Spritzen-, Lichtformen-, Bleibrunnen-Röhrenfabrik."

Die Witwe des Friedrich August Koch wohnt Neue Schönhauserstraße 23.

   
1847 Bei den Berliner Zinngießern ist Carl Friedrich Benecke fünfter in der Rangfolge.
   
1848

Die Fertigung von "Pfeiffenabgüssen" wird dazugenommen.

Carl Friedrich Benecke stirbt am 22. August 1848 an Lungenentzündung und wird am 25. August 1848 auf dem Friedhof an der Landsberger Allee begraben.

Die Zinnwarenhändlerin und Kaufmannswitwe F. Eichelkraut, eine geborene Rühl, der das Haus Kochstraße 4 gehört und auch dort wohnt, übernimmt die Werkstätte Papenstraße 18.

   
1850

F. Eichelkraut betreibt zum einen in der Leipzigerstraße 53 eine Zinnwarenhandlung und in der Leipzigerstraße 51 die Firma Benecke Nachfolger.

In der Papenstraße 18 hat die Werkstätte der Zinngießer Milster übernommen, der 1849 noch für ein Jahr Räumlichkeiten in der Schießgasse 12 von dem Controlleur Rittmeister gemietet hat.

   
1851 Der Zinngießer Milster ist in die Blumenstraße 9a verzogen.
   
1852 Der Rentier und Eigentümer des Hauses Papenstraße 18, Carl Benecke, ist verstorben.
   
1854

Das Anwesen Papenstraße 18 ist von der Benecke'schen Erbengemeinschaft an den Kaufmann Trautmann verkauft.

   
 

Zinnfiguren:

Gesellschaftsgarten (im Märkischen Museum) mit signierten Figuren, Zirkus, Militärfiguren. Preußischer Offizier zu Fuß (70 mm Flachfigur) mit Signierung "Beneeke" (Sammlung F. Wilke).

   
 

Quellen:

Adressbücher Berlin online

Erläuterungen zur Spielzeug-Ausstellung im Märkischen Museum, Berlin, 18. Dezember 1927 bis 31. Januar 1928, verlängert bis 29. Februar 1928 

Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse und Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985

Heinz Schenzle: Sigel-Bestimmungsbuch, Freunde der Plassenburg e. V. Kulmbach, 1987

Gerhard Söhlke - Musterbuch für Spielzeug und Zinnfiguren - Berlin, um 1856, Verlag H. M. Hauschild GmbH, Bremen 2009

Wolf Rüdiger Bonk: Zinnfiguren aus Berlin und Umgebung, Zeughaus-Verlag GmbH., Berlin 2012

   
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